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Englische Grammatik
Im Englischen werden üblicherweise acht Wortarten (parts of speech) unterschieden: Substantive, Determinatoren, Pronomen, Verben, Adjektive, Adverbien, …
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Grundstruktur und Satzbau
Die englische Grammatik beschreibt die Struktur von Wörtern, Phrasen und Sätzen des heutigen Standardenglisch. Der Artikel weist selbst darauf hin, dass er überarbeitungsbedürftig, unvollständig und teilweise ungenau sei; diese Einschränkung sollte bei der Nutzung als Lernmaterial beachtet werden.
Modernes Englisch hat das flektierende Kasussystem des Altenglischen weitgehend aufgegeben. Auch das grammatische Geschlecht bei Substantiven und viele Verbflexionen sind verschwunden. Deshalb ist die Wortstellung besonders wichtig. Die Grundstellung lautet Subjekt – Prädikat/Verb – Objekt, also SPO. Englisch ist im Gegensatz zum Deutschen keine Verbzweit-Sprache.
Orts- und Zeitangaben stehen meist am Satzanfang oder am Satzende hinter dem Objekt. Am Satzende gilt: Ort vor Zeit („place before time“), und mehrere Orts- oder Zeitangaben werden vom Genaueren zum Ungenaueren angeordnet. Angaben der Art und Weise stehen in der Regel vor Orts- und Zeitangaben: Wie? – Wo? – Wann?
Häufigkeitsangaben stehen nicht einfach am Satzende. Besteht das Prädikat aus einem Wort, stehen sie zwischen Subjekt und Prädikat: „I never drink alcohol.“ Besteht das Prädikat aus mehreren Wörtern, stehen sie nach dem ersten Wort: „I will always love you.“ Manche Häufigkeitsadverbien wie „often“, „usually“, „sometimes“ und „occasionally“ können zur Betonung auch am Satzanfang stehen.
Bei zwei Objekten steht normalerweise zuerst das indirekte Objekt und danach das direkte Objekt: „I gave you the book.“ Eine Umstellung ist nur mit Präposition möglich: „I gave the book to you.“ Diese feste Stellung hängt damit zusammen, dass Kasus im Englischen meist nicht an deklinierten Formen erkennbar ist.
Substantive, Artikel und Pronomen
Im Englischen werden üblicherweise acht Wortarten unterschieden: Substantive, Determinatoren, Pronomen, Verben, Adjektive, Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen.
Substantive bilden den Plural meistens mit dem Suffix „-s“ ohne Apostroph. Die Aussprache hängt vom vorhergehenden Laut ab: [s] nach stimmlosen Konsonanten, [z] nach stimmhaften Konsonanten und Vokalen, [ɨz] nach Zischlauten. Einige Wörter haben besondere Pluralformen, etwa „ox – oxen“, Ablautformen wie „man – men“, „foot – feet“, „goose – geese“, „tooth – teeth“, „mouse – mice“, „woman – women“, oder keine besondere Pluralform wie „sheep“, „fish“, „deer“, „cattle“ und „moose“. Fremdwörter behalten teilweise ihre ursprüngliche Pluralform.
Der englische Genitiv ist ein possessiver oder attributiver Genitiv. Er steht meist direkt vor dem Bezugswort und wird im Singular mit Apostroph und s-Laut geschrieben: „Janie’s restaurant“, „the Lord’s prayer“, „the river’s course“. Im regelmäßigen Plural wird nur ein Apostroph an das Plural-s angefügt: „the Clarks’ house“. Bei unregelmäßigem Plural steht wieder „-’s“: „Children’s toys should be checked properly.“ Andere Genitivfunktionen werden mit „of“ ausgedrückt oder damit geteilt, etwa „the Marquis of Carabas“ oder „ace of spades“.
Moderne englische Substantive haben kein grammatisches Geschlecht. Das natürliche Geschlecht kann aber bei Personalpronomen eine Rolle spielen, zum Beispiel „she“ für „woman“, „girl“, „aunt“, „stewardess“ und „wife“. Auch Schiffe, seltener Flugzeuge, Kirchen, Inseln und Staaten können als weiblich angesprochen werden.
Der bestimmte Artikel ist „the“, der unbestimmte Artikel ist „a“ vor gesprochenem Konsonanten und „an“ vor gesprochenem Vokal. Entscheidend ist also die Aussprache: „a uniform“, „a university“, „a UFO“, „a European“, aber „an uncle“ und „an understatement“; außerdem „a horse“, „a house“, „a home“, aber „an hour“ und „an honour“. Artikel werden im Englischen nicht dekliniert. Pronomen unterscheiden Formen wie Subjektform („I“, „you“, „he“, „she“, „it“, „we“, „they“), Objektform („me“, „him“, „her“, „us“, „them“), Possessivformen („my/mine“, „your/yours“, „his“, „her/hers“, „our/ours“, „their/theirs“) und Reflexivpronomen („myself“, „yourself“, „himself“, „herself“, „ourselves“, „themselves“).
Verben, Hilfsverben und do-support
Das moderne Englisch hat viele frühere Flexionsformen aufgegeben und ist stark analytisch aufgebaut. Bei regulären Verben ist die Form im Simple Present meist der Wortstamm; in der 3. Person Singular kommt „-s“ hinzu: „She speaks.“ Bei Verben wie „go“ steht „-es“: „He goes.“ Das Verb „to be“ hat eigene Formen: „I am“, „he is“, „we/you/they are“.
Zu jeder Zeitform gibt es im Englischen eine Verlaufsform, die ausdrückt, dass eine Handlung im jeweiligen Moment gerade abläuft. Sie wird mit einer Form von „to be“ und dem Present Participle, der „-ing“-Form, gebildet. Im Deutschen gibt es dafür keine direkte Standardentsprechung; sinngemäß können Ausdrücke wie „gerade“ oder umgangssprachlich Formen wie „Ich bin am Arbeiten“ verwendet werden.
Unregelmäßige Verben bilden ihre drei Stammformen nicht regelmäßig. Beispiel: „to go“ mit „I go“, „I went“, „I have gone“. Die Zahl der englischen starken Verben wird unterschiedlich eingeschätzt, ungefähr zwischen 170 und 300. Einige häufige Verben können in Vergangenheit und Partizip entweder „-ed“ oder „-t“ haben, zum Beispiel „learned“ oder „learnt“. Der Artikel nennt außerdem einen langfristigen Regularisierungsprozess, bei dem starke Formen durch schwache Formen ersetzt werden; der Anteil starker Formen sei von rund 25 % in der angelsächsischen Literatur auf ungefähr 3 % gesunken.
Hilfsverben werden für Fragen, Verneinungen, normale Aussagen und Question Tags benutzt. Zu den Hilfsverben gehören „be“, „have“ und „do“, die auch Vollverben sein können. Modalverben wie „can“, „may“, „must“, „need“, „will“, „shall“, „should“, „ought to“, „used to“ und „dare to“ stehen mit einem Vollverb. Meist folgt der Infinitiv ohne „to“; Ausnahmen sind „ought to“, „used to“ und „dare to“. Modalverben haben kein „-s“ in der 3. Person Singular und werden nicht mit do-support gebildet. Bei „must“ ist wichtig: „must“ bedeutet „müssen“, „must not“ bedeutet „nicht dürfen“; die Verneinung im Sinn von „nicht müssen“ ist „need not“.
Do-support ist ein typisches Merkmal der englischen Grammatik. Bei Vollverben wird „do“ in drei Fällen gebraucht: zur Verneinung, in Fragen und zur Emphase. Verneinung: Statt „I saw him not“ heißt es „I did not see him.“ Auch der verneinte Imperativ nutzt „do“: „Don’t go!“ Fragen mit Vollverb brauchen ebenfalls „do“, sofern kein anderes Hilfsverb vorhanden ist: „When did you arrive?“ und „Do you understand this?“ Eine Ausnahme sind Fragen, in denen das Fragepronomen selbst Subjekt ist: „Who claims that this method is wrong?“ Zur Betonung kann „do“ auch in Aussagesätzen stehen: „O yes, I do remember.“ Die umgangssprachliche Form „ain’t“ kann unter anderem „am not“, „aren’t“, „isn’t“, „haven’t“ und „hasn’t“ ersetzen.
Zeitformen der Gegenwart und Vergangenheit
Das Simple Present ist die einfache Gegenwartsform. Es wird für Handlungen in der Gegenwart verwendet, die aufeinander folgen oder allgemein gültig sind, und kann auch Zukunft ausdrücken. Die Verneinung wird mit „do not“ gebildet, in der 3. Person Singular mit „does not“: „It does not hurt.“ In Fragen steht „do“ oder „does“ vor dem Subjekt: „Do you like apples?“
Das Present Progressive, auch Present Continuous, wird mit einer Form von „to be“ im Simple Present und dem Present Participle gebildet: „We are leaving Las Vegas.“ Verneint wird mit „not“ vor dem Partizip: „You are not reading this book.“ Fragen entstehen durch Voranstellen der Form von „to be“: „Is it screaming?“ Es beschreibt Handlungen, die gerade ablaufen oder zeitlich begrenzt sind, und kann auch Zukunft ausdrücken.
Für die Vergangenheit nennt der Artikel Simple Past, Past Progressive, Present Perfect Simple, Present Perfect Progressive, Past Perfect Simple und Past Perfect Progressive. Das Simple Past wird bei regelmäßigen Verben mit „-ed“ gebildet: „He walked to the store.“ Bei unregelmäßigen Verben steht die zweite Form. Verneinung und Frage werden mit „did“ plus Wortstamm gebildet: „He did not shoot“, „Did she love you?“ Es wird für aufeinanderfolgende vergangene Handlungen, unterbrechende Handlungen, Handlungen mit bekanntem Zeitpunkt und abgeschlossene Handlungen ohne Einfluss auf die Gegenwart verwendet.
Das Past Progressive besteht aus „was“ oder „were“ und Present Participle: „He was going to school.“ Es bezeichnet Handlungen, die zu einem Zeitpunkt in der Vergangenheit gerade abliefen, durch andere Handlungen unterbrochen wurden oder gleichzeitig abliefen.
Das Present Perfect Simple besteht aus „have/has“ und Past Participle: „You have not dreamed“, „Have I left the room?“ Es wird verwendet, wenn das Ergebnis betont wird, wenn Handlungen bis in die Gegenwart andauern, eben abgeschlossen wurden oder noch Einfluss auf die Gegenwart haben. Das Present Perfect Progressive besteht aus „have/has been“ und Present Participle: „She has been laughing.“ Es betont die Handlung selbst oder ihre Dauer.
Das Past Perfect Simple wird mit „had“ und Past Participle gebildet: „We had shouted.“ Es beschreibt Handlungen vor einem Zeitpunkt in der Vergangenheit oder betont, dass etwas stattgefunden hat. Das Past Perfect Progressive besteht aus „had been“ und Present Participle: „You had been losing.“ Es betont eine frühere Handlung oder ihre Dauer.
Zukunft und Konditional
Für die Zukunft nennt der Artikel Future I Simple mit Future I Progressive sowie Future II Simple mit Future II Progressive. Zukunft kann außerdem mit dem Simple Present ausgedrückt werden, wenn eine Handlung festgelegt oder regelmäßig ist, zum Beispiel bei Fahrplänen: „The train leaves at 9.30 p.m.“ Für fest vereinbarte zukünftige Handlungen kann auch das Present Progressive stehen: „Tonight we are watching a film.“
Das Future I Simple wird entweder mit „will“ oder mit „going to“ gebildet. „Will“ steht bei nicht beeinflussbaren Ereignissen, spontanen Entschlüssen oder Vermutungen: „She will go.“ Verneint wird mit „will not“ oder „won’t“, gefragt durch Voranstellen von „will“. In Großbritannien verwenden manche in der 1. Person auch „shall“ und „shall not“. „Going to“ steht bei bereits bestehenden Absichten und logischen Schlussfolgerungen: „She is going to watch TV.“
Das Future I Progressive wird mit „will be“ und Present Participle gebildet: „I will be eating.“ Es beschreibt Handlungen, die in der Zukunft gerade ablaufen, oder sichere beziehungsweise selbstverständliche Handlungen. Das Future II Simple wird mit „will have“ und Past Participle gebildet: „You will have done this.“ Es bezeichnet Handlungen, die in der Zukunft bereits abgeschlossen sein werden. Das Future II Progressive wird mit „will have been“ und Present Participle gebildet: „She will have been speaking“ und betont dabei die Dauer.
Der Konditionalis hat Conditional I Simple, Conditional I Progressive, Conditional II Simple und Conditional II Progressive. Conditional I Simple wird mit „would“ und Wortstamm gebildet: „He would speak.“ Es steht für Geschehnisse, die möglicherweise eintreten könnten; auch „could“ und „might“ können verwendet werden. Conditional I Progressive lautet „would be“ plus Present Participle und betont Handlung oder Dauer.
Conditional II Simple wird mit „would have“ und Past Participle gebildet: „He would have taken it.“ Es wird für Ereignisse verwendet, die möglicherweise in der Vergangenheit hätten eintreten können. Conditional II Progressive wird mit „would have been“ und Present Participle gebildet und betont ebenfalls Handlung oder Dauer. Der Artikel nennt verschiedene Muster hypothetischer Aussagen, zum Beispiel „If + I do, I will do“, „If + I did, I would do“ und „If + I had done, I would have done“.
Passiv
Das englische Passiv wird mit einer Form von „to be“ und dem Past Participle gebildet. Es entspricht funktional dem deutschen Passiv, verwendet aber „to be“ statt „werden“. Beim Umformen wird das Objekt des Aktivsatzes zum Subjekt des Passivsatzes. Danach folgt die passende Form von „to be“ in der Zeitform des aktiven Vollverbs und schließlich das Vollverb im Past Participle: „Someone will teach the children“ wird zu „The children will be taught.“
Eine Verlaufsform des Passivs gibt es laut Artikel nur im Simple Present und Simple Past. Im Present Passive Progressive steht eine passende Form von „to be“, dann „being“ und das Past Participle: „He is being beaten.“ Im Past Passive Progressive steht entsprechend die Simple-Past-Form von „to be“: „He was being beaten.“ Beispiele sind „I am driven“ und „I am being driven“ sowie „I have already been driven“, wobei die Verlaufsform hier entfällt.
Soll im Passiv der Handelnde genannt werden, verwendet man den by-agent. Das Subjekt des Aktivsatzes erhält dabei „by“: „The king invited the queen“ wird zu „The queen was invited by the king.“
Eine Besonderheit des Englischen ist, dass ein Passiv nicht nur aus dem direkten Objekt, sondern auch aus dem indirekten Objekt gebildet werden kann: „He was given a push“ oder „I was told quite an interesting story.“ Auch Präpositionalobjekte können in Passivkonstruktionen erscheinen, etwa „The tunnel has been gone into“ und „They have not been heard from yet.“
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