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Participe passé
Beim complément d'objet indirect (COI) erfolgt hingegen keine Flexion des participe passé: Je les ai vu(e)s. – das COD „les“ steht vor dem Verb. ... Siehe auch.
Inhalt6 Abschnitte
Grundidee und Bildung
Das participe passé ist eine französische Verbform. Als Partizip wird es benötigt, um verschiedene zusammengesetzte Zeitformen und Modi zu bilden.
Bei regelmäßigen Verben richtet sich seine Bildung nach der Infinitivendung:
- Verben auf -er: Stamm + é, zum Beispiel travailler – travaillé („arbeiten“).
- Verben auf -ir: Stamm + i beziehungsweise Infinitiv ohne -r, zum Beispiel atterrir – atterri („landen“).
- Verben auf -re: Stamm + u, zum Beispiel descendre – descendu („hinabgehen“) und paraître – paru („scheinen“).
- Verben auf -oir: Stamm + u, zum Beispiel vouloir – voulu („wollen“).
Bei unregelmäßigen Verben muss die Form gelernt werden. Beispiele sind avoir – eu („haben“), être – été („sein“), faire – fait („machen“), rire – ri („lachen“), dire – dit („sagen“), devoir – dû („müssen“), naître – né („geboren werden“), vivre – vécu („leben“) und mourir – mort („sterben“).
Verwendung in Zeitformen und Modi
Das participe passé wird zur Bildung mehrerer zusammengesetzter Verbformen verwendet. Im Indicatif, der Wirklichkeitsform, erscheint es in folgenden Zeitformen:
- Futur antérieur: Il aura pensé.
- Passé composé: Il a pensé.
- Passé antérieur: Il eut pensé.
- Plus-que-parfait: Il avait pensé.
Im Subjonctif, einem Modus unter anderem für subjektiv bewertete oder nicht als sicher dargestellte Sachverhalte, wird es im Passé composé du subjonctif verwendet: Qu’il ait pensé. Außerdem steht es im Subjonctif plus-que-parfait: Qu’il eût pensé.
Im Conditionnel, dem Modus für bedingte Aussagen, bildet es das Conditionnel passé, zum Beispiel: S’il avait pensé, il aurait eu pensé.
Auch der Impératif, also die Befehlsform, besitzt mit dem Impératif passé eine zusammengesetzte Form: Aie pensé.
Hilfsverben und grundlegende Anpassung
In zusammengesetzten Verbformen wird das participe passé je nach Verb mit avoir oder être als Hilfsverb verbunden. Die meisten Verben werden mit avoir konjugiert, zum Beispiel J’ai dit. Manche Verben verwenden être, etwa Je suis descendu(e). Reflexive Verben, bei denen sich ein Pronomen auf das Subjekt bezieht, werden ebenfalls mit être konjugiert, zum Beispiel Je me suis fâché(e).
Bei einer Konjugation mit être wird das participe passé grundsätzlich an das Subjekt angepasst. Nous sommes allé(e)s zeigt die Anpassung an ein Subjekt im Plural. Bei einer gewöhnlichen Konjugation mit avoir findet dagegen keine Anpassung allein aufgrund des Subjekts statt: Nous avons donné bleibt trotz des Subjekts im Plural unverändert.
Anpassung an ein direktes Objekt
Ein complément d’objet direct (COD) ist ein direktes Objekt. Steht das zum participe passé gehörende COD vor dem Verb, wird das participe passé an dieses COD angepasst. Dabei spielt es keine Rolle, ob die zusammengesetzte Form mit avoir oder être gebildet wird. Ein complément d’objet indirect (COI), also ein indirektes Objekt, bewirkt dagegen keine solche Flexion.
Je les ai vu(e)s zeigt die Anpassung, weil das COD les vor dem Verb steht. Dasselbe gilt für Voici les gens que tu as vu(e)s: Das COD les gens steht durch das Relativpronomen que vor der Verbform.
In Je leur ai donné les livres erfolgt keine Anpassung: leur ist ein COI, während das COD les livres erst nach dem Verb steht. Eine Kombination beider Objektarten zeigt Je les leur ai donné(e)s. Das vorangestellte COD les verlangt die Flexion auch dann, wenn mit leur zusätzlich ein COI vor dem Verb steht.
Reflexive Verben
Reflexive Verben werden mit être konjugiert. Im Normalfall besitzen sie ein vor dem Verb stehendes COD, das sich auf das Subjekt bezieht. Deshalb wird das participe passé in diesen Fällen ebenfalls angepasst.
In Nous nous sommes demandé(e)s stehen sowohl das Subjekt nous als auch das COD nous im Plural. In Je me suis demandé(e) verlangen das Subjekt je und das COD me im Femininum eine entsprechende feminine Form des participe passé.
Geschlecht im Plural
Der feminine Plural wird nur verwendet, wenn sich die erforderliche Flexion ausschließlich auf weibliche Subjekte und/oder CODs bezieht. Sobald die betreffende Gruppe nicht ausschließlich weiblich ist, wird der maskuline Plural benutzt.
Les femmes sont parties en vacances enthält ausschließlich feminine Subjekte; wegen der Konjugation mit être steht deshalb die feminine Pluralform parties. In Les cent femmes et leur chien sont partis en vacances gehört auch ein nicht weibliches Subjekt zur Gruppe, sodass die maskuline Pluralform partis verwendet wird.
Dasselbe Prinzip gilt bei reflexiven Verben und bei vorangestellten direkten Objekten. Beispiele sind Ma femme et moi nous sommes demandés sowie Concernant les filles et le garçon, je les ai faits monter. In beiden Fällen liegt eine gemischtgeschlechtliche Bezugsgruppe vor, weshalb der maskuline Plural steht.
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