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12,3 Milliarden Euro Onlinehandel: Warum Österreich jeden zweiten Euro ans Ausland verliert
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 36 Zeilen
- Österreich gibt online so viel Geld aus wie noch nie. Super, der heimische Handel kann es brauchen. Doch Moment, fast jeder zweite Euro landet gar nicht
- in Österreich. Es war wegen der Wirtschaft. Willkommen. Heuer wird Österreich rund 12,3 Milliarden Euro im Onlinehandel
- ausgeben. Das ist ein neuer Rekord. Aber wenn davon so viel Geld ins Ausland wandert, warum sprechen dann so viele Expertinnen von der großen Chance
- E-Commerce für Österreich? Schauen wir uns das genauer an. Nische war gestern. 13% aller Konsumausgaben, die man dem Einzelhandel zusprechen könnte, fließen
- mittlerweile in den E-Commerce. Und ja, das spiegelt Wachstum wieder. Aber kein ganz unwichtiges Detail. Die Zahl der fast 6 Millionen Onlineeinkäufer bleibt
- stabil. Das Wachstum kommt also von diesen Menschen selbst. Die, die bereits online gekauft haben, kaufen noch mehr. Was das alles mit einem Gerät zu tun
- hat, das in meine Hand passt, dazu gleich mehr. Warum ist das alles wichtig? Es bedeutet eine neue Phase im österreichischen E-Commerce. Es geht
- nicht mehr darum, möglichst viele Erstkäuferinnen zu gewinnen. Es geht darum, bestehende Kunden mit besseren Angeboten, besserem Service und einem
- besseren Einkaufserlebnis zu überzeugen. Stichwort Smartphone oder besser gesagt die mobile First Strategie. Wenn Sie ein Onlineschäft haben, hören Sie
- hoffentlich nicht das erste Mal davon. Wir verraten Ihnen gleich noch, wer in Österreich das schon besonders gut kann. 44% aller Onlineusgaben werden mobil
- getätigt, also über Smartphone oder Tablet. Das ist fast eine Verdoppelung in nur 3 Jahren. Auch wichtig zu wissen, zwei von drei Personen schließen den
- Einkauf direkt am Handy ab, aber vier von fünf nutzen es schon für die Produktsuche. Und das ist natürlich eine Chance für
- österreichische Händler, denn wer seinen Webshop konsequent für mobile Nutzerinnen optimiert, kann Marktanteile zurückgewinnen.
- Wer hatte nun eigentlich einen richtig guten Webshop in Österreich? Heuer wurde genau das zum ersten Mal vom Handelsverband bewertet und mit dem
- E-Commerce Award belohnt. Dabei ging es nicht um Marketing oder Bekanntheit, sondern um Benutzerfreundlichkeit, technische Qualität, Performance,
- Transparenz, Vertrauen und Customer Experience. Ausgezeichnet wurden Ganz, Kastner und Öler, Jim Bean sowie Hornbach in jeweils
- unterschiedlichen Kategorien. Falls Sie auch eine Webshop haben, die E-Commerce Awards sollen ab jetzt jährlich vergeben werden.
- Teilnahmeberechtigt sind alle in Österreich tätigen Webshops mit Checkout und Versandfunktion und die Einreichphase für 2027 startet diesen
- Herbst. Also Österreich und gute Webshops schließen sich nicht aus. Warum fließt dann trotzdem fast jeder zweite Online Euro ins Ausland? Und was kann
- dagegen getan werden? Es geht wie immer ums Geld. Viele Plattformen locken mit Dumpingpreisen. 47% aller österreichischen E-Commerce
- Ausgaben gehen an ausländische Anbieter. Das sind 5,8 Milliarden Euro. Allein chinesische Plattformen wie AliExpress kommen inzwischen auf rund 1,3
- Milliarden Euro Umsatz allein mit österreichischen Kunden. Von diesen Kunden nennen fast dreiviertel günstigere Angebote als Hauptmotiv. Und
- damit sind wir bei einer Frage, die derzeit intensiv diskutiert wird. Wie kann Europa den heimischen Handel stärken? Seit Anfang Juli gilt die fast
- schon berüchtigte Paketsteuer. Eine neue Abgabe von 3 € auf kleine Pakete aus Trittstaaten. Das gilt auf EU-Ebene. Parallel dazu plant Österreich ab
- Oktober eine eigene Paketabgabe von 2,40 € für große Onlinehändlerinnen. Genau hier gehen die Meinungen allerdings auseinander. Uns interessiert
- natürlich ihre Meinung zu diesem brisanten Thema gerne in den Kommentaren. Zurück zu den Expertisen. Der Handelsverband warnt davor, dass
- eine nationale Paketsteuer fast 3000 Arbeitsplätze kosten und die Wettbewerbsfähigkeit schwächen könnte. Also lieber eine einzige europäische
- Lösung statt nationalem Alleingang. Die Wiener Spediteure lehnen die geplante Paketabgabe ebenfalls grundsätzlich ab. Sie schade dem gesamten
- Wirtschaftsstandort, denn die Sendungsmenge würde vorsätzlich reduziert das Gefährde Betriebe. Gleichzeitig bringen Sie einen konkreten
- Verbesserungsvorschlag ein. Falls die Abgabe kommt, sollen Paketboxen und Paketshops genauso behandelt werden wie Click and Collect im Geschäft. Denn bei
- Click and Collect, also bei der Abholung im Geschäft, soll die Paketsteuer nach derzeitigem Stand nicht anfallen. Warum soll das laut Wiener Spediteituren auch
- auf Paketboxen ausgeweitet werden? Weil auch dort Sendungen gebündelt zugestellt werden und die Kunden den letzten Weg selbst übernehmen. Das könnte Verkehr
- vermeiden und unnötige Zustellfahrten reduzieren. Unterm Strich dieser Diskussion ergibt sich ein spannendes Gesamtbild. Der
- österreichische E-Commerce wächst weiter. Die Menschen kaufen online so viel ein wie noch nie. Mobile Shopping boomt. Österreichische Webshops können
- oder könnten mithalten. Die Nachfrage ist da. Jetzt müssen wir nur noch einen größeren Teil dieser Milliardenze im eigenen Land halten, weil es war wegen
- der Wirtschaft. Bis zum nächsten Mal.