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Außengebiete der Vereinigten Staaten
Alle Außengebiete sind Territorien. Die Gebiete bestehen aus Inseln und Inselgruppen und werden daher auf Englisch als insular areas (‚Inselgebiete') bezeichnet …
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Was sind die Außengebiete der USA?
Die Außengebiete der Vereinigten Staaten (offiziell englisch: the Outlying Territories under the Jurisdiction of the United States of America) sind Gebiete, die den Vereinigten Staaten gehören, aber keinem Bundesstaat angehören und – mit Ausnahme des Palmyra-Atolls – nicht politisch in den Bund eingebunden sind. Alle Außengebiete sind Territorien und bestehen aus Inseln und Inselgruppen, weshalb sie auf Englisch als insular areas (Inselgebiete) bezeichnet werden. Zu den Inselgebieten gehören außerdem die frei assoziierten, aber souveränen Staaten Marshallinseln, Föderierte Staaten von Mikronesien und Palau. Die Außengebiete lassen sich nach Lage in die Karibik und den Pazifik (Amerikanisch-Ozeanien) gliedern.
Außengebiete in der Karibik
In der Karibik liegen drei Außengebiete:
- Puerto Rico: organisiertes, uneingegliedertes Gebiet; 8.959 km² Landfläche; 3.994.259 Einwohner; seit 1898 in US-Besitz.
- Amerikanische Jungferninseln: organisiertes, uneingegliedertes Gebiet; 349 km² Landfläche; 108.605 Einwohner; Besitznahme 1917.
- Navassa: uneingegliedertes Gebiet ohne Organisation (Unorganized Territory); 0,0052 km² Landfläche; keine Einwohner; Besitznahme 1857.
Kein US-Außengebiet ist die Guantanamo Bay Naval Base im Süden der Guantánamo-Bucht. Sie ist ein US-Militärstützpunkt auf gepachtetem Gelände des Inselstaats Kuba.
Außengebiete im Pazifik
Im Pazifik liegen größere bewohnte Gebiete:
- Guam: organisiertes, uneingegliedertes Gebiet; 549,00 km²; 168.564 Einwohner; seit 1898.
- Nördliche Marianen: 463,64 km²; 44.582 Einwohner; Besitznahme 1945.
- Amerikanisch-Samoa: uneingegliedertes Gebiet (Unorganized Territory); 199,00 km²; 57.881 Einwohner; seit 1899.
Dazu kommen kleine, meist unbewohnte Inseln und Atolle:
- Bakerinsel (1,64 km², seit 1857, unbewohnt)
- Howlandinsel (1,85 km², seit 1857, unbewohnt)
- Jarvisinsel (4,50 km², seit 1858, unbewohnt)
- Johnston-Atoll (2,67 km² Landfläche, 130 km² Lagune, seit 1858, unbewohnt)
- Kingmanriff (0,01 km² Landfläche, 60 km² Lagune, seit 1922, unbewohnt)
- Midwayinseln (6,23 km², 60 km² Lagune, seit 1867, 40 Einwohner)
- Wake-Atoll (7,37 km², 10 km² Lagune, seit 1899, unbewohnt)
- Palmyra-Atoll (3,90 km², 8 km² Lagune, seit 1898, unbewohnt) – als einziges Außengebiet ein eingegliedertes Gebiet (Unorganized Territory, eingegliedertes Gebiet).
Politische Stellung der Bewohner
Die Bewohner der US-Außengebiete haben kein Wahlrecht auf Bundesebene. Bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl wählen sie teilweise Delegierte. Puerto Rico, Amerikanisch-Samoa, Guam, die Nördlichen Marianen und die Amerikanischen Jungferninseln entsenden Delegierte in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Diese Delegierten haben im Plenum kein Stimmrecht, aber Rederecht und in den Ausschüssen Stimmrecht. Der Delegierte Puerto Ricos wird für vier Jahre gewählt, die Delegierten aus Amerikanisch-Samoa, Guam, den Nördlichen Marianen und den Amerikanischen Jungferninseln alle zwei Jahre.
Ehemalige Außengebiete
Zwei Gebiete gehörten früher zu den US-Außengebieten:
- Die Schwanen-Inseln in der Karibik waren von 1857 bis 1971 ein Außengebiet und gehören seitdem zu Honduras.
- Das britisch-US-amerikanische Kondominium Canton und Enderbury (seit 1939 bestehend, aus den Atollen Kanton und Enderbury im Nordosten der Phoenixinseln im Pazifik) wurde am 12. Juli 1979 Teil des Staates Kiribati.