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12,3 Milliarden Euro Onlinehandel: Warum Österreich jeden zweiten Euro ans Ausland verliert

Wirtschaftsnachrichten5:26 302 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 36 Zeilen
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  1. Österreich gibt online so viel Geld aus wie noch nie. Super, der heimische Handel kann es brauchen. Doch Moment, fast jeder zweite Euro landet gar nicht
  2. in Österreich. Es war wegen der Wirtschaft. Willkommen. Heuer wird Österreich rund 12,3 Milliarden Euro im Onlinehandel
  3. ausgeben. Das ist ein neuer Rekord. Aber wenn davon so viel Geld ins Ausland wandert, warum sprechen dann so viele Expertinnen von der großen Chance
  4. E-Commerce für Österreich? Schauen wir uns das genauer an. Nische war gestern. 13% aller Konsumausgaben, die man dem Einzelhandel zusprechen könnte, fließen
  5. mittlerweile in den E-Commerce. Und ja, das spiegelt Wachstum wieder. Aber kein ganz unwichtiges Detail. Die Zahl der fast 6 Millionen Onlineeinkäufer bleibt
  6. stabil. Das Wachstum kommt also von diesen Menschen selbst. Die, die bereits online gekauft haben, kaufen noch mehr. Was das alles mit einem Gerät zu tun
  7. hat, das in meine Hand passt, dazu gleich mehr. Warum ist das alles wichtig? Es bedeutet eine neue Phase im österreichischen E-Commerce. Es geht
  8. nicht mehr darum, möglichst viele Erstkäuferinnen zu gewinnen. Es geht darum, bestehende Kunden mit besseren Angeboten, besserem Service und einem
  9. besseren Einkaufserlebnis zu überzeugen. Stichwort Smartphone oder besser gesagt die mobile First Strategie. Wenn Sie ein Onlineschäft haben, hören Sie
  10. hoffentlich nicht das erste Mal davon. Wir verraten Ihnen gleich noch, wer in Österreich das schon besonders gut kann. 44% aller Onlineusgaben werden mobil
  11. getätigt, also über Smartphone oder Tablet. Das ist fast eine Verdoppelung in nur 3 Jahren. Auch wichtig zu wissen, zwei von drei Personen schließen den
  12. Einkauf direkt am Handy ab, aber vier von fünf nutzen es schon für die Produktsuche. Und das ist natürlich eine Chance für
  13. österreichische Händler, denn wer seinen Webshop konsequent für mobile Nutzerinnen optimiert, kann Marktanteile zurückgewinnen.
  14. Wer hatte nun eigentlich einen richtig guten Webshop in Österreich? Heuer wurde genau das zum ersten Mal vom Handelsverband bewertet und mit dem
  15. E-Commerce Award belohnt. Dabei ging es nicht um Marketing oder Bekanntheit, sondern um Benutzerfreundlichkeit, technische Qualität, Performance,
  16. Transparenz, Vertrauen und Customer Experience. Ausgezeichnet wurden Ganz, Kastner und Öler, Jim Bean sowie Hornbach in jeweils
  17. unterschiedlichen Kategorien. Falls Sie auch eine Webshop haben, die E-Commerce Awards sollen ab jetzt jährlich vergeben werden.
  18. Teilnahmeberechtigt sind alle in Österreich tätigen Webshops mit Checkout und Versandfunktion und die Einreichphase für 2027 startet diesen
  19. Herbst. Also Österreich und gute Webshops schließen sich nicht aus. Warum fließt dann trotzdem fast jeder zweite Online Euro ins Ausland? Und was kann
  20. dagegen getan werden? Es geht wie immer ums Geld. Viele Plattformen locken mit Dumpingpreisen. 47% aller österreichischen E-Commerce
  21. Ausgaben gehen an ausländische Anbieter. Das sind 5,8 Milliarden Euro. Allein chinesische Plattformen wie AliExpress kommen inzwischen auf rund 1,3
  22. Milliarden Euro Umsatz allein mit österreichischen Kunden. Von diesen Kunden nennen fast dreiviertel günstigere Angebote als Hauptmotiv. Und
  23. damit sind wir bei einer Frage, die derzeit intensiv diskutiert wird. Wie kann Europa den heimischen Handel stärken? Seit Anfang Juli gilt die fast
  24. schon berüchtigte Paketsteuer. Eine neue Abgabe von 3 € auf kleine Pakete aus Trittstaaten. Das gilt auf EU-Ebene. Parallel dazu plant Österreich ab
  25. Oktober eine eigene Paketabgabe von 2,40 € für große Onlinehändlerinnen. Genau hier gehen die Meinungen allerdings auseinander. Uns interessiert
  26. natürlich ihre Meinung zu diesem brisanten Thema gerne in den Kommentaren. Zurück zu den Expertisen. Der Handelsverband warnt davor, dass
  27. eine nationale Paketsteuer fast 3000 Arbeitsplätze kosten und die Wettbewerbsfähigkeit schwächen könnte. Also lieber eine einzige europäische
  28. Lösung statt nationalem Alleingang. Die Wiener Spediteure lehnen die geplante Paketabgabe ebenfalls grundsätzlich ab. Sie schade dem gesamten
  29. Wirtschaftsstandort, denn die Sendungsmenge würde vorsätzlich reduziert das Gefährde Betriebe. Gleichzeitig bringen Sie einen konkreten
  30. Verbesserungsvorschlag ein. Falls die Abgabe kommt, sollen Paketboxen und Paketshops genauso behandelt werden wie Click and Collect im Geschäft. Denn bei
  31. Click and Collect, also bei der Abholung im Geschäft, soll die Paketsteuer nach derzeitigem Stand nicht anfallen. Warum soll das laut Wiener Spediteituren auch
  32. auf Paketboxen ausgeweitet werden? Weil auch dort Sendungen gebündelt zugestellt werden und die Kunden den letzten Weg selbst übernehmen. Das könnte Verkehr
  33. vermeiden und unnötige Zustellfahrten reduzieren. Unterm Strich dieser Diskussion ergibt sich ein spannendes Gesamtbild. Der
  34. österreichische E-Commerce wächst weiter. Die Menschen kaufen online so viel ein wie noch nie. Mobile Shopping boomt. Österreichische Webshops können
  35. oder könnten mithalten. Die Nachfrage ist da. Jetzt müssen wir nur noch einen größeren Teil dieser Milliardenze im eigenen Land halten, weil es war wegen
  36. der Wirtschaft. Bis zum nächsten Mal.

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