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Brahmananda Saraswati

KURZBESCHREIBUNG, Religionsführer des Sanatana Dharma ; GEBURTSDATUM, 1870 ; GEBURTSORT, Gana, bei Ayodhya, Uttar Pradesh, Indien ; STERBEDATUM, 1953.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Wer Brahmananda Saraswati war
  2. 2. Spiritueller Weg
  3. 3. Shankaracharya von Jyotir Math
  4. 4. Beziehung zur Transzendentalen Meditation

Wer Brahmananda Saraswati war

Brahmananda Saraswati (* 1870 im Dorf Gana bei Ayodhya; † 1953) war ein hinduistischer Guru aus Nordindien, dem heutigen Uttar Pradesh. Er wurde in eine Brahmanen-Familie geboren. In späteren Darstellungen wurde er auch „Guru Dev Brahmananda Saraswati“ genannt.

Spiritueller Weg

Schon mit neun Jahren verließ Brahmananda Saraswati sein Zuhause, um sich ganz einem spirituellen Leben in Zurückgezogenheit zu widmen. Etwa im Alter von 14 Jahren fand er in Uttarkashi im Himalaya seinen Meister Dandi Swami Krishnanand Saraswati.

Auf Anweisung seines Meisters zog er sich später in eine Höhle zurück. Er beschloss, diese erst wieder zu verlassen, wenn er Erleuchtung erlangt hätte. 1902 wurde er auf der Kumbh Mela von seinem Meister in den Orden der Sannyasin aufgenommen. Sannyasin bezeichnet im Hinduismus einen Menschen, der ein entsagendes religiöses Leben führt.

Shankaracharya von Jyotir Math

1941 nahm Swami Brahmananda Saraswati nach Jahrzehnten stiller Einsamkeit die Einladung an, Shankaracharya von Jyotir Math zu werden. Ein Shankaracharya ist ein spiritueller Führer in der Tradition Adi Shankaras. Der Sitz von Jyotir Math war zuvor 150 Jahre vakant gewesen. Brahmananda Saraswati bekleidete dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1953.

Der Artikel ordnet Jyotir Math in die vedische Tradition des Sanatana Dharma ein. Adi Shankara (etwa 788–820) gilt dort als großer Erneuerer dieser Tradition. Er hatte vier wichtige Schüler: Padma-Pada, Hasta-Malaka, Vartika-Kara und Trotaka. Jeder von ihnen begründete ein Kloster im Norden, Süden, Osten oder Westen Indiens; Jyotirmath ist das nördliche Kloster.

Die Verehrung für Brahmananda Saraswati zeigte sich in Titeln wie „Seine Göttlichkeit“ und „Jagadguru Maharaj“, was wörtlich „Weltenlehrer, Großfürst“ bedeutet.

Beziehung zur Transzendentalen Meditation

Nach Angaben der Transzendentale-Meditation-Bewegung war Swami Brahmananda Saraswati der Guru von Maharishi Mahesh Yogi. Dieser soll kurz vor Brahmananda Saraswatis Amtsantritt sein hingebungsvoller Schüler und später sein persönlicher Assistent geworden sein.

Der Shankara-Orden bestreitet diese Darstellung und sieht Maharishi Mahesh Yogi nur als einen Sadhu. Sadhu bezeichnet allgemein einen hinduistischen Asketen oder heiligen Mann. Im Umfeld der von Maharishi Mahesh Yogi gegründeten Transzendentalen Meditation wird Brahmananda Saraswati respektvoll „Guru Dev“ genannt und in der Puja verherrlicht. Die TM-Bewegung gehört jedoch keinem Dashanamai-Orden an und lehrt auch kein Advaita-Vedanta.

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