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Viktor Meyer-Eckhardt
Belege ; KURZBESCHREIBUNG, deutscher Schriftsteller ; GEBURTSDATUM, 22. September 1889 ; GEBURTSORT, Hüsten, Westfalen ; STERBEDATUM, 2. September 1952.
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Schriftsteller und Werkprofil
Viktor Meyer-Eckhardt (* 22. September 1889 in Hüsten (Westfalen); † 2. September 1952 in Breyell (Niederrhein)) war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde als Viktor Meyer geboren und ergänzte in seinen Veröffentlichungen seinen Familiennamen um den Geburtsnamen seiner Mutter, „Eckhardt“.
Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Reiseberichte und Gedichte. Seine Lyrik wandte sich gegen die literarische Moderne, besonders gegen den Expressionismus. Stattdessen vertrat Meyer-Eckhardt eine formstrenge Dichtung, also Dichtung mit stark geregelter Gestaltung. Zunächst orientierte er sich an Goethe und Hölderlin, später vor allem an antiken griechischen Autoren.
Die erzählenden Werke behandeln meist historische Themen. Ein Beispiel ist der Roman Der Herr des Endes von 1948 über das Leben des mittelalterlichen Kaisers Friedrich II. Die Novelle Das Vergehen des Paul Wendelin von 1922 setzte sich kritisch mit der Rolle der Offiziere im Ersten Weltkrieg auseinander; sie gehörte zu den Büchern, die die Nazis 1933 verbrannten.
Ausbildung, Krieg und Lebensweg
Meyer-Eckhardt war der Sohn eines Kunstmalers. Er besuchte die Volksschule in Olsberg und Daseburg. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1900 zog die Familie nach Düsseldorf. Dort besuchte er ab 1902 ein Gymnasium und legte 1909 die Reifeprüfung ab.
Danach studierte er Germanistik, Romanistik und Philosophie an den Universitäten Bonn, München, Berlin und Leipzig. 1913 promovierte er in Leipzig mit einer Arbeit über die Lyrik August von Platens zum Doktor der Philosophie.
Im Ersten Weltkrieg nahm er als Unteroffizier teil und arbeitete zeitweise als Dolmetscher. Von 1919 bis 1923 war er Bibliothekar in Düsseldorf. Er reiste, teilweise zu Fuß wandernd, nach Italien, Griechenland und in den Vorderen Orient. Ab 1923 lebte er als freier Schriftsteller in Leutherheide im Kreis Kempen-Krefeld.
Ausgewählte Veröffentlichungen
Zu seinen frühen Veröffentlichungen gehören Platens Gaselen (Leipzig 1914, unter dem Namen Victor Meyer), Der Bildner (1921), Das Vergehen des Paul Wendelin (1922), Dionysos (1924), Die Möbel des Herrn Berthélemy (1924), Die Gemme (1926) und Das Marienleben (1927).
Spätere Werke sind unter anderem Das Glückshündlein von Adana und Lobpreis der Hand (beide 1935), Gedichte und Stern über dem Chaos (beide 1936), Merlin und der Teufel (1937), An Zeus, Menschen im Feuer und Orpheus (alle 1939), Der Graf Mirabeau und Die Zecher von Famagusta (beide 1940) sowie Die drei Hochzeiten und andere Novellen (1941).
Nach 1945 erschienen Über die Erkenntnis des Frommen (1946), Der Herr des Endes (1948), Madame Sodale (1950) und Die Geschichte von den zwei Gürteln oder Die Abenteuer des Johannes Meier von Soest (1951). Postum wurden Wanderfahrten (1964) und Der Herzog von Enghien (1973) veröffentlicht.