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Monte (Musiktheorie)
Monte (auch Monte-Sequenz; italienisch monte ‚Berg') bezeichnet in der Musiktheorie eine zweigliedrige Sequenz, deren erstes Glied in der Tonart der IV.
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Definition und Bedeutung
Monte oder Monte-Sequenz bezeichnet in der Musiktheorie ein zweigliedriges Satzmodell, also eine typische Verbindung von melodischen und harmonischen Abläufen. Das erste Glied schließt in der Tonart der IV. Stufe einer Dur- oder Molltonart. Das zweite Glied beginnt eine Sekunde höher und endet mit einem Halbschluss in der Haupttonart. Ein Halbschluss ist ein Schluss auf der V. Stufe, der noch keine vollständige Schlusswirkung erzeugt.
Besonders wichtig ist der Monte in der europäischen Musik des 18. Jahrhunderts. Joseph Riepel beschreibt ihn neben Fonte und Ponte als eine von drei Möglichkeiten, den Beginn des zweiten Teils eines Menuetts zu gestalten; dies betrifft häufig die Takte 9–12.
Harmonischer Ablauf im Menuett
Riepels erstes Monte-Beispiel ist ein Menuett in C-Dur. Wie die meisten seiner Notenbeispiele besteht es ursprünglich nur aus einer Melodie; die Harmonik ist darin jedoch mitgedacht.
In Takt 9 tonikalisiert der Ton b die IV. Stufe f: F-Dur wird vorübergehend wie eine eigene Tonika behandelt. In Takt 11 tonikalisiert der Ton fis anschließend die V. Stufe g, also G-Dur. Dadurch entsteht die für den Monte typische aufwärts gerichtete, zweigliedrige Folge. Riepel bezeichnet den Beginn als einen etwas variierten „Schusterfleck“, also als ein wiederholtes musikalisches Muster.
Beispiele aus der Musik
Das Satzmodell erscheint unter anderem in Johann Sebastian Bachs Choral „Drum so laßt uns immerdar“ aus der Kantate „Mache dich, mein Geist, bereit“ (BWV 115), Takte 5–6. Ein weiteres Beispiel findet sich im dritten Satz von Franz Schuberts 2. Sinfonie, Takte 13–16.