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Modalsatz
Als Modalsatz bezeichnet man in der deutschen Grammatik einen Nebensatz, der Angaben enthält wie etwa zu der Art und Weise, wie ein Ereignis herbeigeführt wird,
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Definition und Funktion
Ein Modalsatz ist in der deutschen Grammatik ein Nebensatz, der Angaben zur Art und Weise macht, wie ein Ereignis herbeigeführt wird, oder zu den Begleitumständen einer Handlung. „Modal“ bedeutet hier Modus im Sinn von „Verfahrensweise“. Der Ausdruck bezieht sich daher nicht auf Modalität im Sinn von Möglichkeit und Notwendigkeit, wie beim Begriff „Modalverb“.
Ein Modalsatz erfüllt die Funktion eines Modaladverbials. Er gehört damit zur allgemeineren Kategorie der Adverbialsätze. Inhaltlich beschreibt er vor allem, auf welche Weise eine Handlung geschieht, mit welcher Methode eine Situation zustande kommt oder unter welchen begleitenden beziehungsweise fehlenden Umständen etwas passiert.
Grammatische Formen
Eine wichtige Form sind Nebensätze mit der Konjunktion „indem“. Sie nennen häufig die Methode, mit der die Handlung des Hauptsatzes ausgeführt wird: „Man schaltet das Gebläse an, indem man auf diesen Knopf drückt.“ Auch eine Verneinung ist möglich: „Man kann Probleme nicht lösen, indem man sie verschweigt.“
Eine weitere Form bilden Nebensätze mit „wie“. Sie können in ähnlicher Funktion als freie Relativsätze auftreten: „Sie bereiten den Rotkohl zu, wie es sich gehört.“ Der Satz entspricht dabei einer Konstruktion wie „die Art, wie sie ihn zubereiten“.
Modalsätze können außerdem an eine Präposition angeschlossen sein. Präposition und Konjunktion können gemeinsam den Nebensatz einleiten, zum Beispiel in „Das Kind lief auf die Straße, ohne dass es auf den Verkehr achtete.“ Vergleichbar ist „Er fährt, als ob er betrunken wäre“; dabei zählt „als“ allein nicht als Präposition. Auch ein Präpositionalausdruck im Satzinneren kann auf einen ausgelagerten dass-Satz verweisen: „Man kann Probleme nicht dadurch lösen, dass man sie verschweigt.“
Instrument, Methode und Art und Weise
Der modale Nebensatz mit „indem“ führt eine eigene Situation ein, die oft eine Methode beschreibt, durch die die im Hauptsatz genannte Situation zustande kommt. Er kann außerdem eine konkrete Ausführung einer zunächst abstrakt beschriebenen Handlung nennen: „Der Präsident reagierte, indem er die Grenztruppen in Alarmbereitschaft versetzte.“
Die Art und Weise einer Handlung wird im Deutschen am häufigsten durch adverbiell verwendete Adjektive ausgedrückt, seltener durch Nebensätze. Mit „wie“ eingeleitete Sätze können diese Funktion übernehmen: „Er unterhielt sich mit den Leuten, wie er es von früher her gewohnt war, nämlich ganz locker und gelöst.“ Der Nebensatz entspricht hier der Art-und-Weise-Angabe „locker und gelöst“.
Eine weitere Möglichkeit sind hypothetische Vergleichssätze mit „als ob“. Sie führen eine Situation ein, die nicht real oder zumindest nicht sicher gegeben ist, aber mit einer bestimmten Handlungsweise zusammenhängt: „Er fährt, als ob er betrunken wäre.“
Ein Kennzeichen der Art-und-Weise-Modifikation ist, dass im Hauptsatz das Korrelat „so“ stehen kann, auf das der Nebensatz Bezug nimmt: „Er unterhielt sich so mit den Leuten, wie er es gewohnt war“ oder „Er fährt so, als ob er betrunken wäre.“
Vergleich und Begleitumstände
Wegen ihrer grammatischen Ähnlichkeit werden manchmal nicht nur Art-und-Weise-Sätze mit „wie“, sondern zusätzlich alle Vergleichssätze, die mit „wie“ oder „als“ eingeleitet werden, unter die Kategorie Modalsatz gefasst. Je nach Darstellung können auch Konstruktionen wie „je … desto“ oder „mehr … als“ einbezogen werden.
Zu den Modaladverbialen zählen allgemein auch Angaben von Begleitumständen. Ein Beispiel ist ein weiterführender Relativsatz, der auch „Komitativsatz“ genannt wird: „Er fuhr durch ganz Europa, wobei er unterwegs zahlreiche Bekannte aufsuchte.“ Solche Sätze werden in Darstellungen der Adverbialsätze allerdings selten berücksichtigt.
Häufiger werden fehlende Begleitumstände behandelt. Sie können durch einen Nebensatz mit „ohne dass“ ausgedrückt werden: „Ohne dass jemand den Schalter angerührt hatte, ging das Licht an.“ Möglich ist auch eine Infinitivkonstruktion: „Ohne ein Geräusch zu machen, schlichen sie aus dem Zimmer.“
Schließlich können stellvertretende Begleitumstände angegeben werden: „Er schläft den ganzen Tag, (an)statt dass er arbeitet“ beziehungsweise „anstatt zu arbeiten“. Diese letzte Verwendung beruht auf einer weiten Auslegung des Begriffs „Modalsatz“ und wird in anderen Darstellungen stattdessen als Adversativsatz klassifiziert.