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Sabrina Carpenter
Sabrina Annlynn Carpenter (* 11. Mai 1999 in Quakertown, Pennsylvania) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin.
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Überblick und frühes Leben
Sabrina Annlynn Carpenter (* 11. Mai 1999 in Quakertown, Pennsylvania) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin. Sie wurde zunächst durch Disney bekannt und erreichte später mit Singles und Alben Spitzenplätze in Musikcharts weltweit.
Carpenter wuchs in East Greenville, Pennsylvania, auf, hat drei ältere Schwestern und wurde zu Hause unterrichtet. Ihre Tante ist die Synchronsprecherin Nancy Cartwright. Mit etwa zehn Jahren veröffentlichte Carpenter auf YouTube Videos, in denen sie Lieder von Christina Aguilera und Adele sang. Ihr Vater baute ihr dafür ein Aufnahmestudio. 2009 belegte sie beim von Miley Cyrus geleiteten Wettbewerb „The Next Miley Cyrus Project“ den dritten Platz.
Schauspielkarriere
Ihren ersten Fernsehauftritt hatte Carpenter im Januar 2011 in einer Episode von Law & Order: Special Victims Unit. 2012 erhielt sie eine wiederkehrende Rolle als junge Chloe in The Goodwin Games und spielte in den Piloten Gulliver Quinn und The Unprofessional. Außerdem war sie an Just Dance Kids 2 beteiligt. 2013 trat sie unter anderem im Film Horns als junge Merrin sowie in Austin & Ally, Soy Luna und Orange Is the New Black auf; zudem sprach sie Figuren in Sofia die Erste – Auf einmal Prinzessin.
Ihre erste Serienhauptrolle war Maya Hart in der Disney-Channel-Sitcom Das Leben und Riley, der Fortsetzung von Das Leben und Ich. Die Serie lief vom 27. Juni 2014 bis zum 20. Januar 2017 und umfasste 72 Episoden in drei Staffeln. 2016 spielte Carpenter Jenny Parker im Disney-Channel-Film Die Nacht der verrückten Abenteuer und sprach Melissa Chase in Schlimmer geht’s immer mit Milo Murphy.
Weitere wichtige Filmrollen waren Hailey in The Hate U Give (2018), eine Hauptrolle in Wie Jodi über sich hinauswuchs, eine Hauptrolle im Netflix-Tanzfilm Work It und Samantha Brown im Disney+-Film Clouds (2020). In der Auswahlfilmografie werden außerdem unter anderem The Short History of the Long Road (2019), Emergency (2022), Wie Jodi über sich hinauswuchs 2 (2022) und Die Muppet Show (2026) genannt.
Musikalischer Weg und Erfolge
Carpenter nahm 2010 an einem Musikwettbewerb auf Miley Cyrus’ Internetseite teil und wurde Dritte. Sie sang „Smile“ für das Album Disney Fairies: Faith, Trust and Pixie Dust, das zum Soundtrack von Das Geheimnis der Feenflügel gehört, und war auf dem Soundtrack zu Sofia die Erste – Auf einmal Prinzessin zu hören.
Ihre Debütsingle „Can’t Blame a Girl for Trying“ erschien am 14. März 2014, die gleichnamige EP am 8. April; sie erreichte Platz 37 der Heatseeker-Charts. Das erste Studioalbum Eyes Wide Open folgte am 14. April 2015. Für „Can’t Blame a Girl for Trying“ gewann Carpenter 2015 einen Radio Disney Music Award als „Best Crush Song“, 2016 erhielt „Eyes Wide Open“ die Auszeichnung „Best Anthem“.
Die Single „Smoke and Fire“ erschien am 19. Februar 2016, wurde jedoch nicht in das zweite Album aufgenommen. Evolution erschien am 14. Oktober 2016, erreichte Platz 28 der Billboard Hot 200 und verkaufte in der ersten Woche 11.500 Einheiten. Die Singles „On Purpose“ und „Thumbs“ begleiteten das Album; „Thumbs“ erhielt in den USA Platin für mehr als eine Million verkaufte Einheiten. 2017 folgten die Single „Why“, die in den USA Gold für mehr als 500.000 verkaufte Einheiten erhielt, und die Evolution Tour, die am 21. Mai nach Deutschland kam.
Das Projekt Singular bestand aus Singular: Act 1 und Singular: Act 2. „Almost Love“ erschien am 6. Juni 2018, „Sue Me“ am 9. November 2018; Singular: Act 1 erreichte Platz 103 der US-Albumcharts und „Sue Me“ 2020 Goldstatus in den USA. Die Singular Tour lief vom 2. März bis zum 11. April 2019. Für Singular: Act 2 erschienen 2019 „Pushing 20“, „On My Way“ mit Alan Walker und Farruko, „Exhale“ und „In My Bed“. Das Album wurde am 19. Juli 2019 veröffentlicht. 2020 folgten „Honeymoon Fades“, „Let Me Move You“ für Work It und ein Remix von Zara Larssons „WOW“.
Nach dem Wechsel von Hollywood Records zu Island Records veröffentlichte Carpenter „Skin“ am 22. Januar 2021. Das fünfte Studioalbum Emails I Can’t Send erschien am 15. Juli 2022. Es verkaufte sich in der ersten Woche in den USA mehr als 18.000-mal und erreichte Platz 23 der Billboard 200, ihre bis dahin höchste Platzierung. Die erweiterte Fassung Emails I Can’t Send Fwd erschien am 17. März 2023; „Feather“ wurde am 4. August 2023 als Single ausgekoppelt.
2024 markierten „Espresso“ und „Please Please Please“ den internationalen Durchbruch. „Espresso“ erreichte Platz eins der Billboard Global 200, Platz drei der Billboard Hot 100, gewann den MTV Video Music Award für den Song des Jahres und hatte Ende 2024 1,6 Milliarden Spotify-Streams. „Please Please Please“ wurde Carpenters erster Nummer-eins-Hit in den USA. Short n’ Sweet erschien am 23. August 2024 und debütierte mit 362.000 verkauften Einheiten auf Platz eins der Billboard 200. Alle Albumtitel erreichten die Top 50 der Billboard Hot 100. Bei den Grammy Awards 2025 gewann Carpenter „Best Pop Vocal Album“ für Short n’ Sweet und „Best Pop Solo Performance“ für „Espresso“.
„Taste“ debütierte auf Platz zwei der Hot 100. Dadurch war Carpenter die erste Künstlerin seit den Beatles, deren erste drei Top-5-Hits in derselben Woche charteten. Die ersten drei Singles von Short n’ Sweet blieben sieben Wochen gleichzeitig in den Top 10, ein Rekord für eine weibliche Künstlerin. 2025 folgten „Manchild“ und das siebte Studioalbum Man’s Best Friend. „Manchild“ debütierte in den USA auf Platz eins der Billboard Hot 100; Man’s Best Friend erschien am 29. August 2025 und erreichte unter anderem Platz eins der Billboard 200. „Tears“ wurde zeitgleich als weitere Single veröffentlicht. Eine Bonus-Track-Version mit „Such a Funny Way“ erschien am 24. Dezember 2025. Bei den Grammy Awards 2026 war Carpenter in sechs Kategorien nominiert, gewann jedoch keinen Preis. „The Life of a Showgirl“, ein Duett mit Taylor Swift, erschien am 3. Oktober 2025.
Musikstil und Songwriting
Carpenter wurde zu Beginn ihrer Karriere als Teen-Pop-Sängerin beschrieben. Später entwickelte sie sich zunehmend zur Popkünstlerin. Ihre Alben verbinden Pop, Dance und R&B mit Elementen aus Folk-Pop, Akustik, Country, Elektropop und House. Nach Singular: Act I setzte sie sich außerdem mit Dance-Pop, Trap, Hip-Hop und R&B auseinander. Carpenter beschreibt ihren Sound als Musik mit „Elementen von allem“. Als Leitmotiv ihres Songwritings wird das Geschichtenerzählen hervorgehoben; ihre Stimme wird als Sopran beschrieben.
Zu ihren musikalischen Vorbildern und Einflüssen zählen unter anderem Madonna, Britney Spears, Mariah Carey, Christina Aguilera, Rihanna, Taylor Swift, Lorde, Beyoncé, Dolly Parton, ABBA, Aretha Franklin, die Beatles, Whitney Houston, Etta James und Ariana Grande. R&B beeinflusst ihre Arbeit häufig. Taylor Swift und Lorde nennt Carpenter besonders als Einflüsse auf ihr Songwriting.
Carpenter hat die meisten ihrer Songs mitgeschrieben und bezeichnet sich als deren Hauptsongwriterin. Ihr bevorzugter Prozess beginnt mit dem Songtitel, auf dem sie den Text aufbaut. Dabei verarbeitet sie persönliche Lebenserfahrungen. An Kompositionen wie „Espresso“ und „Please Please Please“ war sie beteiligt. Sie spielt Klavier, Bass, Ukulele, Gitarre und Schlagzeug und begleitete sich auf der Short n’ Sweet Tour an der Gitarre sowie beim Coachella-Festival 2024 an Klavier und E-Gitarre. Der Produzent Jack Antonoff hob besonders ihren Einsatz von Humor hervor.
Engagement, Kontroversen und Persönliches
2016 wurde Carpenter Botschafterin der Ryan Seacrest Foundation und besuchte Kinderkrankenhäuser. Im selben Jahr gingen 10 Dollar pro verkauftem „Smoke and Fire“-T-Shirt an die Brandschutzkampagne „2Steps2Minutes“ des Amerikanischen Roten Kreuzes. 2017 trat sie bei „We Day California“ auf und unterstützte die „Love Letters Challenge“ von DoSomething gegen die Isolation älterer Menschen. Während ihrer Karriere unterstützte sie die LGBTQ-Community. 2020 wirkte sie an einer Benefizversion von „If the World Was Ending“ zugunsten von Ärzte ohne Grenzen mit.
Für die Short n’ Sweet Tour gründete Carpenter mit PLUS1 den Sabrina Carpenter Fund für psychische Gesundheit, Tierschutz und die LGBTQ-Gemeinschaft. Von jeder verkauften Tourkarte ging 1 Dollar an den Fonds; er erreichte die Millionengrenze schneller als jeder andere Künstlerfonds von PLUS1. Die Hälfte der Einnahmen aus einem 2024 entwickelten Eis mit Espresso-Geschmack ging an das Ali Forney Center. Ihre Zusammenarbeit mit HeadCount mobilisierte bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 mehr Wähler als die jedes anderen Künstlers in diesem Jahr. 2025 unterstützte sie außerdem das National Immigration Law Center und setzte sich bei einem Auftritt für Transgender-Rechte ein.
Ein Musikvideo zu „Feather“, das in einer katholischen Kirche gedreht wurde, löste 2023 einen Medienskandal aus. Der Bischof von Brooklyn kritisierte es; der Priester, der den Dreh genehmigt hatte, wurde entlassen. Im Dezember 2025 protestierte Carpenter gegen die Nutzung eines Ausschnitts aus „Juno“ durch das Weiße Haus für ein ICE-Werbevideo und bezeichnete die Verwendung als „bösartig und widerwärtig“.
Carpenter war von 2014 bis 2015 mit Bradley Steven Perry, von 2020 bis 2021 mit Joshua Bassett, 2023 kurzzeitig mit Shawn Mendes und Anfang bis Ende 2024 mit Barry Keoghan liiert. Im Juni 2026 beantragte sie eine fünfjährige einstweilige Verfügung gegen einen mutmaßlichen Stalker, der versucht haben soll, in ihre Wohnung einzubrechen.
Studioalben und Chartplatzierungen
Die Studioalben entwickelten sich von mäßig erfolgreichen Veröffentlichungen bei Hollywood Records zu internationalen Spitzenplatzierungen bei Island Records:
- Eyes Wide Open (2015, Hollywood Records): Platz 43 der US-Albumcharts; Erstveröffentlichung am 14. April 2015.
- EVOLution (2016, Hollywood Records): Platz 28 in den USA; Erstveröffentlichung am 14. Oktober 2016.
- Singular: Act I (2018, Hollywood Records): Platz 103 in den USA; Erstveröffentlichung am 9. November 2018.
- Singular: Act II (2019, Hollywood Records): Platz 138 in den USA; Erstveröffentlichung am 19. Juli 2019.
- Emails I Can’t Send (2022, Island Records): Platz 15 in Deutschland, Platz 68 in der Schweiz, Platz 21 im Vereinigten Königreich und Platz 23 in den USA; in den USA Platin, im Vereinigten Königreich Gold; Verkäufe laut Artikel: mehr als 1.390.000.
- Short n’ Sweet (2024, Island Records): Platz 3 in Deutschland, Platz 1 in Österreich, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA; Gold in Deutschland und Österreich, Dreifachplatin im Vereinigten Königreich und Vierfachplatin in den USA; Verkäufe laut Artikel: mehr als 6.098.500.
- Man’s Best Friend (2025, Island Records): Platz 1 in Deutschland, Österreich, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA; im Vereinigten Königreich und in den USA Platin; Verkäufe laut Artikel: mehr als 1.592.000.