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Mastering (Audio)

Mastering (auch Audio-Mastering) ist der Anglizismus für die (technische) Endbearbeitung von Tonaufnahmen und der letzte Schritt einer Musik- oder …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Einordnung
  2. 2. Ziele und typische Bearbeitungen
  3. 3. Stereobearbeitung und Premastering
  4. 4. Digitale, analoge und hybride Verfahren
  5. 5. Masteringstudios und Lautheit

Aufgabe und Einordnung

Mastering oder Audio-Mastering ist die technische Endbearbeitung von Tonaufnahmen. Es ist der letzte Schritt einer Musik- oder Tonproduktion, bevor diese auf Tonträgern oder als digitale Daten vertrieben wird. Es soll nicht mit dem technischen Mastering im Presswerk verwechselt werden: Dort entstehen etwa der Glasmaster für CDs oder die Matrize für Vinylschallplatten.

Beim Audio-Mastering werden Klang- oder Datenmaterial nachbearbeitet und editiert. Anschließend entsteht eine Premaster-CD oder ein DDP-Master (Disc Description Protocol) als Positiv-Vorlage für die Mastererstellung im Presswerk. Eine beispielhafte CD-Produktion umfasst Aufnahme im Mehrspurverfahren, Abmischung der Spuren zu einer Stereo- oder Raumklang-Summe, deren Audio-Mastering, die Premaster-Erstellung und schließlich die Herstellung des Glasmasters. Aufnahme, Abmischung und Audio-Mastering gehören zur Musikproduktion; das Premastering führt meist ebenfalls ein Masteringingenieur aus.

Ziele und typische Bearbeitungen

Mastering soll die Qualität des vorhandenen Tonmaterials verbessern und seine Wiedergabe auf möglichst vielen Geräten und Medien kompatibel machen. Eine Aufnahme soll beispielsweise auf einer kleinen Stereoanlage, im Radio und über Kopfhörer gut klingen. Wichtig sind ein ausgewogenes Stereobild, gute Mono-Kompatibilität und ein ausgeglichener Frequenzgang; diese Eigenschaften werden geprüft und bei Bedarf korrigiert.

Auch ältere Aufnahmen können vor einer Wiederveröffentlichung klanglich verbessert oder für eine neue Zusammenstellung bearbeitet werden. Dies wird als Neuabmischung beziehungsweise „Remastering“ bezeichnet. Zur Klangbearbeitung können Filter, Equalizer, Kompressoren und psychoakustische Geräte eingesetzt werden. Mögliche Arbeitsschritte sind Entrauschung, Pegelanpassung, Pausenharmonisierung zwischen Titeln, Entfernung digitalen Jitters und das Erstellen von Blenden (Fades).

Stereobearbeitung und Premastering

Mit MS-Mastering kann die Stereo-Basisbreite verändert werden. Dafür wird das Signal in Mitten- und Seitensignal getrennt. So können Instrumente in der Panorama-Mitte im Pegel anders angepasst werden als weiter außen gepante Instrumente.

Nach dem Audio-Mastering erfolgt das Premastering normalerweise ohne weitere Klangbearbeitung. Dabei werden Titelreihenfolge, Pausen und Trackindizes festgelegt sowie Zusatzinformationen wie ISRC, EAN-Codes und CD-Text angelegt. Die Premaster-CD sollte dem Red-Book-Standard für Audio-CDs entsprechen. Vor Festplattenrecording und bei ausschließlich produzierten Vinylschallplatten fielen diese Schritte weg oder wurden im Presswerk erledigt; abschließend entstand ein Masterband als Vorlage für die Tonträgerherstellung.

Digitale, analoge und hybride Verfahren

Man unterscheidet Digital- und Analog-Mastering. Die Angaben dieses Abschnitts sind im Artikel als nicht hinreichend belegt gekennzeichnet.

Beim Digitalmastering erfolgt die Bearbeitung meist mit Computertechnik, Audiosoftware und Digital Audio Workstations. Bekannte analoge Geräte liegen dabei als virtuelle Plug-ins vor. Plug-ins können Signalverzögerungen verursachen, weshalb Profistudios häufig externe DSP-basierte Geräte nutzen: Sie bearbeiten Signale mathematisch und vollständig in Echtzeit. Beim Offline-Rechnen können Plug-ins wegen fehlender Echtzeitbeschränkungen ein mathematisch exakteres Ergebnis liefern.

Beim analogen Mastering werden konventionelle analoge Geräte über hochwertige AD-Wandler, sogenannte Studiowandler, in digitale Studioumgebungen eingebunden. Digitale Modelle können analoge Komponenten nicht beliebig genau abbilden und müssen zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit abwägen. Laut Artikel stehen digitale Prozessoren ihren analogen Vorbildern klanglich jedoch in nichts nach; zudem kann analoges Rauschen in digitalen Nachbildungen nach Wunsch ein- oder ausgeschaltet werden. Analogtechnik kann ungewollt Verzerrungen und Rauschen hinzufügen, bei hochwertiger Ausstattung meist wenig problematisch, aber auch als charakteristischer Klangeffekt erwünscht. Die Kombination beider Verfahren heißt Hybridtechnik und ist die teuerste.

Masteringstudios und Lautheit

Spezielle Masteringstudios beschäftigen sich ausschließlich mit der klanglichen Angleichung und Verbesserung fremder Aufnahmen. Sie ergänzen klassische Tonstudios und deren Toningenieure. Mitunter wird der Kundenwunsch nach einem besonders lauten Endprodukt erfüllt. Dies kann jedoch nur durch eine starke Verringerung von Dynamik und Transparenz des Audiomaterials geschehen; der Artikel verweist dafür auf das Problem der Loudness War.

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