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Archaik
Der Begriff der Archaik bezeichnet eine Epoche in der politischen und kulturellen Entwicklung im antiken Griechenland. Die Archaik beginnt etwa 800 v.
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Definition und zeitliche Einordnung
Die Archaik bezeichnet eine Epoche der politischen und kulturellen Entwicklung im antiken Griechenland. Sie begann etwa 800 v. Chr. und endete etwa 500 v. Chr.; in der Kunstgeschichte wird der Beginn erst um 700 v. Chr. angesetzt. Die Bezeichnung bezieht sich also je nach Fachgebiet auf leicht unterschiedliche Zeiträume. In der allgemeinen griechischen Geschichte folgte die Archaik auf die sogenannten Dunklen Jahrhunderte (um 1200–800 v. Chr.), in der Kunstgeschichte auf die Geometrische Zeit (ca. 900–700 v. Chr.). Anschließend begann die Klassik (um 500/480–336 v. Chr.).
Begriff und heutiger Sprachgebrauch
Das Adjektiv „archaisch“ geht auf das altgriechische Wort archaíos (ἀρχαῖος) zurück und bedeutet „altertümlich“ oder „aus der Urgeschichte der Menschheit stammend“.
Politik und Gesellschaft in der Archaik
Quellenlage: Die Rekonstruktion dieser Zeit ist schwierig, weil die antike Geschichtsschreibung erst in der Klassik entstand und deshalb erzählende zeitgenössische Quellen fehlen. Die homerischen Epen entstanden jedoch zur Zeit der Archaik bzw. bilden diesen Abschnitt der kulturellen Entwicklung zumindest teilweise ab. Sie sind kein Geschichtswerk im modernen Sinn, helfen aber, viele Sachverhalte zu klären – von religiös-mythischen Grundüberzeugungen bis zu handwerklichen Details des Schiffbaus und der Waffenherstellung.
Kunst und Kultur
Der Begriff des „Archaischen“ trägt den Makel des „Primitiven“ an sich. Dieses Urteil ist undifferenziert und sachlich nicht immer gerechtfertigt – das betrifft die bildende Kunst in ganz besonderem Maße.