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Frauenpolitik
Jedoch legt das Grundgesetz im Artikel 3, Absatz 2, die Gleichberechtigung bereits als Tatsache generell fest. Diese Gleichheits-Grundrechte binden seither die …
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Begriff und Ziel
Frauenpolitik bezeichnet Maßnahmen und politische Einflussnahme auf staatlicher, institutioneller oder gesellschaftlicher Ebene, die die Situation von Frauen verbessern sollen. Im engeren Sinn wird der Begriff heute häufig für Politik zur Gleichstellung von Frauen und Männern verwendet.
Welche Ziele und Maßnahmen als frauenpolitisch gelten, hängt stark von philosophischen, religiösen und ideologischen Grundannahmen ab. Das Grundgesetz legt in Artikel 3 Absatz 2 die Gleichberechtigung generell als Tatsache fest. Diese Gleichheits-Grundrechte binden seitdem die drei Staatsgewalten in Deutschland.
Politische Einordnung und Frauenbewegung
Auf staatlicher Ebene gilt Frauenpolitik häufig als mit Familienpolitik verbundenes Teilgebiet der Sozialpolitik. Zuständigkeiten werden deshalb organisatorisch, etwa in einem Frauenministerium und in Gesetzgebungsverfahren, mit familienpolitischen Aufgaben zusammengefasst. In Deutschland besteht dafür das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Frauenpolitik ist eng mit der Frauenbewegung verbunden. Diese soziale Bewegung setzt sich für die Rechte von Frauen in der Gesellschaft ein. Sie kann lokal, regional, staatsweit oder international auftreten. Außerdem kann sie individuell als Ausdruck einer heute als feministisch bezeichneten Absicht in verschiedenen Kunstformen erscheinen.
Die Frauenpolitik der DDR
Die gesetzliche Grundlage der Frauenpolitik der DDR war das 1950 beschlossene Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau. Ein Schwerpunkt war die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für Frauen in der DDR galt die eigene Berufstätigkeit als Normalfall.
Bis 1989 gelang es dem SED-Staat aus unterschiedlichen Motiven, nahezu 92 Prozent der Frauen in den Erwerbssektor zu integrieren. Diese vergleichsweise hohe weibliche Erwerbsquote wurde von einem hohen Anteil von Kindern in staatlichen Betreuungseinrichtungen begleitet. Darin lag ein deutlicher Unterschied zur Bundesrepublik.
Frauen in der DDR mussten die Lebensbereiche Beruf und Familie miteinander in Einklang bringen. Die sogenannte Gleichstellungspolitik beeinflusste sowohl ihre Situation im Erwerbssektor als auch ihre Lebenssituation innerhalb der Familien.