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Bewegungszustand
Die gleichförmige Bewegung ist ein Beispiel für eine Bewegung, bei der der Bewegungszustand unverändert bleibt. Dagegen wird bei einer gleichförmigen …
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Definition und Bestandteile
Der Bewegungszustand bezeichnet in der Mechanik die momentane Bewegung eines Körpers. Er kann aus einer Translationsbewegung, einer Rotationsbewegung oder aus beiden bestehen.
Bei der Translation wird der Bewegungszustand durch die momentane Geschwindigkeit des Massenmittelpunkts beschrieben. Diese Geschwindigkeit ist eine vektorielle Größe: Entscheidend sind sowohl ihr Betrag als auch ihre Richtung. Wird ein Körper schneller oder langsamer oder ändert er nur seine Bewegungsrichtung, verändert sich sein Bewegungszustand. Der Impuls ist ein quantitatives Maß für den translatorischen Bewegungszustand.
Rotiert ein Körper um seinen Massenmittelpunkt, gehört auch diese Rotation zum Bewegungszustand. Ihr Maß ist der Drehimpuls.
Unveränderter und veränderter Bewegungszustand
Bei einer gleichförmigen Bewegung bleibt der Bewegungszustand unverändert, weil Betrag und Richtung der Geschwindigkeit konstant sind.
Bei einer gleichförmigen Kreisbewegung bleibt der Bewegungszustand dagegen nicht erhalten. Obwohl der Betrag der Geschwindigkeit gleich bleibt, ändert sich ihre Richtung fortwährend.
Trägheit und äußere Kräfte
Der Trägheitssatz, auch erstes newtonsches Gesetz der Mechanik genannt, besagt: Ein Körper, der nicht von äußeren Kräften beeinflusst wird, verharrt in seinem Bewegungszustand. Dieses Bestreben, den Bewegungszustand beizubehalten, ist Ausdruck der Trägheit.
Ohne äußere Kräfte bewegt sich der Massenmittelpunkt geradlinig mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiter. Rotiert der Körper um seinen Massenmittelpunkt, bleibt der Drehimpuls nach Betrag und Richtung konstant. Die Drehachse und die Rotationsgeschwindigkeit müssen dabei jedoch nicht unbedingt konstant bleiben.
Im Alltag werden bewegte Körper häufig langsamer, obwohl keine fehlende Antriebskraft als Ursache erkennbar ist. Das widerspricht dem Trägheitssatz nicht: Luftwiderstand und andere Reibungskräfte wirken als äußere Bremskräfte und ändern den Bewegungszustand. Allgemein beschreibt das zweite newtonsche Gesetz der Mechanik, wie sich der Bewegungszustand verändert, wenn eine resultierende äußere Kraft auf einen Körper wirkt.