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Video Games (Lied)

Video Games (englisch für ‚Videospiele') ist ein Lied der US-amerikanischen Popsängerin Lana Del Rey. Das Stück ist die erste Singleauskopplung aus ihrem …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Entstehung
  2. 2. Veröffentlichung und Bewerbung
  3. 3. Inhalt und musikalische Merkmale
  4. 4. Musikvideo
  5. 5. Erfolg, Auszeichnungen und Versionen

Einordnung und Entstehung

„Video Games“ (englisch für „Videospiele“) ist ein Popsong der US-amerikanischen Sängerin Lana Del Rey. Er erschien als erste Singleauskopplung aus ihrem zweiten Studioalbum Born to Die. Das Lied ist 4:02 Minuten lang und wurde am 5. September 2011 erstmals veröffentlicht.

Geschrieben wurde das Stück von Elizabeth Grant, dem bürgerlichen Namen Lana Del Reys, und Justin Parker. Grant übernahm Gesang, Komposition und Liedtext; Parker war ebenfalls an Komposition und Liedtext beteiligt. Die Musikproduktion und Abmischung übernahmen Brandon Lowery und Daniel Omelio vom Produzentenduo RoboPop. Stuart Bruce leitete das Mastering, also die abschließende klangtechnische Bearbeitung. Veröffentlicht wurde die Single bei Interscope Records, Polydor und Stranger; Universal Music Group war für den Vertrieb zuständig.

Auf dem Frontcover ist neben dem Namen der Künstlerin und dem Liedtitel ihr Oberkörper abgebildet. Es gibt zwei kaum voneinander abweichende Covervarianten; der größte Unterschied ist die Haarfarbe Del Reys.

Veröffentlichung und Bewerbung

Die Erstveröffentlichung erfolgte am 5. September 2011 als digitale Promoveröffentlichung. Als offizielle Single erschien „Video Games“ am 7. Oktober 2011 zum Download. Die erste physische Maxi-Single wurde am 4. November 2011 in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. Sie enthält „Video Games“ und „Blue Jeans“ als Doppel-A-Seite, sodass beide Lieder gleichwertig präsentiert werden.

Am 17. Oktober 2011 kam außerdem eine limitierte Auflage von 1.500 Vinylplatten heraus. Die ersten 100 Exemplare waren von Del Rey signiert. Daneben erschienen verschiedene Remix-EPs, unter anderem mit Versionen von Club Clique for the Bad Girls, Helium Robots, Jakwob and Etherwood, Jamie Woon, Larry „Mr Fingers“ Heard, Omid 16B, Rainer Weichhold & Nick Olivetti, We Don’t Belong in Pacha und White Lies C-Mix.

Im Dezember 2011 war Del Rey weltweit auf allen MTV-Stationen der „Push-Act“ des Monats. Einen Monat lang wurde sie in den Werbepausen von MTV vorgestellt; dabei waren Ausschnitte des Musikvideos zu sehen. In Deutschland wurde das Lied unter anderem durch Liveauftritte bei der Verleihung des ECHO Pop 2012 und bei Inas Nacht beworben.

Inhalt und musikalische Merkmale

Der Liedtext ist auf Englisch verfasst. Inhaltlich wurde Lana Del Rey nach eigener Aussage durch die Beziehung zu ihrem Ex-Freund inspiriert. Sie beschrieb die Beziehung als Verbindung zweier Außenseiter, die zunächst perfekt gewesen sei. Das gemeinsame häusliche Leben, bei dem sie zur Arbeit gingen und er Videospiele spielte, habe zugleich Geborgenheit und Traurigkeit enthalten. Während sie überlegte, keine Sängerin mehr zu werden, verloren beide nach ihrer Darstellung ihre Träume aus den Augen. Als mögliche Deutung ihrer Erfahrung nannte sie, dass im häuslichen Alltag vielleicht etwas „nicht allzu Besonderes“ liege.

Musikalisch gehört das Lied zur Popmusik. Das Tempo beziehungsweise die Taktangabe wird mit 61 Schlägen pro Minute angegeben. Del Rey singt im Tonhöhenumfang von E₃ bis A₄. Musik und Text wurden gemeinsam von Del Rey und Justin Parker verfasst.

Musikvideo

Das Musikvideo wurde von Lana Del Rey selbst gedreht und geschnitten. Es feierte am 19. August 2011 auf YouTube Premiere und ist 4:49 Minuten lang.

Der Clip verbindet unterschiedliche Bildquellen: Zu sehen sind Ausschnitte von Skateboardern, Cartoons, Szenen aus alten Filmen und Paparazzoaufnahmen der Schauspielerin Paz de la Huerta, die berauscht zu Boden stürzt. Dazwischen erscheinen wiederholt Webcamaufnahmen von Del Rey. Bis Mai 2026 wurde das Video auf YouTube mehr als 387 Millionen Mal aufgerufen.

Nach dem Erfolg erklärte Del Rey, sie hätte bei Kenntnis der späteren Aufmerksamkeit mehr Aufwand betrieben, Haare und Make-up vorbereitet, weniger schmollend geschaut und eine ausführlichere Handlung eingebaut.

Erfolg, Auszeichnungen und Versionen

„Video Games“ war für Lana Del Rey sowohl als Sängerin als auch als Komponistin der erste Charterfolg. In Deutschland erreichte die Single Platz eins und blieb 14 Wochen in den Top 10 sowie insgesamt 33 Wochen in den Charts. In Österreich kam sie auf Platz zwei, mit acht Top-10-Wochen und 21 Chartwochen. In der Schweiz erreichte sie ebenfalls Platz zwei, mit zehn Top-10-Wochen und 30 Chartwochen. Im Vereinigten Königreich erreichte sie Platz neun, blieb eine Woche in den Top 10 und insgesamt 28 Wochen in den Charts. In den Vereinigten Staaten kam sie in einer Chartwoche auf Platz 91. In Deutschland erreichte bislang keine andere Single Del Reys eine höhere Platzierung.

In den Jahrescharts belegte das Lied 2011 in Deutschland Platz 19. Für 2012 werden in der Tabelle folgende Platzierungen angegeben: Deutschland Platz 33, Österreich Platz 27, Schweiz Platz 23 und Vereinigtes Königreich Platz 87. Im Fließtext wird für das Vereinigte Königreich abweichend Platz acht genannt; diese widersprüchlichen Angaben lassen sich nicht eindeutig auflösen.

Die im Artikel genannten Verkaufs- und Auszeichnungsdaten sind:

  • Australien: 5× Platin, 350.000 Verkäufe
  • Belgien: Platin, 30.000 Verkäufe
  • Brasilien: Diamant, 250.000 Verkäufe
  • Dänemark: Platin, 90.000 Verkäufe
  • Deutschland: 2× Platin, 600.000 Verkäufe
  • Frankreich: keine Auszeichnung, 173.600 Verkäufe
  • Italien: Platin, 100.000 Verkäufe
  • Kanada: Gold, 40.000 Verkäufe
  • Neuseeland: 3× Platin, 90.000 Verkäufe
  • Österreich: 3× Platin, 90.000 Verkäufe
  • Portugal: Platin, 10.000 Verkäufe
  • Schweiz: 2× Platin, 60.000 Verkäufe
  • Spanien: Platin, 60.000 Verkäufe
  • Vereinigte Staaten: 3× Platin, 3.000.000 Verkäufe
  • Vereinigtes Königreich: 3× Platin, 1.800.000 Verkäufe

Insgesamt weist der Artikel 1× Gold, 26× Platin und 1× Diamant sowie 6.743.600 Verkäufe aus. Im Mai 2012 erhielt das Lied den Ivor Novello Award in der Kategorie „Best Contemporary Song“. Beim Q Award 2019 wurde es als „Song of the Decade“ ausgezeichnet.

Eine bekannte Coverversion sang Michael Schulte 2012 in der fünften Liveshow von The Voice of Germany. Wegen hoher Downloadzahlen gelangte diese Fassung in die deutschen Charts und erreichte Platz 66 für eine Woche; eine offizielle Singleveröffentlichung gab es nicht. Weitere im Artikel genannte Versionen stammen von Left Boy feat. Mirakle (2012), The Baseballs (2014), French Montana feat. Lana Del Rey, Wiz Khalifa & Snoop Dogg mit „All for You“ (2014), Jochen Distelmeyer (2016), Trixie Mattel (2020), Ramin Djawadi als Instrumentalversion für die vierte Staffel der Fernsehserie Westworld (2022) sowie California Condor auf dem Album Chapter IV: Pale Horse (2022).

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