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Götterwelt
Unter Götterwelt wird die Gesamtheit von Göttern einer polytheistischen- und polylatrischen Religion oder Mythologie verstanden. In den meisten Religionen, …
Begriff und Bedeutung
Die Götterwelt ist die Gesamtheit der Götter einer polytheistischen und polylatrischen Religion oder Mythologie. Polytheistisch bedeutet, dass an mehrere oder viele Götter geglaubt wird; polylatrisch bedeutet, dass mehrere Gottheiten verehrt werden.
In vielen solchen Religionen stellt man sich vor, dass die Götter in einer eigenen, unsichtbaren Welt „leben“. Diese Götterwelt kann an bestimmte Orte gebunden sein, die den Göttern vorbehalten sind. Ein Beispiel ist die griechische Mythologie: Die wichtigsten griechischen Götter residieren auf dem Olymp.
Abgrenzung zum Pantheon
Der religionswissenschaftliche Begriff „Pantheon“ ist nicht ganz gleichbedeutend mit „Götterwelt“. Ein Pantheon ist meist mit der Vorstellung verbunden, dass es unter den Göttern eine Rangordnung gibt.
„Götterwelt“ ist allgemeiner. Der Begriff meint die Gesamtheit der Götter eines Kulturraumes. Diese Gesamtheit muss aber nicht schon in der Antike als organisierte Struktur verstanden worden sein.
Beispiele für Götterwelten
Götterwelten kommen in vielen Religionen und Mythologien vor. Genannt werden unter anderem die ägyptische Mythologie, die altarabische Religion, angelsächsische Gottheiten, die aztekische Götterwelt, das babylonische Pantheon, die chinesische Götterwelt beziehungsweise das Pantheon des Daoismus, die elamische Religion, die germanische Mythologie und die griechische Mythologie.
Weitere Beispiele sind das hethitische Pantheon, die indische Mythologie beziehungsweise der Hinduismus, Inka-Gottheiten, japanische Götter im Shintō, die keltische Mythologie, luwische Gottheiten, Maya-Gottheiten, die nordische Mythologie, die römische Mythologie, das sumerische Pantheon und die ugaritische Religion.