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Liste dystopischer Filme
Dies ist eine Liste von Kino- und Fernsehfilmen, die dem Genre Dystopie (auch Anti-Utopie genannt) zugeordnet werden. Eine Dystopie ist die Vision einer …
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Begriff und Einordnung
Der Artikel ist eine Liste von Kino- und Fernsehfilmen, die dem Genre Dystopie, auch Anti-Utopie genannt, zugerechnet werden. Eine Dystopie ist die Vision einer Gesellschaft, die sich im Gegensatz zu einer Eutopie, die häufig mit Utopie gleichgesetzt wird, negativ entwickelt hat. Dystopische Gesellschaften sind oft durch Armut, Diktatur, Gewalt, Krankheit, Hunger oder extreme Umweltverschmutzung geprägt. Das Leben des durchschnittlichen Individuums muss dort im Vergleich zur Gegenwart als sehr schlecht erscheinen.
Ein häufiges Merkmal ist der Versuch einer Regierung, das freie Denken, die Informationsfreiheit und die allgemeine Lebensweise der Bürger weitgehend zu kontrollieren. Weitere Themen sind systematische Diskriminierung, Genetik, Fruchtbarkeit, Intelligenz und Alter. Die aufgeführten Filme gelten als dystopisch, weil ihre Handlung eines oder mehrere wesentliche Merkmale enthält, die den Vorstellungen einer utopischen Gesellschaft diametral entgegenstehen. Die Kategorien überschneiden sich teilweise; einzelne Filme erscheinen deshalb in mehreren Bereichen.
Politische und gesellschaftliche Ordnungen
Die größte Gruppe umfasst Filme, deren Handlung hauptsächlich den politischen, gesellschaftlichen oder allgemein dystopischen Charakter ihrer Welt behandelt. Zu den frühen und prägenden Beispielen gehören Metropolis von Fritz Lang (1927), Der Prozeß (1962), Fahrenheit 451 (1966), THX 1138 (1971), … Jahr 2022 … die überleben wollen (1973), Flucht ins 23. Jahrhundert (1976), Blade Runner (1982), Brazil (1985), RoboCop (1987), Die Geschichte der Dienerin (1990), Gattaca (1997) und die Matrix-Filmreihe ab Matrix (1999).
Viele Filme beruhen auf literarischen oder grafischen Vorlagen. Dazu zählen 1984 (1956 und 1984), basierend auf George Orwells Roman 1984, Wir (1981) nach Jewgeni Samjatins Roman Wir von 1920, Fahrenheit 451 nach Ray Bradburys Roman, Vaterland (1994) nach Robert Harris, Minority Report (2002) nach Philip K. Dick sowie V wie Vendetta (2006) nach Alan Moores Comicroman.
Weitere wichtige Reihen und Einzelbeispiele sind Battle Royale (2000) und Battle Royale II: Requiem (2003), Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012) mit den Fortsetzungen bis 2015 sowie The Ballad of Songbirds and Snakes, The Purge mit fünf Filmen von 2013 bis 2021, Die Bestimmung mit drei Filmen von 2014 bis 2016, Snowpiercer (2013), Elysium (2013), Hüter der Erinnerung – The Giver (2014), The Lobster (2015), High-Rise (2015), What Happened to Monday? (2017), Blade Runner 2049 (2017), Mortal Engines: Krieg der Städte (2018), Anon (2018), Exit (2020), Gold – Im Rausch der Gier (2022) und 1984 (2023).
Wirtschaftliche Dystopien
Wirtschaftliche Dystopien ähneln politischen und gesellschaftlichen Dystopien. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass die herrschaftliche Gewalt nicht hauptsächlich von einer Regierung, sondern von einem oder mehreren Unternehmen ausgeübt wird. Im Mittelpunkt steht häufig wirtschaftlicher Profit.
Beispiele sind Das zehnte Opfer (1965), Fahrenheit 451 (1966), … Jahr 2022 … die überleben wollen (1973), Rollerball (1975) und Rollerball (2002), Blade Runner (1982), RoboCop (1987) mit den Fortsetzungen RoboCop 2 (1990) und RoboCop 3 (1993), Die totale Erinnerung – Total Recall (1990) mit der Fernsehfortsetzung Total Recall 2070 (1998), Die Geschichte der Dienerin (1990), Fortress – Die Festung (1993), Vernetzt – Johnny Mnemonic (1995), I, Robot (2004), Surrogates – Mein zweites Ich (2009), Gamer (2009), Metropia (2009), Repo! The Genetic Opera (2008), Die Insel (2005), Stille Reserven (2016) und The Circle (2017).
Auch mehrere Filmreihen werden hier eingeordnet, darunter die Resident-Evil-Filmreihe von 2002 bis 2016, Maze Runner mit Filmen von 2014, 2015 und 2018 sowie Die Tribute von Panem. Einige Titel stehen zugleich in anderen Gruppen, etwa Blade Runner 2049, RoboCop und Metropia.
Von Außerirdischen beherrschte Welten
Diese Untergruppe unterscheidet sich von allgemeinen Dystopien dadurch, dass Menschen oder die gesamte Menschheit durch außerirdische Invasoren unterdrückt werden. Der Artikel nennt unter anderem Kampf der Welten (1953), der auf H. G. Wells’ Roman Der Krieg der Welten basiert und als Vorreiter populärer Alien-Invasionsfilme gilt, sowie Die Dämonischen (1956), Die Körperfresser kommen (1978) und Body Snatchers – Die Körperfresser (1993), die auf Jack Finneys Roman Die Körperfresser kommen zurückgehen.
Weitere Beispiele sind Quatermass (1979), Die dreibeinigen Herrscher (1984–1985), Sie leben (1988), Dark City (1998), Battlefield Earth – Kampf um die Erde (2000) nach L. Ron Hubbards Roman, Titan A.E. (2000), Final Fantasy: Die Mächte in dir (2001), Riddick: Chroniken eines Kriegers (2004), Recyclo Transformers (2007), Oblivion (2013), Die 5. Welle (2016), A Quiet Place (2018) und A Quiet Place 2 (2020).
Cyberpunk
Cyberpunk ist eine dystopische Richtung der Science-Fiction-Literatur aus den 1980er Jahren. Anders als die glänzenden und steril-sauberen Welten klassischer Science-Fiction-Utopien zeigt Cyberpunk düstere, gewaltgeprägte und pessimistische Gesellschaften. High-Tech spielt eine zentrale Rolle. Typische Figuren sind marginalisierte Menschen am Rand der Gesellschaft, deren Leben durch schnelle technologische Eingriffe bestimmt wird.
Zu den zentralen Filmen gehören Blade Runner (1982), Tron (1982), Videodrome (1983), Akira (1988), Terminator (1984), Ghost in the Shell (1995), Vernetzt – Johnny Mnemonic (1995), Strange Days (1995), Gattaca (1997), Matrix (1999) und die Fortsetzungen Matrix Reloaded (2003) und Matrix Revolutions (2003). Ebenfalls genannt werden The 13th Floor – Bist du was du denkst? (1999), eXistenZ (1999), A.I. – Künstliche Intelligenz (2001), Minority Report (2002), Code 46 (2003), Ghost in the Shell 2 – Innocence (2004), Repo Men (2010), Looper (2012), Dredd (2012), The Zero Theorem (2013), Automata (2014), Alita: Battle Angel (2019) und Archive (2020).
Der Artikel nennt außerdem Biopunk als Subgenre, etwa bei Das fünfte Element (1997), Gattaca und Splice – Das Genexperiment (2009). Weitere Unterformen oder verwandte Motive werden durch Hinweise wie Body-Horror bei Tetsuo: The Iron Man (1989) und Videodrome gekennzeichnet.
Postapokalyptische und sonstige Filme
Postapokalyptische Filme spielen nach einem Ereignis, das große Teile der Menschheit und der von ihr aufgebauten Zivilisation vernichtet hat. Alte Gesellschaftsordnungen gelten nicht mehr; häufig herrscht ein archaisches Recht des Stärkeren. Das Postapokalyptische ist ein dystopisches Subgenre der Science-Fiction und Fantasy und unterscheidet sich durch drastische, apokalyptische oder groteske Weltuntergangsszenarien von gewöhnlichen Dystopien.
Frühe Beispiele sind Die letzten Fünf (1951), Das letzte Ufer (1959), Panik im Jahre Null (1962), Ich bin Legende (1964), Der Omega-Mann (1971), Mad Max (1979), Malevil (1981), The Day After – Der Tag danach (1983), Nausicaä aus dem Tal der Winde (1984), Quiet Earth – Das letzte Experiment (1985), Waterworld (1995), 12 Monkeys (1995), Postman (1997), 28 Days Later (2002) und Land of the Dead (2005). Spätere Beispiele sind Children of Men (2006), I Am Legend (2007), The Road (2009), The Book of Eli (2010), Hell (2011), Endzeit (2013), The Survivalist (2015) und The Girl with All the Gifts (2016). Auch WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf (2008), Pandorum (2009) und Mortal Engines: Krieg der Städte (2015) werden genannt.
Die Rubrik „Verschiedenes“ enthält Filme mit dystopischen Elementen, bei denen Science-Fiction-, Thriller- oder andere Aspekte überwiegen oder die keiner der oberen Kategorien eindeutig zugeordnet werden. Dazu gehören Lemmy Caution gegen Alpha 60 (Alphaville) (1965), Das Millionenspiel (1970), Uhrwerk Orange (1971), Welt am Draht (1973), Die Warriors (1979), Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein (1998), The Day After Tomorrow (2004), Inception (2010), Oblivion (2013), Transcendence (2014) und die Maze-Runner-Filme von 2014, 2015 und 2018. Die Planet-der-Affen-Filmreihe basiert auf Pierre Boulles gleichnamigem Roman und umfasst mehrere Filme von 1968 bis zum Remake Planet der Affen (2003).