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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Basic English

Basic English oder einfaches Englisch ist eine von Charles Kay Ogden geschaffene vereinfachte Form der englischen Sprache mit stark verkleinertem Vokabular.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundidee und Zweck
  2. 2. Entstehung und Entwicklung
  3. 3. Wortschatz und Funktionsweise
  4. 4. Unterricht und Anwendungsbeispiele
  5. 5. Kritik und Einordnung

Grundidee und Zweck

Basic English („einfaches Englisch“) ist eine von Charles Kay Ogden geschaffene vereinfachte Form des Englischen mit stark verkleinertem Wortschatz. „BASIC“ steht für „British American Scientific International Commercial (Language)“ und spielt zugleich auf das englische Wort „basic“ („grundlegend“) an. Basic English sollte leicht erlernbar sein und zeitweise als internationale Hilfs- oder Verkehrssprache dienen. Deshalb wird es auch als Plansprache bezeichnet, also als bewusst geregelte Sprache für bestimmte Zwecke.

Ogden und I. A. Richards verstanden Basic English zugleich als Plansprache, als Methode zum Englischunterricht und als Mittel des Denkens. Es ist nicht mit „Simplified English“ zu verwechseln, das für ein eng begrenztes spezielles Anwendungsgebiet geschaffen wurde.

Entstehung und Entwicklung

Ogden entwickelte Basic English gemeinsam mit I. A. Richards in den 1920er Jahren. Ausgangspunkt war Ogdens Analyse des englischen Wortschatzes. Richards verwendete Basic English anschließend zum Unterrichten der englischen Sprache. 1930 schlug er es als internationale Verkehrssprache vor.

Das Vorhaben, ein leicht erlernbares Englisch zu verbreiten, wurde von hohen Beamten des British Empire unterstützt, unter anderem im Colonial Office, im Foreign Office und im 1931 gegründeten British Commonwealth of Nations. Bei der „Anglo-American Conference on English Teaching Abroad“ 1961 in Cambridge wurde unter anderem erörtert, ob Englisch in den jungen, unabhängig gewordenen Staaten an Einfluss verlieren könnte. Richards erwartete dagegen, dass Englisch ein „Vehikel ... der gesamten sich entwickelnden Menschheit“ bleiben werde. Seine Aussage, die geistige Welt eines Lernenden aus einem „unentwickelten Land“ werde dabei „restrukturiert“, zeigt zugleich den damaligen kolonialen Zusammenhang des Projekts.

Wortschatz und Funktionsweise

Basic English umfasst 850 Wörter. Viele weitere Begriffe werden durch Verbindungen aus mehreren Wörtern ausgedrückt. Entscheidend ist besonders die Beschränkung auf wenige Verben, die aufgrund der Struktur des Englischen möglich ist. Die Zählweise ist allerdings speziell: Ogden und Richards behandeln beispielsweise „I“ und „we“ sowie die Formen „be“, „am“, „is“, „are“ und „were“ jeweils zusammen als nur ein Wort. Zahlen, Monatsnamen und einige weitere Ausdrücke gehören zu einem Sonderwortschatz und sind in den 850 Wörtern nicht enthalten.

Nach Ogden lässt sich mit diesen 850 Wörtern alles ausdrücken, was auch im gewöhnlichen Englisch gesagt werden kann. Er behauptete außerdem, Basic English sei in sieben Wochen erlernbar, Esperanto dagegen in sieben Monaten und gewöhnliches Englisch in sieben Jahren. Das unter seiner Anleitung verfasste deutschsprachige Standardwerk sieht 40 Unterrichtsstunden vor; bei zwei Wochenstunden entspricht dies fast einem halben Unterrichtsjahr.

Ogden und Richards meinten sogar, 600 Wörter könnten grundsätzlich genügen, um alles Gewünschte auf Englisch auszudrücken. Nach ihrer eigenen Einschätzung entstünde dabei jedoch ein Pidgin, also eine stark vereinfachte Sprachform. Die Erprobung von Basic English lieferte Hinweise darauf, dass Menschen ihre Gedanken mit erstaunlich wenigen Wörtern ausdrücken können. Sie regte außerdem Forschungen zu Grundwortschätzen anderer Sprachen an, etwa zum „Français fondamental“ im Französischen.

Unterricht und Anwendungsbeispiele

Für Basic English als Plansprache und als Lehrmethode entstanden unter der Anleitung von Ogden und Richards genau dokumentierte Verfahren. Diese liegen in deutscher Sprache ausreichend vollständig vor, in anderen europäischen Sprachen nach dem Artikel dagegen nicht. Die Unterrichtsmethode verlangt von Lehrkräften viel Übung, weil es schwierig ist, den eigenen Ausdruck konsequent auf den festgelegten Wortschatz zu beschränken.

Viele literarische Werke, besonders die Bibel, wurden als Lehrmaterial in Basic English übertragen. Das Beispiel aus Genesis 1 zeigt die Methode durch einfachere oder umschreibende Ausdrücke: Aus „In the beginning God created“ wird „At the first day God made“, und „firmament“ wird als „solid arch“ wiedergegeben. Inhalt und Satzbau bleiben weitgehend am englischen Ausgangstext orientiert, während seltenere Wörter ersetzt werden.

Auch die Simple-English-Wikipedia beruht auf der Idee eines leichter verständlichen Englisch. Dort sind vereinfachte Wortwahl und Grammatik jedoch nur Richtlinien und nicht verbindlich normiert. Nach der strengen Definition handelt es sich daher nicht um eine Plansprache.

Kritik und Einordnung

Basic English war heftig umstritten. Gerade seine Nähe zu einer natürlichen Sprache gilt sowohl als Vorteil als auch als Nachteil. Ogden übernahm die stark unregelmäßige englische Rechtschreibung. Der Artikel enthält zur Aussprache widersprüchliche Aussagen: In der Kritik wird sie als ebenso wenig normiert wie in anderen Formen des Englischen bezeichnet; im Abschnitt über die Lehrmethode wird dem entgegengehalten, der begrenzte Wortschatz ermögliche vereinfachte Regeln, etwa für die Betonung.

Als internationale Hilfssprache erreicht Basic English nach der Kritik sein Ziel nur eingeschränkt. Heute dient es vor allem als Einstieg in das gewöhnliche Englisch. Damit bietet es keine neutrale gemeinsame Sprachform, sondern bevorzugt die englische Sprachgemeinschaft. Zudem besitzt der British Council, eine Organisation zur Vermittlung des Englischen, die Rechte an der Sprache.

Als Unterrichtsmethode hat sich Basic English laut Artikel zwar bewährt. Bereits in den 1940er Jahren wurde jedoch amtlich festgestellt, dass es lediglich eine von vielen möglichen Lehrmethoden ist. Die Aussagen im Kritikabschnitt sind im Ausgangsartikel außerdem als nicht hinreichend belegt gekennzeichnet und sollten daher mit Vorsicht behandelt werden.

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