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Zentrale Klassenarbeit
Zentrale Klassenarbeit in Deutsch · zwei Erörterungsthemen (meist eine freie und eine textgebundene Erörterung) · Interpretation eines Gedichtes · gestaltende …
Inhalt5 Abschnitte
Überblick und Geltung
Die Zentrale Klassenarbeit, amtliche Abkürzung ZK und nichtamtlich teilweise ZKA, bezeichnete in Baden-Württemberg besondere Klassenarbeiten, die alle Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse an einem Gymnasium schreiben mussten. Sie waren keine gewöhnlichen Klassenarbeiten der einzelnen Lehrkraft, sondern wurden vom Kultusministerium festgelegt. Datum, Uhrzeit, Form und Inhalt waren verbindlich vorgegeben und konnten von Schulen oder Lehrkräften nicht verändert werden. Auch Nachtermine wurden landeseinheitlich festgelegt.
Die Zentralen Klassenarbeiten wurden in Deutsch, Mathematik und in der ersten Fremdsprache geschrieben, meistens Englisch, seltener Französisch oder Latein. Sie gingen mit einem Drittel in die Endnote ein. Deshalb wurden in Klasse 10 in den betroffenen Fächern nur drei, in Ausnahmefällen vier weitere Klassenarbeiten geschrieben.
Der Artikel weist darauf hin, dass Teile seit 2013 nicht mehr aktuell zu sein scheinen, insbesondere der Umfang der Arbeiten. Außerdem wurden die Zentralen Klassenarbeiten im Schuljahr 2005/06 für Schülerinnen und Schüler abgeschafft, die im Schuljahr 2004/2005 erstmals in die 5. Klasse eingetreten waren. Sie wurden durch Vergleichsarbeiten in Klasse 6, 8 und 10 ersetzt.
Deutsch
In Deutsch hatten die Schülerinnen und Schüler 150 Minuten Zeit. Sie konnten aus vier Themen eines auswählen und bearbeiten. Zur Wahl standen zwei Erörterungsthemen, meist eine freie und eine textgebundene Erörterung, außerdem die Interpretation eines Gedichts, eine gestaltende Textverfassung wie Tagebucheintrag oder Blogeintrag und die Interpretation einer Kurzgeschichte.
Eine Erörterung ist ein Aufsatz, in dem ein Thema mit Argumenten behandelt wird. Eine Interpretation untersucht Inhalt, Sprache und Wirkung eines literarischen Textes. Je nach Aufgabe war unterschiedlich viel Ausarbeitung nötig: Erörterung und Interpretation verlangten meist einen längeren Aufsatz, während eine gestaltende Interpretation eine genauere Vorbereitung auf Form, Perspektive und Inhalt erforderte.
Mathematik
In Mathematik dauerte die Zentrale Klassenarbeit 90 Minuten. Der abgefragte Stoff konnte sich über den gesamten Pflichtstoff der zehnten Klasse erstrecken; ausgenommen war Trigonometrie. Meist lag der Schwerpunkt auf den Hauptthemen, die Aufgaben konnten aber auch fachgebietsübergreifend sein.
Der Aufbau bestand in der Regel aus mehreren Teilen. Der erste Teil behandelte Analysis, also das Arbeiten mit Funktionen und Termen. Dazu gehörten Vereinfachungen von Termen, meist mit Potenzen und Logarithmen, sowie Funktionsanalyse beziehungsweise Kurvendiskussion einfacher Potenzfunktionen. Dabei konnten Schaubilder, Eigenschaften von Potenzfunktionen und die Zuordnung von Graphen eine Rolle spielen.
Weitere Teile betrafen Geometrie, Wahrscheinlichkeitslehre und Funktionen im Zusammenhang mit Wachstum. In Geometrie ging es zum Beispiel um Körperberechnung, also Volumen, Streckenlängen und Umfang.
Erste Fremdsprache
Die Zentrale Klassenarbeit in der ersten Fremdsprache wurde meistens in Englisch geschrieben, seltener in Französisch oder Latein. In Englisch bestand sie aus zwei Teilen und dauerte 90 Minuten. Teil A umfasste Hörverständnis, auf Englisch Listening Comprehension, und einen Comment, also eine kurze Stellungnahme oder Erörterung. Die Lehrkraft las einen kurzen, allgemein leicht verständlichen Text vor. Dazu mussten drei Fragen beantwortet werden, die sich aus dem Inhalt des Textes ergaben. Mitschreiben während des Vorlesens war nicht erlaubt. Zusätzlich sollten die Schülerinnen und Schüler ihre Meinung zu einem Thema äußern, das meistens nicht mit dem Hörtext zusammenhing. Die Texte des ersten Teils mussten insgesamt mindestens 150 Wörter umfassen. Als Hauptthema der Klasse 10 nennt der Artikel die Vereinigten Staaten, etwa Einwanderung in die USA, die USA allgemein oder Jugend in Amerika.
Teil B in Englisch war eine Übersetzung: Ein englischer Text von meist etwa 120 Wörtern musste ins Deutsche übertragen werden. In Französisch unterschied sich die Arbeit von Englisch dadurch, dass der Text in Teil A schriftlich vorlag. In Latein bestand die Arbeit nur aus einer Übersetzung vom Lateinischen ins Deutsche; meist handelte es sich um einen Ausschnitt aus Werken Ciceros.
Vorbereitungsmaterial
Der Artikel nennt Vorbereitungsmaterialien verschiedener Anbieter. Für Deutsch werden Bücher des Stark-Verlags und des Manz-Verlags genannt, für Mathematik unter anderem Mathe-ZK.de mit Originalaufgaben 2001–2007, kommentierten Lösungen und Zusatzmaterial sowie ebenfalls Stark-Verlag und Manz-Verlag. Für Englisch werden Vorbereitungsbücher des Stark-Verlags, darunter eine Ausgabe mit CD, und des Manz-Verlags aufgeführt.
Für Latein und Französisch, die nur an einigen Schulen als erste Fremdsprache geprüft wurden, nennt der Artikel keine bekannten Lektüren.