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Eschatologische Rede Jesu
Die Rede enthält mehrere Gleichnisse, mit denen Jesus auf seinen bevorstehenden Tod und sein Wiederkommen hinweist; siehe auch die Liste der Gleichnisse Jesu.
Inhalt4 Abschnitte
Bedeutung und Überlieferung
Die eschatologische Rede Jesu, auch Endzeitrede oder Rede über die Endzeit genannt, ist eine längere zusammenhängende Predigt, die Jesus von Nazaret auf dem Ölberg in Jerusalem an seine Jünger gerichtet haben soll. Überliefert wird sie in den drei synoptischen Evangelien: Matthäus 24–25, Markus 13 und Lukas 21,5–36.
„Eschatologisch“ bedeutet auf die letzten Dinge bezogen. Entsprechend behandelt die Rede die Zukunft der Welt, die Große Trübsal als endzeitliche Not, die Wiederkunft Christi und das Weltgericht. In den synoptischen Evangelien ist sie Jesu letzte Rede und die letzte Unterweisung seiner Jünger vor seinem Tod. Im Matthäusevangelium folgt unmittelbar darauf die Passionsgeschichte.
Grundaufbau
Ausgangspunkt sind die Fragen der Jünger in Mt 24,3, Mk 13,4 und Lk 21,7. Danach lässt sich die Rede, hier nach Matthäus, in zwei Hauptteile gliedern:
- Angaben zum Zeitpunkt der zuvor angekündigten Zerstörung des Tempels (vgl. Mt 24,1–2)
- Zeichen der Wiederkunft Christi und des Endes der Weltzeit
Endzeitliche Ereignisse
Die Einheitsübersetzung von 2016 unterteilt den Bericht im Matthäusevangelium zunächst nach den angekündigten Ereignissen:
- Ankündigung der Zerstörung des Tempels (Mt 24,1–2)
- Anfang der endzeitlichen Not (Mt 24,3–14)
- Höhepunkt der Not (Mt 24,15–28)
- Kommen des Menschensohnes (Mt 24,29–31)
- naher, aber unbekannter Zeitpunkt (Mt 24,32–36)
- Vollendung als Moment der Entscheidung (Mt 24,37–42)
Damit verbindet die Rede die Aussicht auf kommende Not und Gericht mit der Aussage, dass der genaue Zeitpunkt unbekannt bleibt.
Gleichnisse und Wachsamkeit
Mehrere Gleichnisse weisen auf Jesu bevorstehenden Tod und sein Wiederkommen hin. Zugleich fordern sie zu Wachsamkeit und verantwortlichem Handeln auf:
- Das Gleichnis vom Hausherrn mahnt zur Wachsamkeit (Mt 24,43–44).
- Das Gleichnis vom klugen und vom bösen Knecht stellt zwei unterschiedliche Verhaltensweisen gegenüber (Mt 24,45–51).
- Das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen behandelt die Bereitschaft für das Kommende (Mt 25,1–13).
- Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten Silbergeld thematisiert den Umgang mit dem Anvertrauten (Mt 25,14–30).
- Das Gleichnis vom Gericht des Menschensohnes über die Völker bildet den Abschluss (Mt 25,31–46).