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Pattern (Musik)
Die amerikanische Minimal Music beruht häufig auf der ständigen Abwandlung solcher Pattern. Bei leichten zeitlichen Verschiebungen der Pattern in …
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Grundbegriff
Ein Pattern bezeichnet in der Musik eine harmonisch oder rhythmisch wiederkehrende Struktur. Gemeint ist also ein Muster, das in einem Stück mehrfach auftritt. Der Begriff wird besonders oft für perkussive Elemente oder Schlagzeug verwendet, kann aber auch allgemeiner ein wiederkehrendes Motiv bezeichnen. In diesem allgemeinen Sinn ist Pattern ein Anglizismus. Bei Gitarristen heißen melodische Patterns oft Licks.
Pattern in Musikethnologie und afrikanischer Musik
In der Musikethnologie wird der Begriff genauer verwendet: Pattern werden nach der Anzahl ihrer Schläge, also Pulse, unterschieden. In der afrikanischen Musik kommen häufig kleine Anzahlen vor, vor allem zwei, drei oder vier Schläge.
Mindestens zwei Pattern werden dort miteinander verzahnt. Wenn Pattern mit unterschiedlicher Schlagzahl gleichzeitig laufen, verschieben sie sich im Verlauf eines Stückes gegeneinander, ähnlich wie bei einer Schwebung. Da Trommeln wie die Djembe verschiedene Tonhöhen erzeugen können, entstehen dabei nicht nur rhythmische Gestalten. Durch verschobene Schwerpunkte und Zusammenklänge können auch melodische Wirkungen entstehen.
Elektronische Musik und Phasing
In der elektronischen Musik hat Pattern im Prinzip dieselbe Bedeutung: Ein programmiertes Pattern ist ein musikalisches Grundmuster oder Motiv, das mehrfach wiederholt wird, auch mit leichten Abwandlungen.
Die amerikanische Minimal Music beruht häufig auf der ständigen Abwandlung solcher Pattern. Wenn Pattern in verschiedenen Stimmen oder Instrumenten zeitlich leicht gegeneinander verschoben werden, entsteht eine sogenannte Phase. Die Kompositionstechnik, die damit arbeitet, heißt Phasing.
Komponisten und Werke
Zu den bekanntesten Komponisten, die mit elektronischen Patterns arbeiteten, gehören Steve Reich, Terry Riley und Philip Glass.
Morton Feldman baute zwei Kompositionen auf Pattern auf: Patterns in a Chromatic Field, for cello & piano (1981) und Why Patterns?, for flute, glockenspiel and piano (1978).