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Adversativsatz

Der Adversativsatz ist inhaltlich vor allem vom Konzessivsatz abzugrenzen: Ein Konzessivsatz („obwohl …“) deutet an, dass eine Unvereinbarkeit zur Aussage …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Abgrenzung
  2. 2. Einleitung und Satzbau
  3. 3. Mehrdeutigkeit von „während“

Bedeutung und Abgrenzung

Ein Adversativsatz ist ein Adverbialsatz, also ein Nebensatz, der einen Kontrast zur Aussage des Hauptsatzes ausdrückt. Er wird auch konfrontativer Adverbialsatz genannt. Der Kontrast betrifft meist zwei vergleichbare Sachverhalte und bedeutet nicht, dass diese nicht gleichzeitig bestehen könnten.

Vom Konzessivsatz ist er zu unterscheiden: Ein Konzessivsatz mit „obwohl“ lässt erwarten, dass seine Aussage mit der Aussage des Hauptsatzes unvereinbar sein müsste; diese erwartete Unvereinbarkeit wirkt sich dann aber nicht aus. Ein Adversativsatz beschreibt dagegen nur einen einfachen inhaltlichen Gegensatz.

Beispiel: „Ein Ragout aus der Frischlingskeule kann sich mit der Zartheit einer Lammkeule messen, während die Konsistenz eines ausgewachsenen Wildschweins an die eines Autoreifens erinnert.“ Der Nebensatz stellt das Fleisch junger und alter Wildschweine einander gegenüber.

Einleitung und Satzbau

Adversativsätze werden gewöhnlich durch nebensatzeinleitende Konjunktionen, auch Subjunktionen genannt, eingeleitet. Dazu gehören „während“, „indes“, „(an)statt dass“ und „(an)statt zu“ mit Infinitiv. Das Einleitungselement „wo(hin)gegen“ wird in der Literatur unterschiedlich eingeordnet: entweder als Konjunktion oder als Relativadverb.

Auch „dagegen“ und „hingegen“ können einen gleichwertigen Gegensatz ausdrücken, zum Beispiel: „Hunde können gut schwimmen, hingegen scheuen Katzen das Wasser.“ Dennoch ist der zweite Teil kein Adversativsatz im strikten Sinn. Er ist ein Hauptsatz, erkennbar daran, dass das Verb an zweiter Stelle steht. Zwischen beiden Teilsätzen besteht aber eine adversative, also gegensätzliche Bedeutungsbeziehung.

Dasselbe gilt für einen Teilsatz mit der nebenordnenden Konjunktion „aber“, etwa „… aber Katzen scheuen das Wasser“: Er hat adversative Bedeutung, ist jedoch kein Adverbialsatz.

Mehrdeutigkeit von „während“

Die Konjunktion „während“ hatte ursprünglich temporale Bedeutung und bezeichnete Gleichzeitigkeit. Zusätzlich entwickelte sie die Bedeutung der Gegensätzlichkeit. Deshalb kann ein Satz mit „während“ mehrdeutig sein: Er kann als Temporalsatz oder als Adversativsatz verstanden werden; der Zusammenhang entscheidet.

„Während ich zu Fuß gehe, fährt mein Sohn mit dem Auto“ kann beide Bedeutungen haben. Der Zusatz „Zur selben Zeit“ macht die zeitliche Bedeutung eindeutig: „Zur selben Zeit, während ich zu Fuß gehe, fährt mein Sohn mit dem Auto.“

In „Während ich lieber zu Fuß gehe, zieht mein Sohn es vor, mit dem Auto zu fahren“ liegt eher ein Adversativsatz vor. Besonders deutlich wird der Gegensatz, wenn „ich“ kontrastbetont gesprochen wird.

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