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Septime

Als Septime, auch Septim, Septe oder Sept (von lateinisch septimus: „der siebente“) bezeichnet man in der Musik ein Intervall, das sieben Tonstufen einer …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Definition und Bedeutung
  2. 2. Arten der Septime
  3. 3. Verwendung in der Musik
  4. 4. Naturseptime und Partialtöne
  5. 5. Hörbeispiele

Definition und Bedeutung

Die Septime ist in der Musik ein Intervall, das sieben Tonstufen einer diatonischen, heptatonischen Tonleiter umspannt, zum Beispiel C–H. Ein Intervall bezeichnet den Abstand zwischen zwei Tönen. Die Septime ist das Komplementärintervall zur Sekunde: Ihre Umkehrung ergibt also eine Form der Sekunde.

Im engeren Sinn kann „Septime“ auch die siebte Stufe einer Tonleiter bezeichnen. Zur eindeutigen Unterscheidung vom Intervall wird diese Tonstufe gelegentlich Septimton genannt.

Arten der Septime

Die Septime tritt in vier Varianten auf:

  • Die große Septime umfasst 11 Halbtöne, also 5 Ganztöne und 1 Halbton. Beispiele sind C–H und D–Cis. Ihr Umkehrintervall ist die kleine Sekunde. Sie ist für die Durtonleiter charakteristisch.
  • Die kleine Septime umfasst 10 Halbtöne beziehungsweise 5 Ganztöne. Beispiele sind D–C und C–B. Ihr Umkehrintervall ist die große Sekunde. Sie ist für die Molltonleiter charakteristisch; aufwärts ist sie außerdem am Beginn der Titelmelodie von „Raumschiff Enterprise“ zu hören.
  • Die übermäßige Septime umfasst 12 Halbtöne beziehungsweise 6 Ganztöne. Beispiele sind C–His und Es–Dis. Ihr Umkehrintervall ist die verminderte Sekunde.
  • Die verminderte Septime umfasst 9 Halbtöne, also 3 Ganztöne und 3 Halbtöne. Beispiele sind D–Ces und Cis–B. Ihr Umkehrintervall ist die übermäßige Sekunde.

Übermäßige und verminderte Septimen sind seltener und erfordern in der Notation Versetzungszeichen. Sie können enharmonisch, also bei gleichem Klang trotz anderer Schreibweise, mit der Oktave beziehungsweise der großen Sexte verwechselt werden.

Verwendung in der Musik

In der europäischen Vokalmusik wurden Septimen lange vermieden. Erst im Rahmen der Affektenlehre der Barockmusik setzte man sie zunehmend ein. Im harmonischen Satz der klassischen und populären Musik ist die Septime bis heute wichtig, besonders als konstituierender Bestandteil des verminderten Septakkords.

Naturseptime und Partialtöne

In der Partialtonreihe, etwa bei Orgelregistern, heißt der 7. Partialton Septime oder Naturseptime. Sein Frequenzverhältnis zur nächsttieferen Oktave beträgt 7:4.

Seltener wird der 15. Teilton als Septime, Durseptime oder Große Septime bezeichnet. Er besitzt zur nächsttieferen Oktave das Frequenzverhältnis 15:8.

Bei Blechblasinstrumenten mit Ventilen, beispielsweise Trompete, Waldhorn und Tuba, oder mit Zug, beispielsweise Posaune, bedeutet Naturseptime, dass der 7. Partialton geblasen wird. Er tritt dabei an die Stelle einer großen oder kleinen Septime, die sonst mithilfe der Ventile oder des Zugs erzeugt würde.

Hörbeispiele

Als Hörbeispiele werden die kleine und die große Septime jeweils in beiden Richtungen angegeben:

  • kleine Septime aufwärts: C–B
  • kleine Septime abwärts: C–D
  • große Septime aufwärts: C–H
  • große Septime abwärts: C–Des

Lernvideos zu Septime

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