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Emma Watson

Emma Charlotte Duerre Watson (* 15. April 1990 in Paris, Frankreich) ist eine britische Schauspielerin und Synchronsprecherin, die durch die Rolle der …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Ausbildung
  2. 2. Schauspielkarriere und weitere Tätigkeiten
  3. 3. Politisches und gesellschaftliches Engagement
  4. 4. Panama Papers und Immobilienkäufe
  5. 5. Auszeichnungen und Anerkennung

Überblick und Ausbildung

Emma Charlotte Duerre Watson, geboren am 15. April 1990 in Paris, ist eine britische Schauspielerin und Synchronsprecherin. Weltweit bekannt wurde sie als Hermine Granger in den Verfilmungen der Harry-Potter-Romane. Neben ihrer Arbeit beim Film war sie als Model tätig und engagiert sich besonders für Frauen- und Mädchenrechte, Gleichberechtigung, Umweltgerechtigkeit und Klimaschutz.

Watson wurde als Kind zweier Anwälte geboren und lebte bis zu ihrem fünften Lebensjahr in Paris. Nach der Scheidung ihrer Eltern im Jahr 1995 zog sie mit ihrer Mutter und ihrem drei Jahre jüngeren Bruder nach Oxford; ihr Vater lebte fortan in London.

Von 2009 bis 2011 studierte Watson Literatur an der Brown University in den USA. Danach setzte sie das Studium am Worcester College der Universität Oxford fort. Im Mai 2014 erhielt sie von der Brown University den Bachelor-Abschluss in englischer Literatur. 2023 begann sie an der Universität Oxford ein Teilzeit-Master-Fernstudium in Creative Writing, also kreativem Schreiben.

Schauspielkarriere und weitere Tätigkeiten

Schon als Siebenjährige gewann Watson den ersten Preis bei der Daisy Pratt Poetry Competition, einem Gedicht-Vortragswettbewerb ihrer Schule in Oxford. Im Jahr 2000 setzte sie sich beim Casting für Harry Potter und der Stein der Weisen gegen rund 4000 Bewerberinnen durch. Der Erfolg des 2001 erschienenen Films machte sie ebenso wie Daniel Radcliffe und Rupert Grint weltweit bekannt. Watson spielte Hermine Granger in allen acht Harry-Potter-Filmen bis Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 von 2011.

Nach und während dieser Filmreihe übernahm sie weitere unterschiedliche Rollen. Dazu gehören der Fernsehfilm Ballet Shoes (2007), die Sprechrolle der Prinzessin Pea in Despereaux – Der kleine Mäuseheld (2008), My Week with Marilyn (2011), Vielleicht lieber morgen (2012), The Bling Ring und Das ist das Ende (beide 2013), Noah (2014), Regression und Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück (beide 2015). Colonia Dignidad behandelt die Gräueltaten der auslandsdeutschen Sekte Colonia Dignidad; Watson spielte darin an der Seite von Daniel Brühl.

2017 verkörperte sie in The Circle eine College-Absolventin, die bei einem Technologieunternehmen beginnt, das Informationen über die Bevölkerung sammelt. Im selben Jahr spielte sie die Hauptrolle in der Neuverfilmung von Die Schöne und das Biest. 2019 folgte Little Women. Beim Kurzfilm Prada Paradoxe von 2022 führte sie zusätzlich Regie. Im selben Jahr war sie im Fernsehspecial Harry Potter 20th Anniversary: Return to Hogwarts zu sehen. Bereits 2010 trat sie außerdem im Musikvideo Say You Don’t Want It der Band One Night Only auf.

In deutschen Synchronfassungen wird Watson normalerweise von Gabrielle Pietermann gesprochen; in Colonia Dignidad übernahm Miriam Stein ihre Synchronisation. Von Sommer 2009 bis Sommer 2010 arbeitete Watson als Model für die britische Bekleidungsmarke Burberry und das Öko-Label People Tree. Im Juni 2020 wurde sie in den Verwaltungsrat des französischen Modekonzerns Kering berufen.

Politisches und gesellschaftliches Engagement

Seit Juni 2014 ist Watson UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte. Bei einer Reise nach Uruguay betonte sie die Bedeutung von Frauen für die politische Willensbildung. Gemeinsam mit UN Women entwickelte sie die Kampagne HeForShe. Diese soll Männer und Jungen dazu bewegen, sich ebenfalls für die Rechte von Frauen und Mädchen einzusetzen. Im Januar 2015 sprach Watson beim Weltwirtschaftsforum über die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen.

Anfang Januar 2016 gründete sie auf der Plattform Goodreads den feministischen Lesezirkel Our Shared Shelf („unser gemeinsames Bücherregal“). Er stand unter dem Slogan Feminism is for everyone („Feminismus ist für jeden“) und erreichte innerhalb eines Monats mehr als 100.000 Mitglieder, womit er zur größten Gruppe der Plattform wurde. Jeden Monat sollte ein Buch vorgestellt werden; den Anfang bildete Gloria Steinems Autobiografie My Life on the Road.

Am 21. Januar 2017 nahm Watson am Women’s March on Washington teil, einem Teil der weltweiten Proteste gegen Donald Trump nach dessen Amtseinführung. Darüber hinaus setzt sie sich für Umweltgerechtigkeit und Klimaschutz ein. Beim Earthshot Prize 2021 präsentierte sie die Kategorie Fix our Climate, die Enapter gewann. Während der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow moderierte sie unter anderem eine Podiumsveranstaltung, an der auch Greta Thunberg teilnahm.

Panama Papers und Immobilienkäufe

Im Zusammenhang mit den Panama Papers wurde bekannt, dass Watson eine Immobilie im Wert von mehr als einer Million US-Dollar über eine 2013 gegründete Briefkastenfirma erworben hatte. Eine Briefkastenfirma ist ein rechtlich registriertes Unternehmen, das am angegebenen Sitz normalerweise keine eigene Geschäftstätigkeit ausübt. Ein offizieller Sprecher erklärte, die Konstruktion habe Watsons Privatsphäre schützen sollen und ihr keinen finanziellen Vorteil verschafft. Über ihre Offshorefirma Falling Leaves Ltd auf den Britischen Jungferninseln kaufte sie außerdem eine Wohnung für 2,8 Millionen Pfund.

Auszeichnungen und Anerkennung

Watson erhielt zahlreiche Preise und Nominierungen, besonders für ihre Rollen in Harry Potter, Vielleicht lieber morgen und Die Schöne und das Biest. 2002 gewann sie für Harry Potter und der Stein der Weisen den Young Artist Award als beste Jungschauspielerin in der Hauptrolle eines Spielfilms. 2003 wurde sie für Harry Potter und die Kammer des Schreckens bei den Phoenix Film Critics Awards als beste Jungschauspielerin in einer Haupt- oder Nebenrolle ausgezeichnet.

Von 2003 bis 2007 erhielt sie jährlich einen Bravo Otto in der Kategorie „Kinostar“ beziehungsweise 2004 „Weiblicher Filmstar“: 2003 Silber, 2004 Bronze sowie 2005, 2006 und 2007 Gold. Weitere Erfolge waren unter anderem der ITV National Film Award und der UK Nickelodeon Kids’ Choice Award als beste Schauspielerin im Jahr 2007. Für Harry Potter und die Heiligtümer des Todes gewann sie 2011 mehrere Teen Choice Awards. Für Vielleicht lieber morgen erhielt sie 2012 den San Diego Film Critics Choice Award als beste Nebendarstellerin sowie 2013 einen People’s Choice Award und den MTV Trailblazer Award.

2014 wurde Watson bei den Britannia Awards als British Artist of the Year und bei den British Fashion Awards für den Best British Style ausgezeichnet. Bei den MTV Movie & TV Awards 2017 gewann sie für Die Schöne und das Biest als bester Filmschauspieler; hinzu kamen Teen Choice Awards für diesen Film und The Circle. 2018 wurde sie für eine Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin nominiert. 2023 erhielt sie in den USA für die Single Belle aus Die Schöne und das Biest eine Goldene Schallplatte.

Weitere Formen der Anerkennung waren der Style Icon Award bei den Elle Style Awards 2011 und die Einladung als Neumitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences im Jahr 2016. Bereits im Juli 2007 hatten Watson, Daniel Radcliffe und Rupert Grint ihre Hand-, Fuß- und Zauberstababdrücke vor dem Grauman’s Chinese Theatre in Los Angeles hinterlassen.

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