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Geographie von Thailand

Thailand hat ein tropisch-monsunales Klima. Der typische Temperaturbereich liegt bei einem Jahresdurchschnitt zwischen 28 °C und 19 °C. Der Südwest-Monsun …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Lage und Grunddaten
  2. 2. Fläche, Küsten und Grenzen
  3. 3. Landschaften und Entwässerung
  4. 4. Tropisch-monsunales Klima
  5. 5. Ressourcen, Landnutzung und Umweltprobleme

Lage und Grunddaten

Die Geographie Thailands beschreibt die physische Beschaffenheit des Staatsgebiets und die dadurch bedingte Wechselwirkung zwischen diesem Lebensraum und seinen Bewohnern. Thailand liegt in der Mitte des südostasiatischen Festlands. Das Land reicht von den südöstlichen Ausläufern des Himalaja-Gebirges bis zum Mekong, im Süden bis etwa zur Mitte der Malaiischen Halbinsel sowie zum Golf von Thailand und zur Andamanensee des Indischen Ozeans.

Thailand liegt ungefähr bei 15° nördlicher Breite und 100° östlicher Länge. Seine Lage zwischen Ostasien, Malaysia und Singapur war für Gesellschaft und Kultur bedeutsam. Durch das Gebiet verlief sowohl die einzige begehbare Landverbindung zwischen China und Indien als auch eine wichtige Seeverbindung zwischen diesen beiden asiatischen Regionen.

Fläche, Küsten und Grenzen

Thailand hat eine Fläche von 514.000 km². Davon entfallen 511.770 km² auf Land und 2230 km² auf Wasser. Die gesamte Grenze ist 4863 km lang; die Landgrenzen verteilen sich auf Myanmar mit 1800 km, Laos mit 1754 km, Kambodscha mit 803 km und Malaysia mit 506 km. Die Küstenlinie ist 3219 km lang.

Der Kontinentalschelf umfasst die Wasserfläche bis zu einer Tiefe von 200 m. Die ausschließliche Wirtschaftszone reicht 200 nautische Meilen beziehungsweise 370 km, die territoriale See 12 nautische Meilen beziehungsweise 22 km weit. Bei den Angaben zur höchsten Erhebung nennt der Artikel sowohl 2565 m als auch 2576 m; die Werte sind daher widersprüchlich.

Thailand grenzt an Myanmar, Malaysia, Laos und Kambodscha. Viele Grenzlinien folgen natürlichen topographischen Formen, beispielsweise dem Mekong. Der Grenzverlauf im Osten zu Laos und Kambodscha ist in einzelnen Gebieten noch umstritten. Ein bekanntes Beispiel ist die Grenze beim Tempel Preah Vihear, über die der Internationale Gerichtshof 1962 zugunsten Kambodschas entschied.

Landschaften und Entwässerung

Die wichtigsten Landschaftsformen Thailands sind die Gebirge im Norden, die Zentralebene des Chao Phraya und das Khorat-Plateau.

Die Gebirge liegen vor allem in Nordthailand. Sie ziehen sich entlang der Grenze zu Myanmar nach Süden bis zur Malaiischen Halbinsel. Die Zentralebene ist eine Tiefebene. Sie wird vom Mae Nam Chao Phraya und seinen Zuflüssen in die Bucht von Bangkok im Golf von Thailand entwässert. Dieses Flusssystem ist das Hauptgewässer des Landes und entwässert etwa 30 % der gesamten Landfläche.

Das Khorat-Plateau liegt in der nordöstlichen Region Isan. Es besteht aus einer Hügellandschaft mit flachen Seen und Zuflüssen zum Mekong. Der Mekong bildet dort auch den östlichen Grenzfluss und mündet in Vietnam in das Südchinesische Meer.

Chao Phraya und Mekong sind für die thailändische Reiswirtschaft und den Transport auf Binnengewässern besonders wichtig. An den Küsten gibt es unter anderem Kalkfelsen, Kegelberge, ausgedehnte Höhlensysteme, Mangrovenwälder, Salzseen und Brackwassergebiete. Der tiefste Punkt liegt bei 0 m; als höchster Punkt werden im Artikel 2576 m genannt.

Tropisch-monsunales Klima

Thailand besitzt ein tropisch-monsunales Klima. Der typische Temperaturbereich liegt bei einem Jahresdurchschnitt zwischen 28 °C und 19 °C. Der Südwest-Monsun setzt zwischen Mai und Juli ein und kündigt die Regenzeit an. Diese endet etwa im Oktober bis Anfang Dezember. Danach folgt die trockene Jahreszeit mit relativ niedrigen Durchschnittstemperaturen.

Im Januar beginnen die Temperaturen zu steigen. Ihren Höhepunkt erreichen sie im April und Mai. Die trockene Jahreszeit dauert im Nordosten des Landes am längsten. Die meisten Gebiete erhalten ausreichend Niederschläge. Im Nordosten erschwert jedoch der rote Laterit-Boden die Landwirtschaft, weil er Wasser nur unzureichend speichern kann. Dadurch sind die landwirtschaftlichen Möglichkeiten dort bedeutend begrenzt.

Ressourcen, Landnutzung und Umweltprobleme

Zu den natürlichen Vorkommen Thailands gehören Blei, Erdgas, Fisch, Fluor, Gips, Gummi, Lignit, Tantal, Teakholz, Wolfram und Zinn.

34 % der Fläche gelten als kulturfähiges Land. Davon entfallen 6 % auf Felder und 2 % auf Wiesen. Waldland macht 26 % aus, sonstige Flächen 32 %. Die Fläche des künstlich bewässerten Landes wurde für 1993 auf 44.000 km² geschätzt.

Zu den Naturkatastrophen zählen Überschwemmungen und Trockenheit, besonders im Isan. Im Raum Bangkok sinkt das Land infolge der Absenkung des Grundwasserspiegels ab. Weitere Umweltprobleme sind Luftverschmutzung durch Schadstoffemissionen, Wasserverschmutzung durch Fabriken, der Abbau tropischer Regenwälder, Bodenerosion und die Gefährdung von Tierarten durch illegale Jagd.

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