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Liste von Gallizismen
Dies ist eine Liste von Gallizismen, d. h. von Wörtern französischer Herkunft, die in der deutschen Sprache benutzt werden. Beim Benutzen und Erlernen von …
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Begriff und Bedeutung
Gallizismen sind Wörter französischer Herkunft, die in der deutschen Sprache benutzt werden. Die Liste erfasst sowohl vollständig übernommene französische Ausdrücke als auch eingedeutschte Formen, Ableitungen und feste Wendungen. Für das Lernen und Verwenden solcher Wörter ist wichtig, dass ähnliche oder scheinbar ähnliche Wörter im Deutschen und Französischen nicht immer dieselbe Bedeutung haben. Deshalb müssen Scheingallizismen und falsche Freunde beachtet werden.
Die französischen Ausgangswörter stammen teilweise selbst aus anderen Sprachen. Genannt werden balcon, das über das italienische balcone letztlich auf das Persische Bâlâkhâneh zurückgeht, kiosque aus dem Persischen, mannequin aus dem Niederländischen beziehungsweise Niederdeutschen und sporadique aus dem Griechischen. Die Bezeichnung Gallizismus beschreibt daher die Herkunft des Wortes im Deutschen, nicht unbedingt seine ursprüngliche sprachgeschichtliche Herkunft.
Formen und Anwendungsbereiche
Die Einträge umfassen einzelne Substantive wie Adresse, Balkon, Büro, Niveau, Restaurant und Zivilisation, Verben wie arrangieren, diskutieren, engagieren, markieren, montieren, präsentieren und sabotieren sowie Adjektive wie arrogant, delikat, elegant, frivol, loyal, plausibel, souverän und vage. Häufig werden verwandte Wortgruppen gemeinsam angegeben, etwa Affäre, avancieren, Karriere, rebellieren oder Retusche und retuschieren.
Daneben enthält die Liste französische Redewendungen und Fachausdrücke. Beispiele sind à la carte, à tout prix, déjà-vu, fait accompli, l’art pour l’art, raison d’être, savoir-vivre, tête-à-tête, vis-à-vis und voilà. Manche Ausdrücke gehören besonders zu bestimmten Lebensbereichen: Haute Couture, Prêt-à-porter, Décolleté, Lingerie und Tüll zur Kleidung; Baguette, Bouillabaisse, Crème brûlée, Entrecôte, Foie gras, Fondue, Mayonnaise, Quiche und Ratatouille zur Küche; Atelier, Collage, Ouvertüre, Tableau und Sujet zur Kunst; Bataillon, Garnison, Offizier, Patrouille und Sappeur zum Militär. Auch Handel, Börse, Technik, Medizin, Theater, Musik, Glücksspiel und Linguistik sind vertreten.
Einige Einträge weisen Varianten oder unterschiedliche Bedeutungen aus, zum Beispiel Bouquet beziehungsweise Bukett bei Wein und Blumen, Batterie im militärischen und technischen Sinn, Garnitur beim Essen und Militär, Parkett als Boden und Theaterbereich sowie Etikette als gesellschaftliche Umgangsform und Etikett als Schildchen. Die Schreibweisen bewahren teilweise französische Akzente und Bindestriche, etwa Amour fou, Crème fraîche, Eau de Toilette, Grand Prix oder Ménage-à-trois.
Auswahl von A bis F
Im Anfangsbereich finden sich zahlreiche Wörter aus Alltag, Gesellschaft, Verwaltung, Kunst und Mode. Dazu gehören Abonnement, Accessoire, Affront, Allee, Appartement, Arrangement, Atelier, Avantgarde, Balkon, Ballade, Boutique, Boulevard, Büro, Café, Chalet, Chauffeur, Chic, Collier, Concierge, Courage, Coupé, Debüt, Dekoration, Dessert, Dossier, Elite, Ensemble, Etage, Etui, Fabrik, Fassade, Fauxpas, Festival, Flakon, Foyer, Friseur, Frikadelle und Furnier.
Die Liste zeigt außerdem, dass bestimmte französische Formen im Deutschen stark spezialisiert sein können. Beispiele sind Agent provocateur, Ancien Régime, Après-Ski, Cordon bleu, Corps de ballet, Coup d’État, Déjà-vu, Enfant terrible, Femme fatale, Fin de siècle, Fourier-Transformation, Haute Couture und Folie à deux beziehungsweise Folie à trois. Bei einzelnen Einträgen werden Bedeutungen ausdrücklich ergänzt, etwa Apricot und Bordeauxrot als Farben, Bastonade als Bezeichnung einer Strafe, Barré für Gitarre, Effet für Drall oder Fatigue als medizinischer Ausdruck.
Auswahl von G bis M
Von G bis M setzt sich die Liste mit Wörtern aus Küche, Kleidung, Militär, Gesellschaft und öffentlichem Leben fort. Genannt werden Garage, Garderobe, Garnison, Gendarmerie, Genie, Genre, Gourmet, Gouverneur, Grand Cru, Grand Prix, Guillotine, Hangar, Haute Cuisine, Hommage, Hotel, Illusion, Ingenieur, Journal, Jury, Kabarett, Karriere, Karussell, Kaserne, Kiosk, Klavier, Koalition, Komitee, Konferenz, Korsett, Kritik, Kurier, Laissez-faire, Limousine, Lingerie, Loge, Madame, Mannequin, Marionette, Massage, Menü, Milieu, Militär, Möbel, Montage und Motivation.
Auch hier werden Ableitungen und Bedeutungsunterschiede sichtbar: garnieren und Garnitur, glazieren beziehungsweise glacieren, jonglieren und Jongleur, markieren und Markise, massieren und Masseur sowie motivieren und Motivation. Mehrere Wörter bezeichnen Speisen oder Lebensmittel, etwa Gratin, Karamell, Kotelett, Konfitüre, Mayonnaise, Meringue beziehungsweise Meringe, Nougat und Mirabelle. Andere stehen für Kleidung oder Stoffe, etwa Gabardine, Georgette, Lamé, Molton und Moiré.
Auswahl von N bis Z
Der letzte Teil reicht von Naturell, Niveau und Nuance über Offerte, Orchester, Palette, Parlament, Parfüm, Passage, Pâtisserie, Plakat, Porträt, Prestige, Profil und Promenade bis zu Quarantäne, Recherche, Restaurant, Revolution, Routine, Saison, Salon, Sensation, Silhouette, Solidarität, Souvenir, Terrasse, Toilette, Tournee, Trikot, Vitrine und Zigarette.
Zu den auffälligen festen Wendungen und Spezialausdrücken gehören noblesse oblige, par excellence, par exemple, par ordre du mufti, Rien ne va plus, sans cérémonie, sans façon, sans gêne, en gros, en detail, en masse, Grand-Tourisme-Rennen, Sauce béarnaise, Sauce hollandaise, Sauce mousseline, Mousse au Chocolat und Petit Four. Die Buchstabenabschnitte enthalten außerdem Fachwörter wie Laplace-Transformation, Varietät in der Linguistik, Variation in der Musik, Tonnage, Nivellement, Virtualität und Zirkular beziehungsweise zirkulär.
Einzelne Einträge sind als umgangssprachlich, veraltet oder vulgär markiert, darunter menno, sans cérémonie, sans façon, sans gêne, sans phrase und pissen. Bei Energie steht im Artikel ein Fragezeichen. Insgesamt ist die Seite vor allem ein alphabetisches Nachschlageverzeichnis; sie liefert viele Beispiele, aber keine ausführlichen Erklärungen zu Aussprache, Grammatik oder den Bedeutungsunterschieden der einzelnen Wörter.