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Jazzblues

Blues meint dabei eine spezielle Chorus-Struktur von 12 Takten, die wiederholt wird und in ihren Harmonien aus dem traditionellen Blues abgeleitet ist. Dabei …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Form und Verwendung
  3. 3. Harmonische Mittel
  4. 4. Beispiele und Schemata

Grundidee

Jazzblues ist in der Regel eine Komposition, die auf der Bluesform aufbaut, aber harmonisch weiterentwickelt ist und mit Mitteln des Jazz interpretiert wird. Er dient häufig als Grundlage für Improvisation. Weil seine Form kurz ist und sich wiederholt, gilt Jazzblues als Test für die Kreativität und Sicherheit improvisierender Solisten.

Form und Verwendung

Im Jazzblues werden die Melodien meist nicht gesungen, sondern instrumental gespielt. Das wird schon bei der Komposition berücksichtigt. Als Jazzblues gelten Stücke des Jazzrepertoires, die auf dem Bluesschema in Taktfolge und Harmoniefolge beruhen.

Mit „Blues“ ist hier vor allem eine spezielle Chorus-Struktur gemeint: eine wiederholte Form von 12 Takten, deren Harmonien aus dem traditionellen Blues abgeleitet sind. Ein Chorus ist ein vollständiger Durchlauf dieser Form. Im Jazzblues können die Harmonien gegenüber dem klassischen Blues verändert und variiert werden. Meist bleiben aber das Grundgerüst und die zwölftaktige Form erhalten, zum Beispiel die Subdominante im fünften Takt.

Harmonische Mittel

Einige Jazzblues-Kompositionen sind komplexer als ein Standardblues. Akkordfolgen können verändert werden, und einzelne Akkorde können substituiert, also durch andere Akkorde ersetzt werden.

Ein Beispiel ist der Dominantseptakkord: Das ist ein Akkord mit Grundton, großer Terz, Quinte und kleiner Septime. An seiner Stelle kann ein alterierter Akkord auf demselben Grundton gespielt werden. „Alteriert“ bedeutet, dass einzelne Akkordtöne verändert sind. Möglich ist auch ein Dominantseptakkord, dessen Grundton gegenüber dem eigentlichen Grundton um eine verminderte Quinte verschoben ist.

Beispiele und Schemata

Bekannte Jazzblues-Stücke sind „C Jam Blues“, „Blue Monk“, „Straight No Chaser“, „All Blues“, „Au Privave“, „Billie’s Bounce“ und „Blues for Alice“.

Der Artikel nennt außerdem konkrete Grund-Schemata mit Akkordsymbolen: ein Jazzblues-Schema in F, ein Moll-Blues-Schema in Cm und ein Schema im Dixieland-Jazz in Bb. Diese Beispiele zeigen, dass Jazzblues zwar meist auf der 12-taktigen Bluesform beruht, aber je nach Stil und harmonischer Ausgestaltung unterschiedliche Akkorde und Wendungen verwenden kann.

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