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Geschichte der Stadt Bochum
Schon direkt nach der Machtübertragung, aber spätestens offen ab März 1933 wurden in Bochum politische Gegner verhaftet und verfolgt (Otto Ruer, Fritz …
Inhalt5 Abschnitte
Ursprung und Stadtwerdung
Bochums Geschichte ist eng mit der Entwicklung des Ruhrgebiets verbunden. Die Keimzelle der Stadt war wahrscheinlich ein fränkischer Reichshof, der um 800 in der Nähe der heutigen Propsteikirche angelegt wurde. Reichshöfe dienten unter Karl dem Großen als Versorgungsstationen und zur militärischen Sicherung des Hellwegs, einer wichtigen Ost-West-Verbindung. Um den Reichshof und eine Pfalz- und Missionskapelle entwickelte sich schrittweise die Siedlung Bochum.
Das Gebiet war bereits lange vorher besiedelt. Die älteste bekannte Wirbeltierfährte Deutschlands stammt von Ichniotherium praesidentis und ist 316 Millionen Jahre alt. Ein altsteinzeitlicher Schaber aus Querenburg wird auf etwa 25.000 v. Chr. datiert. Spuren in Hiltrop belegen eine wahrscheinlich um 4750–4555 v. Chr. entstandene jungsteinzeitliche Besiedlung. Funde bis zum frühen Mittelalter weisen auf eine durchgehende Besiedlung hin. Im Bochumer Raum lebten germanische Stämme wie Chattuarier, Brukterer und Marser; die genaue Abgrenzung ihrer Siedlungsgebiete ist jedoch schwierig. Römische Spuren sind nur vereinzelt nachweisbar.
Das um 900 entstandene Urbar des Klosters Werden nennt zahlreiche Bauernschaften im Umfeld, darunter Werne, Langendreer, Querenburg, Stiepel, Eppendorf, Wattenscheid, Hordel, Gerthe und Altenbochum. Bochum selbst wird darin nicht ausdrücklich genannt, kann aber als Mittelpunkt dieser Siedlungen gelten. 1041 erscheint Bochum als Reichshof Cofbuokheim in einer Urkunde des Erzbistums Köln. 1180 fiel der Reichshof als königliches Lehen an den Erzbischof von Köln. Im Konflikt zwischen Köln und den Grafen von der Mark wurde Bochum 1243 durch einen Friedensvertrag „Märkisch“; die königliche Billigung von 1293 bestätigte diese Entwicklung.
Die älteste überlieferte Urkunde von 1298 bezeichnet Bochum als „Wigbold“. Damit besaß der Ort einen rechtlich hervorgehobenen Status gegenüber den Dörfern, aber noch keine vollständigen Stadtrechte. Die Bestätigung bereits bestehender Marktrechte und weiterer Rechte durch Graf Engelbert II. von der Mark im Jahr 1321 gilt als wichtigstes Datum der Stadtwerdung, obwohl die genaue rechtliche Bedeutung dieser Urkunde strittig ist. Ab 1324 durfte Bochum dreimal jährlich Viehmärkte abhalten. Um 1351 wurde der Hellweg zum neuen Marktplatz verlegt und führte nun direkt durch die Stadt.
Im 15. Jahrhundert wurde Bochum durch die Aufnahme in den Märkischen Städtebund als vollwertige Stadt anerkannt; 1426 nahm es dort den 7. Rang unter den märkischen Städten ein. Die Stadt blieb jedoch bis zur Industrialisierung ein kleines, überwiegend landwirtschaftlich geprägtes Gemeinwesen. Verwaltung und Rechtsprechung unterschieden zwischen der Stadt unter einem Schultheißen und dem größeren Amt Bochum, das Teile der heutigen Städte Gelsenkirchen, Hattingen, Witten, Herne und Castrop umfasste. Stadt und Umland besaßen im Spätmittelalter etwa 10.000 Einwohner und über 1300 Höfe und Kotten.
Zwischen etwa 1320 und 1350 entstanden fünf Stadttore sowie Wall und Graben. Eine Stadtmauer besaß Bochum nie; die Befestigung diente vor allem der Zugangskontrolle und der Erhebung des Stadtzolles. Fehden, darunter die Große Dortmunder Fehde, der Erbstreit innerhalb des Hauses Kleve-Mark und die Soester Fehde von 1444 bis 1449, führten zu Plünderungen und Kämpfen im Umland.
Frühneuzeit und Industrialisierung
In der frühen Neuzeit wurde Bochum wiederholt durch Kriege, Brände und Seuchen geschwächt. Der Stadtbrand vom 25. April 1517 zerstörte fast die gesamte Stadt und die alte Missionskapelle. Ein weiterer Großbrand folgte 1581. Hinzu kamen die Seuche „Englischer Schweiß“ 1529 sowie Pestwellen 1542, 1544, 1583 und 1589. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) mussten Bochum und die umliegenden Ämter wechselnde fremde Truppen versorgen.
Die Reformation fand früh Anhänger: Haus Weitmar bekannte sich 1543 zum Luthertum, Langendreer 1544. Zwischen 1568 und 1572 wurde in der Bochumer Pfarrkirche erstmals lutherisch gepredigt. 1614 kam Bochum mit der Grafschaft Mark durch den Vertrag von Xanten zu Brandenburg. 1618 wurde es mit Brandenburg-Preußen vereinigt und damit preußisch. 1740 wurde Bochum unter Friedrich II. Teil des Königreichs Preußen. Im 18. Jahrhundert entstanden eine evangelische Kirche, eine reformierte Kirche sowie eine jüdische Gemeinde; jüdisches Gemeindeleben ist seit 1722 belegt, eine Synagoge seit etwa 1745.
Steinkohle wurde im Bochumer Gebiet spätestens 1537 urkundlich erwähnt. Bis ins 18. Jahrhundert wurde sie vor allem an der Ruhr in kleinen Pütts und Pingen gewonnen, meist dort, wo Kohle an der Oberfläche austrat. 1735 gab es im Amt Bochum 25 kleine Kohlenbergwerke mit weniger als 120 Bergleuten. 1738 wurde zur staatlichen Förderung des Bergbaus das Märkische Bergamt in Bochum eröffnet. Die Revidierte Bergordnung von 1766 führte das Direktionsprinzip ein; 1770 entstand der Märkische Knappschaftsverein.
Verbesserungen von Verkehr und Technik beschleunigten die Entwicklung. Die Ruhr wurde auf preußische Anweisung ab 1781 schiffbar gemacht, wodurch Kohle kostengünstiger zum Rhein transportiert werden konnte. 1787 verband der Rauendahler Schiebeweg Zechen mit der Ruhrschifffahrt und gehörte zu den ersten schienengebundenen Transportbahnen Deutschlands. Zwischen 1789 und 1795 wurde außerdem eine wichtige Chaussee über Witten und Steele nach Essen gebaut.
Die Industrialisierung setzte im 19. Jahrhundert ein. Auf der Zeche Vollmond wurde 1800 vermutlich der erste Seigerschacht des Ruhrbergbaus abgeteuft; 1802 kam dort die erste Dampfmaschine im Ruhrkohlenbergbau zur Wasserhaltung zum Einsatz. Die Eisenverarbeitung begann 1824 mit einem kleinen Hammerwerk in Laer. Entscheidender war die 1844/45 an der heutigen Alleestraße eröffnete Gussstahlfabrik Mayer & Kühne. 1854 wurde sie zur Aktiengesellschaft Bochumer Verein. Das um 1850 von Jacob Mayer entwickelte Stahlformgussverfahren machte das Unternehmen überregional und später weltweit bekannt. Glocken wurden zum Markenzeichen. Bis zu den Eingemeindungen von 1904 war Bochum vor allem eine „Stahlstadt“; die großen Zechen lagen überwiegend im Landkreis.
Die Eisenbahn kam vergleichsweise spät. Der erste erreichbare Bahnhof „Herne-Bochum“ wurde 1847 eröffnet, lag aber 8 km vom Bochumer Zentrum entfernt. Erst 1860 erhielt Bochum einen eigenen Anschluss an die Strecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg. 1874 folgte die Verbindung der Rheinischen Eisenbahn. Eisenbahn, Bergbau und Stahlindustrie ließen die Einwohnerzahl stark steigen: von 1.636 Einwohnern um 1800 über 4.877 im Jahr 1849 und 25.174 im Jahr 1873 auf 65.554 im Jahr 1900. Viele Menschen wanderten aus Ostwestfalen, dem Sauerland, Hessen und den östlichen Gebieten des Kaiserreichs zu.
Bochum reagierte mit neuer Infrastruktur: 1848 wurde das St.-Elisabeth-Hospital eröffnet, 1856 das erste Gaswerk Westfalens, 1871 die Wasserversorgung und ab etwa 1874 ein unterirdisches Kanalnetz. 1876 wurde Bochum kreisfreie Stadt. Der Bergarbeiterstreik von 1889 begann auf der Zeche Präsident; zeitweise beteiligten sich etwa 90 % der damals 104.000 Bergarbeiter im Revier. 1890 wurde mit dem Bergmannsheil das erste Unfallkrankenhaus der Welt eröffnet.
Großstadt, Krisen und Diktatur
1904 wurde Bochum durch die Eingemeindung von Grumme, Hamme, Wiemelhausen und Hofstede zur Großstadt. Es hatte nun über 117.000 Einwohner, darunter mehr als 20.000 Bergarbeiter. Die Eingemeindungswelle von 1926 und besonders die von 1929 vergrößerten das Stadtgebiet stark: 1929 lebten dort 322.514 Menschen auf etwa 121 km². Bochum bezeichnete sich damals als „zechenreichste Stadt“ Europas und als „größte Kohlenstadt des Kontinents“.
Nach dem Ersten Weltkrieg verlief der Übergang zur Weimarer Republik vergleichsweise ruhig. 1919 fanden die ersten Kommunalwahlen nach Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts statt. Gleichzeitig entstanden wichtige kulturelle Einrichtungen, darunter das Städtische Orchester, das neue Stadttheater, das Heimatmuseum, das Stadtarchiv und die Städtische Gemäldegalerie. Die Nachkriegszeit blieb jedoch von Arbeitslosigkeit, Streiks und Inflation geprägt.
Im Ruhraufstand 1920 kam es im Bochumer Gebiet nur zu kleineren Gefechten, doch starben etwa 100 Bochumer, vor allem bei Kämpfen in der Umgebung von Haltern und Hamm. Nach der Niederschlagung wurden Mitglieder der Arbeiterwehr verhaftet und misshandelt; drei Arbeiter wurden „auf der Flucht“ erschossen. Von Januar 1923 bis Juli 1925 war Bochum von französischen Truppen besetzt, weil deutsche Reparationsleistungen aus dem Versailler Vertrag ausblieben. Während der Besatzung wurden insgesamt neun Bochumer durch Soldaten oder Unfälle getötet; im Mai 1923 führten Auseinandersetzungen zwischen kommunistischen Gruppen und dem Stadtschutz zu sechs Toten und über 100 Verletzten.
Von 1925 bis 1929 folgte ein wirtschaftlicher und städtebaulicher Aufschwung. Es entstanden Hochhäuser, Hotels, Verwaltungsbauten, ein neues Rathaus, Verkehrswege und der „Ruhrschnellweg“. 1930 wurde das Deutsche Bergbaumuseum gegründet, 1931 das neue Rathaus eröffnet. Die Weltwirtschaftskrise führte jedoch 1932 zu 37.000 arbeitssuchenden Männern und 5.000 Frauen; die Stadt musste 24 Millionen Reichsmark für Wohlfahrt und Erwerbslosenfürsorge aufbringen.
In der NS-Zeit war Bochum Verwaltungssitz des Gaues Westfalen-Süd der NSDAP. Nach dem 30. Januar 1933 wurden politische Gegner verhaftet, Zeitungen verboten, Gewerkschaftshäuser besetzt und am 9. Juni 1933 Bücher verbrannt. Die kommunale Selbstverwaltung wurde im Dezember 1933 beseitigt; Oberbürgermeister wurden von der NSDAP eingesetzt. Die jüdische Bevölkerung wurde entrechtet und verfolgt. In der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurde die Synagoge in Brand gesetzt. Else Hirsch organisierte ab Dezember 1938 zehn Kindertransporte nach Holland und Großbritannien. Namentlich bekannt sind 517 aus Bochum und 83 aus Wattenscheid stammende jüdische Bürger, die später in der Shoa ermordet wurden.
Im Zweiten Weltkrieg wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Bergbau, Industrie und beim Bunkerbau eingesetzt. Ab dem 16. Mai 1940 wurde Bochum bombardiert. Der schwerste Angriff am 4. November 1944 dauerte etwa eine Stunde: 749 Bomber warfen 10.000 Sprengbomben und über 130.000 Brandbomben ab. 1.300 Menschen starben, 2.000 wurden verwundet und 70.000 obdachlos. Insgesamt wurden 3.617 Menschen durch Bombardierungen getötet, über 20 % der Bauten vollständig zerstört und die Innenstadt zu 60 % vollständig sowie zu weiteren 30 % schwer beschädigt. Am 10. April 1945 marschierten US-Truppen in die Innenstadt ein; anschließend kam Bochum zur britischen Besatzungszone.
Wiederaufbau und Ende der Montanindustrie
Nach dem Krieg sank die Einwohnerzahl von 312.891 im Juni 1939 auf 161.590 im März 1945. Im Oktober 1946 wurden wieder 246.217 Menschen gezählt. Hunger, Wohnungsnot, Krankheiten und der strenge Winter 1946/47 belasteten die Bevölkerung. Rund 4 Millionen m³ Trümmer mussten beseitigt werden. Der 1948 beschlossene Neuordnungsplan veränderte die Stadt grundlegend: Straßen wurden verbreitert, der Hauptbahnhof verlegt und ein neuer Innenstadtring angelegt. Die erste freie Kommunalwahl seit 17 Jahren fand am 13. Oktober 1946 statt.
Die Wirtschaft erholte sich zunächst durch die Montanindustrie. Der 73. Deutsche Katholikentag 1949 war das erste große Nachkriegsereignis und zog 60.000 Menschen zur Eröffnung sowie knapp 600.000 zum Abschlussgottesdienst an. Der Wiederaufbau brachte neue Schulen, Wohnungen, Krankenhäuser, Verkehrswege und öffentliche Gebäude. Der neue Hauptbahnhof wurde am 30. Mai 1957 in Betrieb genommen und am 6. Juni eröffnet. 1960 entstanden das Museum Bochum und der Ruhr-Park; 1964 folgten das Planetarium und weitere repräsentative Bauten.
Um 1958 wurde die Kohlekrise durch Feierschichten und Kohlehalden sichtbar. Zwischen 1960 und 1964 schlossen acht Großzechen; 20.000 Bergleute verloren ihre Arbeit. 1973 wurde mit der Zeche Hannover die letzte Bochumer Zeche stillgelegt. Bochum war damit die erste Großstadt des Ruhrgebiets ohne Bergbau. Die Stahlkrise traf ebenfalls den Bochumer Verein: Krupp übernahm ihn bis 1965, 1968 wurden die fünf Hochöfen ausgeblasen.
Der Strukturwandel wurde durch neue Branchen und Bildungseinrichtungen abgefedert. 1960 nahm die Adam Opel AG auf dem Gelände der Zeche Dannenbaum die Produktion auf und beschäftigte Ende 1962 bereits über 10.000 Arbeiter. Die Ruhr-Universität erhielt 1961 den Zuschlag, wurde 1965 eröffnet und überschritt bald die geplante Zahl von 10.000 Studierenden. Universität und Hochschulen wurden zu wichtigen Arbeitgebern und legten die Grundlage für Bochums spätere Entwicklung als Wissens- und Technologiestandort.
Bochum seit 1973
Am 1. Januar 1975 wurden Bochum und Wattenscheid im Rahmen des Ruhrgebiet-Gesetzes zur neuen Stadt Bochum zusammengeschlossen. Ein Volksbegehren gegen die Auflösung Wattenscheids scheiterte, obwohl sich 71,43 % der Wattenscheider für die Selbstständigkeit ausgesprochen hatten. Das neue Stadtgebiet umfasste etwa 435.000 Einwohner und 145 km²; sechs Stadtbezirke wurden eingerichtet.
In den 1970er und 1980er Jahren setzte sich die Deindustrialisierung fort. Unternehmen wie Bomin, Wolff, Mönninghoff und traditionelle Brauereien verschwanden oder verloren stark an Bedeutung. Die Arbeitslosenquote erreichte 1986 mit 15 % einen Höchststand. Gleichzeitig entstanden Stadtbahn und S-Bahn, das Ruhrstadion, das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und der Kemnader See. Kulturell gewann Bochum durch Herbert Grönemeyers LP „4630 Bochum“, das Festival Bochum Total und das Musical „Starlight Express“ an überregionaler Bekanntheit.
Seit den 1990er Jahren verlagerte sich das Profil weiter in Richtung Kultur, Bildung und Dienstleistungen. 1990 wurden unter anderem die Situation Kunst und der Chinesische Garten eröffnet. 1994 endete die kommunale Doppelspitze aus ehrenamtlichem Oberbürgermeister und hauptamtlichem Oberstadtdirektor; seither gibt es einen hauptamtlichen Oberbürgermeister. Auf dem ehemaligen Gelände des Bochumer Vereins entstand ab 1999 der Westpark.
Im 21. Jahrhundert wurden Verkehr, Kultur und Wissenschaft weiter ausgebaut. 2006 wurde der Ost-West-Tunnel der BOGESTRA eröffnet, wodurch die Innenstadt schienenfrei und der Boulevard neu gestaltet wurde. 2007 öffnete die Neue Synagoge. 2010 beteiligte sich Bochum an der Kulturhauptstadt Ruhr mit Projekten wie Schachtzeichen, Still-Leben und Urbanatix. 2015 wurde das Opel-Werk als Produktionsstandort geschlossen; auf dem Gelände entstand Mark 51°7. Bis Oktober 2023 waren dort über 90 % der Fläche vermarktet und Verträge mit über 25 Unternehmen abgeschlossen. Ende 2021 gab es 2.000 Arbeitsplätze.
Die Hochschulen entwickelten sich zum größten Arbeitgeberverbund Bochums mit mehr als 6.000 Beschäftigten. 2009 wurde die Hochschule für Gesundheit gegründet, 2015 bezog sie Gebäude auf dem Gesundheitscampus. 2015 eröffnete das Museum unter Tage, 2016 das Anneliese Brost Musikforum Ruhr als erste eigene Spielstätte der Bochumer Symphoniker. Weitere wichtige Entwicklungen waren das Exzenterhaus 2013, die Einstellung der eigenen Trinkwasserproduktion 2015, der neue Zentrale Busbahnhof 2018 und die Städtepartnerschaft mit der japanischen Universitätsstadt Tsukuba 2019. Bochum wandelte sich damit von der Montanstadt zu einem Standort, der nach eigener Darstellung auf „Wissen schafft Wirtschaft“ setzt.