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Flexionsmorphem

Im Deutschen sind die Flexionsmorpheme gebundene Morpheme, d. h. Morpheme, die nicht alleine ein Wort bilden können (nicht wortfähig sind). Beispiel: Das …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Definition und Funktion
  2. 2. Arten und Abgrenzung
  3. 3. Beispiel im Deutschen

Definition und Funktion

Ein Flexionsmorphem, auch Flexionselement oder Flexiv genannt, ist ein gebundenes grammatisches Morphem. Ein Morphem ist die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache; gebunden bedeutet, dass es nicht allein als Wort stehen kann. Flexionsmorpheme dienen der Flexion von Wörtern, also der Veränderung eines Wortes in verschiedene Wortformen.

Flexionsmorpheme verändern nicht die lexikalische Grundbedeutung eines Wortes, sondern seine grammatische oder syntaktische Bedeutung. Sie zeigen also zum Beispiel an, welche Form ein Wort im Satz hat.

Arten und Abgrenzung

Je nach Art der Flexion unterscheidet man Deklinationsmorpheme, Konjugationsmorpheme und Komparationsmorpheme. Deklination betrifft zum Beispiel Formen von Nomen, Artikeln oder Adjektiven; Konjugation betrifft Verbformen; Komparation betrifft Steigerungsformen.

Flexionsmorpheme gehören zu den grammatischen Morphemen und unterscheiden sich dadurch von lexikalischen Morphemen, die zur inhaltlichen Bedeutung eines Wortes beitragen. Außerdem sind sie von Wortbildungsmorphemen zu unterscheiden, die ebenfalls grammatische Morpheme sind, aber neue Wörter oder Wortbildungen erzeugen. Flexionsmorpheme bilden im Unterschied zu lexikalischen Morphemen „begrenzte paradigmatische Klassen“.

Beispiel im Deutschen

Im Deutschen sind Flexionsmorpheme gebundene Morpheme: Sie können nicht allein ein Wort bilden und sind daher nicht wortfähig.

Ein Beispiel ist das Morphem {-er}. Es kann ein Flexionsmorphem für den Plural sein, etwa bei Kind – Kinder. Dasselbe Morphem kann auch eine Steigerung ausdrücken, etwa bei schnell – schneller.

Lernvideos zu Flexionsmorphem

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