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Goldenes Trapez
Ein Goldenes Trapez ist ein gleichschenkliges Trapez, das Merkmale des Goldenen Schnitts aufweist. Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Arten Goldener …
Grundidee und Einteilung
Ein Goldenes Trapez ist ein gleichschenkliges Trapez, also ein Trapez mit gleich langen Schenkeln, das Merkmale des Goldenen Schnitts aufweist. Im Wesentlichen werden zwei Arten unterschieden: eines mit einem spitzen Innenwinkel von 72° und eines mit einem spitzen Innenwinkel von 60°.
Goldenes Trapez mit 72°
Beim Goldenen Trapez mit 72° liegt der Innenwinkel an der längeren Parallelseite bei 72°. Die beiden Schenkel und die kürzere parallele Seite sind jeweils gleich lang. Die längere Parallelseite wird als Major, die kürzere als Minor bezeichnet; ihr Längenverhältnis beträgt Φ, wobei Φ den Goldenen Schnitt bezeichnet.
Jede Diagonale eines regelmäßigen Fünfecks zerlegt dieses Trapez in ein Goldenes Trapez und ein Goldenes Dreieck zweiter Art.
Goldenes Trapez mit 60°
Beim Goldenen Trapez mit 60° beträgt der Innenwinkel an der längeren Parallelseite 60°. Die Schenkel sind jeweils 1 lang. Die längere parallele Seite hat die Länge Φ, die kürzere die Länge 1/Φ; Φ bezeichnet den Goldenen Schnitt.
Jede Diagonale eines regelmäßigen Sechsecks zerlegt das Trapez in zwei kongruente, also deckungsgleiche, Goldene Trapeze.
Wenn zusätzlich beide Trapezdiagonalen die Länge √2 haben, kann die Fläche auf zwei Arten zerlegt werden: entweder in zwei Goldene Trapeze und zwei gleichseitige Dreiecke oder in ein gleichseitiges Dreieck und ein Parallelogramm mit dem spitzen Winkel 60°. In den Abbildungen stehen die jeweils rot als Major und blau als Minor markierten Streckenpaare im Verhältnis des Goldenen Schnitts.