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Obertonharmonik
Obertöne sind Töne, die beim Spielen eines Grundtons mitklingen. Sie entsprechen einem Vielfachen der Frequenz des Grundtons. In der Obertonharmonik orientieren …
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Grundidee der Obertonharmonik
Obertonharmonik oder Obertonmelodik ist eine Art der Harmonik in der Musik. Sie richtet Tonleitern, Melodien und Akkorde nach den Obertönen eines Grundtons aus.
Obertöne sind Töne, die beim Spielen eines Grundtons mitklingen. Ihre Frequenzen entsprechen einem Vielfachen der Frequenz des Grundtons. Anders als bei mathematisch oder experimentell ermittelten Skalen dienen daher die Obertöne eines Grundtons als Orientierung. Dadurch folgen Melodien und Akkorde einem relativ starren Schema.
Verbreitung und Verwendung
Obertonharmonik ist vor allem in traditionellen Musikstilen Asiens und Südamerikas verbreitet. Eine besondere Bedeutung hat sie in der traditionellen Musik der Andenländer, der Andinen Musik. Diese nahm die Diatonik erst nach dem Eintreffen der Spanier im 15. Jahrhundert auf.
Auch in der Neuen Musik wurden mikrotonale Harmonien auf Grundlage von Obertonreihen verwendet. Damit arbeiteten unter anderem Georg Friedrich Haas im 4. Streichquartett, Wolfgang von Schweinitz und Esa-Pekka Salonen.