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Pazifischer Ozean

Die Pazifische Küste erstreckt sich, im Uhrzeigersinn, über Neuseeland, Australien, Ostasien und die Westküste von Nord- und Südamerika. Karte des Pazifischen …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Lage
  2. 2. Name, Nebenmeere und Inselwelt
  3. 3. Anrainerstaaten und Häfen
  4. 4. Meeresboden und Naturgefahren
  5. 5. Umweltproblem Plastikmüll

Überblick und Lage

Der Pazifische Ozean, auch Pazifik, Stiller Ozean oder Großer Ozean genannt, ist der größte und tiefste Ozean der Erde. Er grenzt an alle anderen Ozeane und nimmt mit seinen Nebenmeeren 181,34 Mio. km² ein, ohne Nebenmeere 166,24 Mio. km². Das entspricht rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche oder etwa der Hälfte der Meeresfläche der Erde und ist mehr als die Fläche aller Kontinente zusammen. Sein Wasservolumen beträgt mit Nebenmeeren 714,41 Mio. km³, ohne Nebenmeere 696,19 Mio. km³, also mehr als die Hälfte allen Wassers auf der Erde.

Der Pazifik liegt zwischen der Arktis im Norden, Nordamerika und Mittelamerika im Osten, Südamerika im Südosten, der Antarktis im Süden, Australien im Südwesten, Ozeanien im Westen und Asien im Nordwesten. Im Norden grenzt er an den Arktischen Ozean, im Südwesten an den Indischen Ozean und im Süden an den Südlichen Ozean, der südlich des 60. Breitengrades liegt. Die Pazifische Küste verläuft unter anderem entlang von Neuseeland, Australien, Ostasien sowie der Westküste Nord- und Südamerikas.

Die mittlere Tiefe beträgt mit Nebenmeeren 3.940 m, ohne Nebenmeere 4.188 m. Die tiefste Stelle liegt etwa 11.100 m unter dem Meeresspiegel. Die größte West-Ost-Ausdehnung beträgt 15.409 km bei 18°39′N zwischen Hainan in China und Mexiko; sie ist die längste West-Ost-Distanz aller Weltmeere. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 15.883 km bei 172°9′W zwischen Sibirien und dem Ross-Schelfeis in der Antarktis. Nur der Atlantische Ozean übertrifft diese Nord-Süd-Distanz mit 15.986 km. Der pazifische Pol der Unzugänglichkeit, Point Nemo, liegt im Südpazifik zwischen Neuseeland und Chile und ist die Stelle, die am weitesten von Festland und Inseln entfernt ist.

Name, Nebenmeere und Inselwelt

Der Name Pazifik geht auf lateinisch pacificus, „friedlich“, zurück. Ferdinand Magellan erreichte den Ozean am 28. November 1520 während seiner Weltumsegelung aus der Magellanstraße heraus und nannte ihn Mar Pacífico, weil die zuvor erlebten Stürme nachließen. Der Name bedeutet also „Friedliche See“. Trotzdem gibt es im Pazifik heftige Stürme und Wirbelstürme. Je nach Region heißen sie Taifun im Nordwestpazifik, Hurrikan im Nordostpazifik oder Zyklon im Südpazifik.

Die meisten Randmeere des Pazifiks liegen auf der asiatisch-australischen Seite. Randmeere sind Meere am Rand eines Ozeans; Nebenmeere sind mit einem Ozean verbundene Meeresbereiche. Sie werden häufig durch Inselketten und Tiefseegräben vom offenen Ozean getrennt. Zu den im Artikel genannten Meeren gehören unter anderem das Beringmeer, der Golf von Alaska, die Salish Sea, der Golf von Kalifornien, der Golf von Panama, das Chilenische Meer, die Tasmansee, das Korallenmeer, das Australasiatische Mittelmeer, die Philippinensee, das Chinesische Meer, das Japanische Meer und das Ochotskische Meer. Die angegebenen Flächen reichen von 2.400 km² beim Golf von Panama bis 9.080.000 km² beim Australasiatischen Mittelmeer; die Philippinensee erreicht eine angegebene Tiefe von 10.540 m.

Die Inselwelt des Pazifiks umfasst zahllose Inseln. Die Inseln der Südsee werden eher nach kulturellen als nach geographischen Gesichtspunkten in Melanesien, Polynesien und Mikronesien eingeteilt. Zu Melanesien gehört Neuguinea, die zweitgrößte Insel der Welt. Neuseeland und umliegende Inseln wie die Chathaminseln werden meist zu Polynesien gezählt, gehören geologisch aber zum unterseeischen Kontinent Zealandia. Weitere große Inseln und Inselgruppen sind zum Beispiel Japan mit Kyūshū, Shikoku, Honshū und Hokkaidō, die Kurilen und Sachalin, die Aleuten, Vancouver Island, die Galapagosinseln, die Juan-Fernández-Inseln, Chiloé, die Aucklandinseln, Campbell Island und die Macquarieinsel. Bei einigen Inseln ist die Zuordnung umstritten, etwa bei Feuerland, Taiwan, den Philippinen und Tasmanien. Antarktische und subantarktische Inseln wie die Peter-I.-Insel, die Scott-Insel und die Balleny-Inseln werden im Allgemeinen zum Südlichen Ozean gezählt.

Anrainerstaaten und Häfen

Am Pazifik liegen zahlreiche Staaten. Zu den kontinentalen Anrainerstaaten gehören Kanada, die Vereinigten Staaten, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru, Chile, Argentinien, Australien, Malaysia, Thailand, Kambodscha, Vietnam, die Volksrepublik China, Südkorea, Nordkorea und Russland. Inselstaaten und Inselgebiete am und im Pazifik sind unter anderem die Cookinseln, Fidschiinseln, Französisch-Polynesien, Indonesien, Japan, Kiribati, die Marshallinseln, die Föderierten Staaten von Mikronesien, Nauru, Neuseeland, Osttimor, Palau, Papua-Neuguinea, die Philippinen, die Republik China (Taiwan), die Salomonen, Samoa, Tonga, Tuvalu, Vanuatu sowie Wallis und Futuna.

Viele bedeutende Häfen liegen am Pazifik, weil der Ozean große Küstenräume in Amerika, Asien und Australien verbindet. In Nordamerika nennt der Artikel wichtige Häfen in Kanada wie Vancouver, Kitimat, Prince Rupert und Victoria sowie in den Vereinigten Staaten unter anderem Anchorage, Valdez, Seattle, Tacoma, Portland, Oakland, San Francisco, Los Angeles, Long Beach und San Diego. In Mexiko werden Acapulco, Ensenada und Salina Cruz genannt, außerdem Panama-Stadt am Panamakanal. In Südamerika sind Buenaventura in Kolumbien, Guayaquil in Ecuador, Callao in Peru sowie mehrere chilenische Häfen wichtig, darunter Antofagasta, Arica, Iquique, Puerto Montt, San Antonio, Talcahuano und Valparaíso.

Auf dem asiatischen Kontinent nennt der Artikel Wladiwostok als bedeutendsten russischen Pazifikhafen und Busan als südkoreanisches Gegenstück. In China gehören Dalian, Qingdao, Shanghai, Shenzhen, Tianjin, Xiamen und Yantai zu den wichtigen Häfen. Weitere wichtige Häfen liegen in Thailand, nämlich Bangkok, Laem Chabang und Songkhla, sowie in Singapur. Auf Inseln im Pazifik werden Kōbe, Nagoya, Osaka und Yokohama in Japan, Kaohsiung, Keelung und Taichung auf Taiwan sowie Cebu City und Metro Manila auf den Philippinen genannt. Auf dem australischen Kontinent werden Brisbane, Melbourne und Sydney in Australien sowie Auckland in Neuseeland aufgeführt.

Meeresboden und Naturgefahren

Der Meeresboden des Pazifiks ist sehr vielfältig. Es gibt Mittelozeanische Rücken, also lange untermeerische Gebirgszüge, viele niedrigere Schwellen, riesige Tiefseebecken, Tiefseerinnen, Meerestiefs und den Pazifischen Feuerring. Ein wichtiger Mittelozeanischer Rücken ist der Ostpazifische Rücken, der durch den Südosten des Pazifiks verläuft. Zu den Tiefseerinnen und Meerestiefs gehört der Marianengraben. Dort liegen das Witjastief 1 mit 11.034 m Tiefe nach einer umstrittenen Messung von 1957 sowie das Challengertief mit 10.984 ± 25 m nach Messungen von 2010. Sie gehören zu den tiefsten Stellen des Pazifischen Ozeans.

Ein besonders großes Tiefseebecken ist das Nordpazifische Becken. Es bildet den größten Teil des nördlichen Pazifiks, reicht nach Süden sogar über den Äquator hinaus und wird nur wenig von Mittelozeanischem Rücken und Schwellen durchzogen.

Der Pazifische Feuerring ist ein sehr ausgedehnter Ring aktiver Vulkane um den Ozean. Er ist mit Tiefseerinnen verbunden und gilt als Zone großer geologischer Aktivität. Dort fanden einige der gewaltigsten Erdbeben des 20. und 21. Jahrhunderts statt, zum Beispiel 1960 das Große Chile-Erdbeben und 1923 in Japan das Große Kantō-Erdbeben. Eine weitere Gefahr sind Seebeben, also Erdbeben unter dem Meer. Sie können meterhohe Tsunamis auslösen. Als Beispiel nennt der Artikel das Sumatra-Andamanen-Beben mit dem folgenden Tsunami am 26. Dezember 2004, bei dem etwa 230.000 Menschen ums Leben kamen.

Umweltproblem Plastikmüll

Im Pazifik gibt es einen Müllstrudel aus Plastikteilen etwa tausend Kilometer nördlich von Hawaii. Er umfasst rund 7000 km², also etwa die dreifache Größe des Saarlands. Der Artikel weist darauf hin, dass immer wieder stark übertriebene Angaben zur Fläche kursieren, teilweise um den Faktor 200 höher als die tatsächliche Angabe.

Der Plastikmüll stammt zu etwa 80 % vom Festland, besonders aus China, und gelangt über Flüsse ins Meer. Der übrige Anteil kommt von Schiffen, die Abfälle über Bord werfen. Die Plastikteile können bis zu 16 Jahre in diesem Strudel treiben. Für Tiere im Meer, die Fauna, stellt das eine große Gefahr dar.

Durch die Reibung der Wellen zerfällt der Müll in immer kleinere Teile, löst sich aber nicht vollständig auf. Solche sehr kleinen Kunststoffteilchen heißen Mikroplastik. Mikroplastik wurde bereits im Benthal des Marianengrabens gefunden. Benthal bezeichnet den Lebens- und Bodenbereich am Grund eines Gewässers oder Meeres.

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