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Night Train (Band)
Night Train ist eine Jazzcombo aus Berlin. Sie nennen sich selbst die „kleinste Big Band Berlins“ und bestehen aus Rurik van Heys (Piano), Bernd Ratmeyer …
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Überblick
Night Train ist eine Jazzcombo aus Berlin. Die Band wurde 1999 gegründet und spielt vor allem Jazz und Swing. Sie bezeichnet sich selbst als die „kleinste Big Band Berlins“. Der Name passt zu ihrem musikalischen Konzept: Obwohl die Besetzung klein ist, orientiert sich ihr Repertoire stark an bekannten Big Bands der Jazzgeschichte.
Als aktuelle Besetzung nennt der Artikel Rurik van Heys am Piano, Bernd Ratmeyer am Schlagzeug, Hendrik Nehls am Kontrabass und Volker Fry am Vibraphon. In der Einleitung des Artikels wird jedoch noch Lars Gühlcke als Kontrabassist genannt; an anderer Stelle wird Hendrik Nehls als Bassist der aktuellen Besetzung aufgeführt und Lars Gühlcke unter den ehemaligen Mitgliedern genannt. Diese Angaben stehen im Artikel nicht ganz einheitlich nebeneinander.
Entwicklung der Band
Night Train begann 1999 zunächst als Trio um den Pianisten Rurik van Heys. Zur ursprünglichen Besetzung gehörten außerdem Bernd Ratmeyer am Schlagzeug und Bernd Kuchenbecker am Kontrabass. Schon bald wurde die Gruppe vor allem in der Berliner Jazzszene bekannt.
Ein wichtiger früher Erfolg war der Gewinn des Jazz & Blues Awards Berlin 2001 in der Kategorie Publikumspreis. Dieser Preis wird im Artikel auch „Ella“ genannt. Nach einer einjährigen Spielpause wurde das Trio Anfang 2008 zu einem Quartett erweitert. Seitdem gehört auch das Vibraphon zur Besetzung.
Die Mitglieder von Night Train sind nicht nur in dieser Band aktiv. Der Artikel erwähnt, dass sie auch in weiteren Bands spielen und regelmäßig Gastauftritte haben.
Musik und Stil
Der musikalische Schwerpunkt von Night Train ist Jazz. Die Band greift vor allem auf Stücke aus dem Repertoire wichtiger Big Bands der Jazzgeschichte zurück. Genannt werden das Count Basie Orchestra, das Duke Ellington Orchestra, Woody Herman and His Orchestra sowie das Thad Jones/Mel Lewis Orchestra.
Eine Big Band ist ein größeres Jazzensemble, oft mit mehreren Bläsergruppen und Rhythmusgruppe. Night Train übernimmt Material aus diesem Bereich, spielt es aber in kleiner Besetzung. Dabei bringt die Combo viele Freiheiten in die vorhandenen Stücke ein. Laut Artikel verändert sie die Musik jedoch nicht so stark, dass der Grundcharakter der Stücke zerstört wird.
Aktuelle Mitglieder
Rurik van Heys, geboren 1964 in Berlin, ist der Pianist von Night Train. Er machte sich in den 1980er Jahren sowohl als Solist als auch als Bandmitglied einen Namen. Er spielte unter anderem mit dem Red Roseland Orchestra und dem Bottomland Orchestra. Tourneen führten ihn durch Deutschland, Kanada, die USA, die Schweiz und die Niederlande. Anfang der 1990er Jahre wandte er sich dem klassischen modernen Jazzpianospiel zu und wurde ein gefragter Pianist der Berliner Szene. Besonders hervorgehoben wird seine von Horace Silver inspirierte Stilistik. Neben Night Train spielt er unter anderem bei Silvermine, Soul Station, dem Rurik van Heys Trio, Roger Raddatz und The Evolution.
Bernd Ratmeyer, geboren 1965 in Basel, ist der Schlagzeuger der Combo. Er hatte Unterricht unter anderem bei Jerry Granelli, Ronnie Stephenson und Jeff Hamilton. Seit 1986 arbeitet er in Berlin als Combo-, Bigband- und Orchesterschlagzeuger, auch am Theater und für Revuen. 1992 war er als freischaffender Musiker in Montreal in Kanada tätig. Außerdem trat er bei internationalen und nationalen Jazzfestivals auf und arbeitet mit dem Schriftsteller Stefan Krawczyk zusammen.
Hendrik Nehls, geboren 1982 in Strausberg, ist der Bassist von Night Train. Er ist klassisch ausgebildet, wurde aber besonders vom Swing und Groove eines Ray Brown geprägt. Außerdem nennt der Artikel Christian McBride als zeitgenössische Inspiration und Ron Carter als einen seiner Lehrer.
Volker Fry, geboren 1961 und eigentlich Volker Frischling, ist der Vibraphonist von Night Train. Ein Vibraphon ist ein gestimmtes Schlaginstrument mit Metallplatten. Fry interessierte sich früh für Jazz und entschied im Alter von 13 Jahren, Musiker zu werden. 1983 ging er nach Berlin und studierte an der Hochschule der Künste klassisches Schlagzeug. Danach war er in verschiedenen Orchestern und Bands tätig. Seit 1995 arbeitet er freiberuflich und ist in der Jazzszene aktiv. Anfang 2008 trat er in die Band ein.
Frühere Mitglieder
Zu den ehemaligen Mitgliedern zählt Bernd Kuchenbecker, geboren 1968 in Berlin. Er war Bassist der Band. Nach ersten Schlagzeugerfahrungen in einer Schulband studierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Er arbeitet an Theatern und unterrichtet an der Musikschule Berlin-Kreuzberg. Der Artikel erwähnt außerdem zahlreiche Auftritte mit bekannten Jazzmusikern sowie Auftritte in Fernsehsendungen.
Lars Gühlcke, geboren 1972 in Jever, war ebenfalls Bassist von Night Train. Er lernte zunächst Gitarre und studierte später in Amsterdam und Hilversum Kontrabass. Seit 1996 ist er festes Mitglied des Ed Kröger Quartetts mit der Gastsolistin Romy Camerun. Nach einem Aufenthalt in New York City und vielen Konzerten im In- und Ausland lebt er seit 2000 in Berlin und arbeitet als freischaffender Musiker. Auch er trat mehrfach in Fernsehen und Rundfunk auf.
Aufnahmen und Auszeichnung
In der Diskografie nennt der Artikel zwei Veröffentlichungen: „express“ und „introduction“. Weitere Angaben zu Erscheinungsjahren, Besetzung der Aufnahmen oder Titellisten enthält der Artikel nicht.
Als Auszeichnung wird der 1. Jazz & Blues Award Berlin genannt. Night Train gewann ihn 2001 als Publikumspreis. Dieser Erfolg ist wichtig, weil er den frühen Ruf der Band in der Berliner Jazzszene bestätigt.