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Betriebsoptimum

Während das Gewinnmaximum durch Mengenwettbewerb erreicht wird, kann das Betriebsoptimum durch Preiswettbewerb erreicht werden. Betriebsminimum und …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Grundidee
  2. 2. Bedeutung in der Betriebswirtschaftslehre
  3. 3. Bedeutung in der Volkswirtschaftslehre
  4. 4. Preisuntergrenzen und betriebliche Bedingungen

Begriff und Grundidee

Das Betriebsoptimum ist eine betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Kennzahl. Es bezeichnet die Absatz- beziehungsweise Produktionsmenge, bei der die Stückkosten beziehungsweise Durchschnittskosten eines Produkts ihr Minimum erreichen. Stückkosten sind die Gesamtkosten pro hergestellter Einheit. Im Betriebsoptimum kann ein Betrieb bei gegebenen Faktorpreisen und gegebenem Stand der Technik mit den niedrigstmöglichen durchschnittlichen Kosten produzieren.

Zur Bestimmung werden der Umsatzerlös beziehungsweise die Ausbringung den Kosten gegenübergestellt. Dabei können insbesondere Grenzkosten oder Stückkosten betrachtet werden. Der daraus abgeleitete Marktpreis darf die Preisuntergrenze des Unternehmens nicht unterschreiten. Die Bezeichnung „Optimum“ ist allerdings missverständlich: Volkswirtschaftlich kann dieser Kostenpunkt als optimal gelten, für das einzelne Unternehmen stellt er eher eine minimale Anforderung dar. Genau genommen handelt es sich um den minimalen Kostenpunkt.

Bedeutung in der Betriebswirtschaftslehre

In der Betriebswirtschaftslehre fällt das Betriebsoptimum mit der Gewinnschwelle und der langfristigen Preisuntergrenze zusammen. Die Gewinnschwelle ist der Punkt, an dem die Umsatzerlöse gerade die Gesamtkosten decken. Wird zu diesem Preis produziert und verkauft, kann der Betrieb gerade noch verlustfrei arbeiten.

Das Betriebsoptimum liegt im Schnittpunkt von Grenzkosten und Stückkosten. Grenzkosten sind die zusätzlichen Kosten, die durch die Herstellung einer weiteren Einheit entstehen. Im Betriebsoptimum erreicht das Verhältnis von Gesamtkosten zu Ausbringung seinen günstigsten Wert. Das Minimum der Grenzkosten wird dagegen als Betriebsminimum bezeichnet; das Minimum der Durchschnittskosten beziehungsweise Stückkosten kennzeichnet das Betriebsoptimum.

Bedeutung in der Volkswirtschaftslehre

Volkswirtschaftlich liegt das Betriebsoptimum bei der Absatzmenge, bei der ein Produkt zu den geringstmöglichen Durchschnittskosten hergestellt werden kann. Es ist somit das Minimum der Durchschnittskosten. Die langfristige Preisuntergrenze wird durch diesen Punkt angezeigt, weil bei einem niedrigeren Marktpreis die Gesamtkosten nicht mehr gedeckt werden.

Die langfristige Preisuntergrenze ist mit der betriebswirtschaftlichen Gewinnschwelle identisch: Die Umsatzerlöse entsprechen dort gerade den Gesamtkosten. Das Betriebsoptimum beschreibt daher eine Produktionsmenge, bei der die durchschnittlichen Kosten besonders niedrig sind und eine dauerhafte Produktion ohne Verlust gerade möglich bleibt.

Preisuntergrenzen und betriebliche Bedingungen

Zu unterscheiden sind zwei wichtige Kostenpunkte:

  • Das Betriebsminimum ist das Minimum der Grenzkosten und stellt die kurzfristige Preisuntergrenze dar.
  • Das Betriebsoptimum ist das Minimum der Stück- beziehungsweise Durchschnittskosten und stellt die langfristige Preisuntergrenze dar.

Im Betriebsoptimum sind Grenzkosten und Durchschnittskosten identisch. Für diesen Zusammenhang gilt das Ertragsgesetz, nicht jedoch ein linearer Kostenverlauf. Das Minimum der langfristigen Stückkosten liegt bei der optimalen Betriebsgröße, also dort, wo die Stückkosten bei gegebenen Faktorpreisen und gegebenem Stand der Technik am niedrigsten sind.

Das Betriebsoptimum kann durch Preiswettbewerb erreicht werden, während ein Gewinnmaximum durch Mengenwettbewerb erreicht wird. Theoretisch stimmen Betriebsminimum und Betriebsoptimum überein, wenn die Fixkosten gleich null gesetzt werden.

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