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Der große Gatsby (2013)

Der große Gatsby (Originaltitel: The Great Gatsby) ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2013. Es ist eine Literaturverfilmung des mehrfach …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Entstehung und Gestaltung
  4. 4. Filmmusik
  5. 5. Publikum, Kritik und Auszeichnungen

Überblick

Der große Gatsby (Originaltitel: The Great Gatsby) ist ein US-amerikanisch-australisches Filmdrama aus dem Jahr 2013 und eine Literaturverfilmung des Romans Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1925. Der 142 Minuten lange, englischsprachige Film wurde von Baz Luhrmann inszeniert und hauptsächlich als 3D-Film konzipiert. Luhrmann schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Craig Pearce. Die Musik stammt von Craig Armstrong, die Kameraarbeit von Simon Duggan. In Deutschland ist der Film ab 12 Jahren freigegeben, in Österreich lautet die JMK-Freigabe 10.

Leonardo DiCaprio spielt den geheimnisvollen Millionär Jay Gatsby. Weitere Hauptrollen übernehmen Tobey Maguire als Nick Carraway, Carey Mulligan als Daisy Buchanan und Joel Edgerton als Tom Buchanan. Die Premiere fand am 1. Mai 2013 in New York City statt. Am 15. Mai eröffnete der Film die 66. Internationalen Filmfestspiele von Cannes.

Handlung

Nick Carraway wird wegen Alkoholsucht und Depressionen in einem Sanatorium behandelt. Weil er ständig von einem Mann namens Gatsby spricht, aber seine Gedanken nur schwer ausdrücken kann, fordert ihn sein Arzt auf, sie aufzuschreiben. Diese Rahmenhandlung stammt nicht aus Fitzgeralds Roman und führt Nick als Erzähler ein.

Die eigentliche Geschichte spielt 1922. Nick kommt aus dem Mittleren Westen nach New York City, arbeitet an der Wall Street und hofft auf den amerikanischen Traum. Auf Long Island wohnt er neben Jay Gatsby, einem geheimnisvollen Millionär und Lebemann, der in seiner prächtigen Villa rauschende Feste veranstaltet. Bei einer dieser Partys lernt Nick seinen Nachbarn persönlich kennen.

Gatsby bittet Nick, ihn wieder mit dessen Cousine Daisy Buchanan zusammenzubringen. Gatsby und Daisy hatten fünf Jahre zuvor eine Liebesbeziehung. Inzwischen ist Daisy mit dem wohlhabenden Tom Buchanan verheiratet und hat mit ihm eine Tochter. Trotzdem beginnt sie erneut eine Beziehung mit Gatsby.

Gatsby drängt Daisy dazu, Tom zu erklären, dass sie ihn verlassen werde. Bei einem gemeinsamen Nachmittag in einem Hotel provoziert Tom seinen Rivalen jedoch so stark, dass Gatsby einen Wutausbruch bekommt. Dadurch zweifelt Daisy daran, ihren Ehemann tatsächlich zu verlassen.

Auf der Rückfahrt vom Hotel sitzt Daisy am Steuer von Gatsbys gelbem Wagen. Sie überfährt versehentlich Myrtle Wilson, Toms Geliebte. Da ein Zeuge nur den gelben Wagen erkannt hat, wird Gatsby für den Fahrer gehalten. Myrtles Ehemann George Wilson erschießt Gatsby. Zu Gatsbys Beerdigung erscheint allein Nick; Daisy reist stattdessen mit Tom und ihrer Tochter ab.

Entstehung und Gestaltung

Der Film war Baz Luhrmanns erste Kinoproduktion nach fünfjähriger Pause. Er ist die fünfte US-amerikanische Spielfilmverfilmung des Romans: Kinofassungen erschienen 1926, 1949, 1974 und 2013, außerdem entstand 2000 eine Fernsehfassung. Die Verfilmung von 1926 unter der Regie von Herbert Brenon gilt heute als verschollen. Zu den bekanntesten früheren Fassungen gehört der Film von 1974 mit Robert Redford und Mia Farrow. Für die Titelrolle verpflichtete Luhrmann Leonardo DiCaprio, mit dem er bereits 1996 bei William Shakespeares Romeo + Julia zusammengearbeitet hatte.

Die Dreharbeiten begannen im September 2011 in Sydney. Die Produktionskosten werden auf 125 Millionen US-Dollar geschätzt. Als Vorlage für Gatsbys Anwesen diente Beacon Towers auf Long Island, das viele Fachleute für eine Inspirationsquelle Fitzgeralds halten. Die Außenaufnahmen entstanden in Sydney vor dem International College of Management. Tom Buchanans Anwesen wurde von Old Westbury Gardens auf Long Island angeregt.

Für die Innenausstattung orientierte sich Szenen- und Kostümbildnerin Catherine Martin nach eigener Aussage stark an Jacques-Émile Ruhlmann. So entstanden unter anderem das zweistöckige Schlafzimmer, der Ballsaal und die aufwendig gestaltete Eingangshalle im Stil des Art déco, einer dekorativen Stilrichtung der 1920er- und 1930er-Jahre.

Die deutsche Fassung produzierte RC Production Kunze & Wunder in Berlin. Alexander Löwe verfasste das Dialogbuch, Tobias Meister führte Dialogregie. Gerrit Schmidt-Foß spricht Jay Gatsby, Marius Clarén Nick Carraway, Maria Koschny Daisy Buchanan und Tommy Morgenstern Tom Buchanan.

Filmmusik

Der Soundtrack verbindet Hip-Hop, Jazz und Pop. Er wurde von Baz Luhrmann und Anton Monsted produziert; Jay-Z war ausführender Produzent. Als Label wird Interscope genannt. Die Übersicht nennt den 6. Mai 2013 als Veröffentlichungstermin, während der Artikeltext angibt, dass The Great Gatsby (OST) und The Great Gatsby (Deluxe Edition) am 8. Mai 2013 erschienen. Die Standardausgabe umfasst 14 Titel mit einer Laufzeit von 56:56 Minuten, die Deluxe Edition 21 Titel und 1:12:23 Stunden.

Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern gehören Jay-Z, Beyoncé und André 3000, Will.i.am, Fergie, Lana Del Rey, Bryan Ferry, Florence + The Machine, Gotye, Jack White, Sia und The xx. Als Singles erschienen Young & Beautiful von Lana Del Rey am 23. April 2013 und A Little Party Never Killed Nobody (All We Got) von Fergie feat. GoonRock & Q-Tip am 6. Mai 2013.

Der Soundtrack erreichte Platz 13 in Deutschland, Platz 10 in Österreich, Platz 8 in der Schweiz und Platz 2 der US-amerikanischen Billboard-Charts. Er blieb dort 10, 7, 19 beziehungsweise 33 Wochen gelistet. Im Vereinigten Königreich kam das Album nicht in die offiziellen Albumcharts, sondern in die Compilationcharts.

Publikum, Kritik und Auszeichnungen

In Deutschland verzeichnete der Film 2013 insgesamt 1.308.252 Kinobesucher und belegte damit Platz 23 unter den meistbesuchten Filmen des Jahres.

Die Kritiken fielen gemischt aus. Bei Rotten Tomatoes waren 48 % von 301 ausgewerteten Rezensionen positiv (Stand: April 2021); Metacritic vergab 55 von 100 Punkten. Die Publikumsbewertungen auf beiden Plattformen waren etwas besser. Gelobt wurden besonders die ambitionierte, visuell aufregende Gestaltung und die eindrucksvollen Festszenen. Kritisiert wurden die sehr schrille und schnelle Inszenierung sowie die starke Betonung der optischen Pracht. Nach Ansicht mancher Kritiker gingen dadurch das emotionale Zentrum der Romanvorlage und die zwiespältige Haltung des Erzählers Nick gegenüber Gatsby verloren.

Bei der Oscarverleihung 2014 gewann der Film die Auszeichnungen für das beste Szenenbild, verliehen an Catherine Martin und Beverley Dunn, sowie für das beste Kostümdesign, verliehen an Catherine Martin. Bei den Critics’ Choice Movie Awards 2014 wurden Martin und Dunn ebenfalls für das beste Szenenbild und Martin für die besten Kostüme ausgezeichnet. Young & Beautiful von Lana Del Rey erhielt dort eine Nominierung als bestes Lied. Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.

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