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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Sexte

Als Sexte, auch Sext (von lat. sextus: „der sechste“) bezeichnet man in der Musik ein Intervall, das sechs Tonstufen (also fünf Tonschritte) einer diatonischen, …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und musikalische Funktion
  2. 2. Varianten und Kennwerte
  3. 3. Die dorische Sexte
  4. 4. Hörbeispiele

Begriff und musikalische Funktion

Die Sexte, auch Sext genannt, ist ein musikalisches Intervall, das sechs Tonstufen beziehungsweise fünf Tonschritte einer diatonischen, heptatonischen Tonleiter umfasst. Ein Beispiel ist C–A. Im engeren Sinn bezeichnet Sexte außerdem die sechste Stufe einer Tonleiter.

Als Intervall ist die Sexte das Komplementärintervall zur Terz. In der gleichstufigen Stimmung umfassen Sextintervalle sieben bis zehn Halbtonschritte. Für die Bildung sangbarer Melodien galten Sextsprünge lange als ungeeignet; deshalb setzten sie sich erst spät als melodisches Intervall durch.

Varianten und Kennwerte

Es gibt vier Varianten der Sexte:

  • Die große Sexte umfasst 9 Halbtonschritte, also vier Ganztöne und einen Halbton. In reiner Stimmung beträgt ihr Frequenzverhältnis 5:3. Beispiele sind C–A und E–Cis. Ihr Umkehrintervall ist die kleine Terz.
  • Die kleine Sexte umfasst 8 Halbtonschritte, also drei Ganztöne und zwei Halbtöne. In reiner Stimmung beträgt ihr Frequenzverhältnis 8:5. Beispiele sind E–C und C–As. Ihr Umkehrintervall ist die große Terz.
  • Die übermäßige Sexte umfasst 10 Halbtonschritte, also fünf Ganztöne. Beispiele sind C–Ais und Es–Cis. Ihr Umkehrintervall ist die verminderte Terz.
  • Die verminderte Sexte umfasst 7 Halbtonschritte, also zwei Ganztöne und drei Halbtöne. Beispiele sind E–Ces und Cis–As. Ihr Umkehrintervall ist die übermäßige Terz.

Bei der großen und kleinen Sexte sind keine besonderen Versetzungszeichen erforderlich. Für die übermäßige und die verminderte Sexte werden bei der Notation immer Versetzungszeichen benötigt. Die übermäßige Sexte ist ein wesentlicher Bestandteil des übermäßigen Sextakkords, des übermäßigen Quintsextakkords und des übermäßigen Terzquartakkords.

Die dorische Sexte

Die dorische Tonleiter unterscheidet sich von der natürlichen Molltonleiter nur darin, dass ihre Sexte über dem Grundton groß statt klein ist. Diese große Sexte gilt als charakteristisches Intervall der dorischen Tonart und wird deshalb dorische Sexte genannt.

Hörbeispiele

Als Hörbeispiele werden im Artikel folgende Tonfolgen aufgeführt:

  • kleine Sexte: aufwärts C–As und abwärts C–E
  • große Sexte: aufwärts C–A und abwärts C–Es

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