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German Marshall Fund
... Marshallplan in die Geschichte eingegangene European Recovery Program (1947) zum Wiederaufbau Europas nach Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet. Die …
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Aufgabe und Bedeutung
Der German Marshall Fund of the United States (GMF) ist eine US-amerikanische Stiftung und Denkfabrik mit Sitz in Washington, D.C. Er fördert transatlantische Beziehungen, also die Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der GMF hat 160 Mitarbeiter; Leiterin ist Alexandra de Hoop Scheffer.
Seine Aufgabe ist es, das Verständnis zwischen Europäern und US-Amerikanern zu vertiefen, Zusammenarbeit zu unterstützen und praktische Erfahrungen auszutauschen. Dafür fördert der GMF sowohl einzelne Personen als auch Institutionen. Büros befinden sich in Berlin, Paris, Brüssel, Belgrad, Bukarest, Warschau und Ankara.
Fördergrundsätze
Geförderte Projekte müssen Themen behandeln, die für europäische Länder und die USA wichtig sind. Außerdem müssen sie Menschen oder Institutionen auf beiden Seiten des Atlantiks einbeziehen.
Besonders gefördert werden Führungskräfte, die sich für transatlantische Beziehungen engagieren. Projekte sollen Erfahrungen und Innovationen übertragen und möglichst Praktiker sowie Politiker beteiligen.
Entstehung und Finanzierung
Guido Goldman, damals Leiter des Minda de Gunzburg Center for European Studies der Harvard University, begann 1970 Gespräche mit deutschen Regierungsvertretern. Anlass war das bevorstehende 25-jährige Jubiläum des Marshallplans. Die Regierung von Willy Brandt gründete die Stiftung 1972 durch eine Schenkung der Bundesrepublik Deutschland.
Die Schenkung sollte der Bevölkerung der USA danken und an das European Recovery Program von 1947 erinnern, das als Marshallplan bekannt wurde und Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufbauen sollte. Die Bundesrepublik stellte über 15 Jahre 150 Mio. DM bereit. Das Geld finanzierte Projekte und baute zugleich Stiftungskapital auf.
1986 sagte Helmut Kohl weitere 100 Mio. DM zu: zehn Jahre lang jeweils 10 Mio. DM. Im Jahr 2000 ergänzte der deutsche Bundestag 15 Mio. DM, verteilt über zehn Jahre. Heute stammen die Mittel aus Spenden, Fördergeldern, etwa aus EU-Programmen, sowie Erträgen aus dem Stiftungsvermögen. Besonders deutsche, US-amerikanische und EU-Regierungen finanzieren die Stiftung.
Seit 2011 liegen die Assets, darunter Stiftungskapital wie Immobilien und Kapitalanlagen, bei 175–227 Mio. $. Die jährlichen Ausgaben betragen 30–39 Mio. $; davon entfallen 8–15 Mio. $ auf Verwaltung, etwa Personal, Mieten und Spendenakquise. Im März 2018 erklärte Russland die Stiftung zur „unerwünschten Organisation“.
Beispiele geförderter Personen
Zu den genannten geförderten Personen zählen Annalena Baerbock, Cem Özdemir, Robert Kagan, Constanze Stelzenmüller und Celeste A. Wallander.