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Universal Music Group

Die Universal Music Group (UMG) ist das größte der drei Major-Label neben Sony Music und der Warner Music Group. Sie hat den weltweit größten Anteil am …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Bedeutung
  2. 2. Entwicklung des Konzerns
  3. 3. Labels, Verlage und Rechte
  4. 4. Künstlerinnen und Künstler
  5. 5. Deutschland und Ausbildung
  6. 6. Kunst am Standort

Überblick und Bedeutung

Die Universal Music Group (UMG) ist ein internationaler Musikkonzern und gilt als das größte der drei Major-Label neben Sony Music und der Warner Music Group. Sie hatte 2019 mit knapp 32 % den weltweit größten Anteil am Musikmarkt. Das Unternehmen ist als Universal Music Group N. V. organisiert, wurde 1995 gegründet und hat seinen rechtlichen Sitz in Hilversum in den Niederlanden. Das operative Geschäft wird aus Santa Monica, Kalifornien, gesteuert.

UMG arbeitet in vier Geschäftsbereichen: Recorded Music, also die Produktion und Vermarktung aufgenommener Musik; Music Publishing, also Musikverlage und Rechteverwaltung; Artist Services, also Dienstleistungen für Künstlerinnen und Künstler; sowie Merchandising, also der Verkauf von Fanartikeln und ähnlichen Produkten. Geleitet wird das Unternehmen von Lucian Grainge als CEO. Für 2023 nennt der Artikel 10.290 Beschäftigte und einen Umsatz von 11,1 Milliarden Euro.

Entwicklung des Konzerns

Die Ursprünge der Universal Music Group reichen bis zur Gründung der amerikanischen Niederlassung von Decca Records im September 1934 zurück. Name und Firmenlogo gehen auf Carl Laemmles Universal Pictures zurück. Obwohl Filmstudio und Musikgeschäft eine gemeinsame Geschichte haben, gehört Universal Pictures heute zu Comcast, während UMG eine unabhängige kommerzielle Einheit ist.

Ein zentraler Ausgangspunkt der heutigen UMG war die Music Corporation of America (MCA). MCA wurde 1995 von Seagram übernommen und danach in Anlehnung an Universal Pictures in Universal umbenannt, weil MCA lange auf dem Gelände des Filmstudios tätig war. 1998 kaufte Universal PolyGram hinzu. Im Jahr 2000 verkaufte Seagram seine Medienaktivitäten an den französischen Vivendi-Konzern. 2004 spaltete Vivendi Universal die Musiksparte wegen hoher Schuldenlast ab; Universal Music wurde dabei eine Abteilung des Vivendi-Konzerns.

2020 stieg ein Konsortium um den chinesischen Internetkonzern Tencent mit 10 % bei UMG ein; im Januar 2021 kamen weitere 10 % hinzu. Ende März 2021 beschloss eine außerordentliche Hauptversammlung von Vivendi die Abspaltung der Universal Music Group. Bis Ende 2021 sollten 60 % der Aktien an die Aktionäre abgegeben und an der Börse Amsterdam notiert werden. Vivendi wollte 20 % behalten, weitere 20 % sollten beim chinesischen Partner Tencent bleiben. Der Börsengang an der Euronext Amsterdam erfolgte am 21. September 2021 als Universal Music Group N. V. mit rechtlichem Sitz in Hilversum.

Im April 2026 gab Pershing Square Capital Management, das Investmentunternehmen von Bill Ackman, ein Angebot zur Übernahme von Universal Music für rund 64 Milliarden US-Dollar ab, umgerechnet etwa 56 Milliarden Euro. Bereits 2021 hatte Pershing Square sich einen Anteil von 10 % gesichert.

Labels, Verlage und Rechte

Universal Music vereint zahlreiche Plattenlabels und Musikverlage. Im November 2011 kaufte Universal Music das Label EMI Music für 1,9 Milliarden Euro. Zur Gruppe gehören neben der EMI Group, zu der auch Virgin Records zählt, unter anderem Capitol Records, Chapter ONE, Motown Record Company, Verve Music Group, Mercury Nashville, Interscope Records, Island Def Jam Records, Republic Records, Polydor, Urban, Koch International und Deutsche Grammophon.

Auch wichtige Musikverlage des klassischen Bereichs gingen in der Universal Music Group auf. Der Artikel nennt Casa Ricordi, Editio Musica Budapest, Durand-Salabert-Eschig in Paris sowie Programme der Verlage Otto Junne in Leipzig, Robert Forberg in Leipzig/Bonn und weiterer Verlage. Dadurch besitzt oder verwaltet UMG nicht nur Tonträgerunternehmen, sondern auch Rechte an musikalischen Werken und Verlagsprogrammen.

Künstlerinnen und Künstler

Die Universal Music Group verfügt über Verwertungsrechte an Werken vieler Musikerinnen, Musiker und Bands. Verwertungsrechte bedeuten, dass ein Unternehmen Musik wirtschaftlich nutzen darf, etwa durch Veröffentlichung, Vertrieb oder Lizenzierung. Der Artikel führt eine große Auswahl aus unterschiedlichen Musikrichtungen auf.

Genannt werden unter anderem internationale Pop- und Rockgrößen wie ABBA, The Beatles, Bon Jovi, Billie Eilish, Eminem, Ariana Grande, Elton John, Lady Gaga, Nirvana, The Rolling Stones, Taylor Swift, The Police, The Who und Robbie Williams. Aus Jazz, Soul, Blues und klassischer Musik erscheinen Namen wie Louis Armstrong, Count Basie, James Brown, John Coltrane, Ella Fitzgerald, Marvin Gaye, Billie Holiday, Muddy Waters, Luciano Pavarotti und Herbert von Karajan. Auch deutschsprachige oder im deutschsprachigen Raum bekannte Künstlerinnen und Künstler wie Sarah Connor, Cro, Helene Fischer, Rammstein, Sido, Silbermond, Tokio Hotel, Unheilig, Lena Meyer-Landrut und Capital Bra werden aufgeführt.

Deutschland und Ausbildung

Die deutsche Tochtergesellschaft heißt Universal Music GmbH. Sie verlegte 2002 ihren Deutschland-Sitz von Hamburg nach Berlin-Friedrichshain in das Eierkühlhaus. Im Februar 2024 zog das Unternehmen aus dem Eierkühlhaus in ein Bürogebäude wenige Gehminuten entfernt.

Geschäftsführer der Universal Music GmbH ist seit dem 1. Juli 2004 Frank Briegmann. Sein Vorgänger Tim Renner hatte das Unternehmen Anfang 2004 verlassen. Seit dem 15. Juni 2010 ist Frank Briegmann nicht nur Geschäftsführer von Universal Music Deutschland, sondern auch Präsident von Universal Music Österreich, Universal Music Schweiz, den nordischen Ländern und Osteuropa sowie der Deutschen Grammophon. Im November 2007 übernahm Universal Music Deutschland die Mehrheit der Berliner Merchandise-Firma Bravado Merchandise GmbH.

Die deutsche Niederlassung in Berlin war 2003 Gründungsgesellschafter der Popakademie Baden-Württemberg. Ziel dieses Engagements ist die fundierte Ausbildung des zukünftigen Managementnachwuchses im Bachelor-Studiengang Musikbusiness.

Kunst am Standort

Zum Umfeld des früheren Berliner Standorts gehörte auch ein Kunstwerk: „13. 4. 1981“/Polizeigitter von Olaf Metzel. Es war 1987/88 im Rahmen der 750-Jahr-Feier und der Kulturhauptstadt Europas 1988 als Teil des Skulpturenboulevards in der Westberliner City an der Ecke Joachimstaler Platz/Kurfürstendamm aufgestellt worden.

Später wurde das Werk vom alten Standort entfernt und kam für einige Jahre ins Depot. Im November 2001 wurde es neben dem Eierkühlhaus in der Stralauer Allee wieder aufgebaut, kurz bevor Universal Music dorthin zog. Inzwischen steht es auf dem EUREF-Gelände.

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