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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Reflexives Verb

Ein reflexives Verb drückt die Tätigkeit eines Subjektes (Sprechers) aus, die sich auf es (ihn) selbst bezieht. Reflexivität ist ein Sonderfall der …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Bildung im Deutschen
  3. 3. Echte reflexive Verben
  4. 4. Substantivierung

Grundidee

Ein reflexives Verb drückt eine Tätigkeit des Subjekts aus, die sich auf das Subjekt selbst bezieht. Reflexivität ist ein Sonderfall der Handlungsrichtung eines Verbs, also der Diathese.

Im Deutschen geschieht dies meist mit einem Reflexivpronomen. Dabei haben das grammatische Subjekt und das grammatische Objekt denselben Bezug: Die handelnde Person und die betroffene Person sind identisch.

Bildung im Deutschen

Reflexive Tätigkeitsaussagen entstehen im Deutschen bei bestimmten Verben durch die Verbindung mit einem Reflexivpronomen wie „sich“.

Beispiel: Wenn dieselbe Person wäscht und gewaschen wird, sagt man: „Martin wäscht sich.“ Das Verb lautet in dieser Verwendung „sich waschen“.

Echte reflexive Verben

Echte reflexive Verben werden ebenfalls mit einem Reflexivpronomen gebildet, lassen aber kein anderes Objekt zu, das vom grammatischen Subjekt abweicht.

Bei „Martin wäscht sich“ ist auch eine nicht reflexive Variante möglich: „Martin wäscht seinen kleinen Bruder.“ Bei „Martin konzentriert sich“ ist dagegen nicht möglich: „Martin konzentriert seinen kleinen Bruder.“ Deshalb gilt „sich konzentrieren“ hier als echtes reflexives Verb.

Wenn ein Verb in einer anderen Bedeutung ohne Reflexivpronomen vorkommt, handelt es sich nicht um dasselbe reflexive Verb. In „Die Armee konzentriert ihre Kräfte“ bedeutet „konzentrieren“ „zusammenziehen“ und ist kein reflexives Verb.

Substantivierung

Bei der Substantivierung können reflexive Verben das Reflexivpronomen verlieren, wenn es sich um sehr häufige oder lexikalisierte Konversionen handelt.

Beispiel: „Martin verhält sich seltsam.“ Daraus wird: „Das Verhalten von Martin ist seltsam.“ Nicht üblich ist hier: „Das Sichverhalten von Martin ist seltsam.“

Normalerweise bleibt das Reflexivpronomen aber erhalten, damit die Bedeutung klar bleibt. Aus „Martin wäscht sich mit Genuss“ wird: „Das Sichwaschen ist Martin ein Genuss.“ Die Form „Das Waschen ist Martin ein Genuss“ wäre missverständlich, weil sie so wirken kann, als bereite Martin das Waschen allgemein Freude.

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