Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Apple Intelligence

Apple Intelligence ist eine von Apple entwickelte künstliche Intelligenz (abgekürzt AI oder KI). Hierbei wird eine Kombination aus On-Device- und …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Einführung
  2. 2. Modelle, Cloud und Datenschutz
  3. 3. Schreiben, Bilder und Kommunikation
  4. 4. Siri AI, ChatGPT und Systemfunktionen
  5. 5. Verfügbarkeit und unterstützte Geräte
  6. 6. Regionale Grenzen und Kritik

Überblick und Einführung

Apple Intelligence ist eine von Apple Inc. entwickelte künstliche Intelligenz (KI), die kostenlos auf kompatiblen Geräten verfügbar ist. Sie verbindet Verarbeitung direkt auf dem Gerät (On-Device) mit Server-Verarbeitung. Vorgestellt wurde sie am 10. Juni 2024 auf der WWDC 2024 als Teil von iOS 18, iPadOS 18 und macOS Sequoia.

Die Tests für Entwickler begannen am 29. Juli 2024 mit iOS 18.1, macOS 15.1 und iPadOS 18.1 in US-Englisch; die Veröffentlichung folgte im Oktober 2024. Weitere englische Varianten sind seit dem 11. Dezember 2024 verfügbar. Seit dem 31. März 2025 unterstützt Apple Intelligence unter anderem Deutsch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch (vereinfacht), Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch. Für Apple Vision Pro wurde die KI am 21. Februar 2025 mit visionOS 2.4 vorgestellt, zunächst nur in US-Englisch.

Modelle, Cloud und Datenschutz

Die erste Generation ab 2024 besteht aus einem On-Device-Modell und einem Cloud-Modell auf Apple-Silicon-Servern. Beide haben ein allgemeines Basismodell und Adaptermodelle für bestimmte Aufgaben, etwa Textzusammenfassungen oder Tonanpassungen. Nach einer von Apples Abteilung für maschinelles Lernen durchgeführten menschlichen Bewertung übertraf das lokale Basismodell vergleichbare kleine Modelle von Mistral AI, Microsoft und Google oder erreichte Gleichstand. Die Servermodelle übertrafen GPT-3 und lagen ungefähr auf dem Niveau von GPT-4.

Die Cloud-Verarbeitung erfolgt über Private Cloud Compute. Sie soll Datenschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sichern: Die Modelle laufen auf Apple-Servern mit spezieller Apple-Silicon-Hardware. Die dort eingesetzte Software soll unabhängig überprüfbar sein; bei einem Softwarefehler verweigern Apple-Geräte die Serververbindung.

Am 8. Juni 2026 stellte Apple eine zweite Generation vor: Apple Foundation Models 3 (AFM 3), eine Familie aus fünf spezialisierten Modellen. AFM 3 Core hat rund 3 Milliarden Parameter und läuft lokal. AFM 3 Core Advanced hat 20 Milliarden Parameter, verarbeitet Anfragen multimodal und unterstützt ausdrucksstärkere Siri-Stimmen sowie verbesserte Diktierung. AFM 3 Cloud dient komplexeren Text- und Logikaufgaben, ADM 3 Cloud (Image) der Bilderzeugung, und AFM 3 Cloud Pro anspruchsvollen Logikketten. Letzteres läuft auf NVIDIA-GPUs in der Google Cloud, ist aber durch verschlüsseltes Confidential Computing an Apples Infrastruktur angebunden. Die Modelle wurden mit Google-Technologien der Gemini-Familie trainiert und verfeinert; laut Artikel werden keine unverschlüsselten Nutzerdaten an Google übertragen.

Damit das 20-Milliarden-Parameter-Modell mobil nutzbar bleibt, lädt dynamisches Flash-Paging je nach Anfrage nur 1 bis 4 Milliarden benötigte Parameter aus dem Flash-Speicher in den Arbeitsspeicher. Besonders anspruchsvolle lokale Funktionen benötigen mindestens 12 GB Unified Memory.

Schreiben, Bilder und Kommunikation

Die Schreibwerkzeuge können Texte umformulieren, korrekturlesen sowie freundlicher, prägnanter oder professioneller gestalten. Sie erstellen außerdem Zusammenfassungen, Kernpunkte, Tabellen und Listen. GPT-4 ist optional integriert. Ab iOS 27 können sie vollständige Entwürfe aus Beschreibungen verfassen und Stil sowie Formatierung an die übliche Kommunikation mit einem bestimmten Kontakt anpassen.

Image Playground erzeugt auf dem Gerät Bilder aus Beschreibungen, etwa in Animations- oder Skizzenstil. In Notizen kann „Image Wand“ grobe Apple-Pencil-Skizzen in Bilder verwandeln. Seit 2026 gibt es fotorealistische Bilderzeugung, Anpassungen des Seitenverhältnisses und ein unsichtbares SynthID-Wasserzeichen. Genmoji sind mit Text-zu-Bild-Modellen erzeugte, teilbare Bilder oder Reaktionen; sie können auch Personen aus Fotos ähneln.

In Mail markieren „Prioritätsnachrichten“ wichtige E-Mails wie tagesgleiche Einladungen oder Bordkarten und liefern kurze KI-Zusammenfassungen. In Fotos erstellt die KI Erinnerungsfilme aus einer beschriebenen Geschichte, sucht Fotos und bestimmte Videomomente anhand von Beschreibungen oder Schlüsselwörtern und entfernt störende Bildelemente mit „Bereinigen“. 2026 kamen „Erweitern“ für generative Bildränder und „Neu ausrichten“ zur Änderung von Komposition und Perspektive hinzu. Visuelle Intelligenz wurde auf iPad, Mac und Apple Vision Pro ausgeweitet.

Benachrichtigungsübersichten fassen Mitteilungen zusammen. Der Fokusmodus „Unterbrechungen reduzieren“ soll unwichtige Meldungen unterdrücken und wichtige durchlassen.

Siri AI, ChatGPT und Systemfunktionen

Die Siri-Version von 2024 erhielt eine neue Oberfläche, bessere natürliche Sprachverarbeitung und Texteingabe durch doppeltes Antippen des Home-Balkens. Sie kann persönliche Kontexte aus Geräteaktivitäten verwenden. Schwierige Fragen konnte Siri an ChatGPT weiterleiten und Antworten vorlesen.

Seit 2026 ist Siri als Siri AI grundlegend neu aufgebaut. Sie arbeitet als kontextbewusster Chatbot in einer eigenen App, speichert Gesprächsverläufe und synchronisiert sie über iCloud. Siri AI besitzt Bildschirm-Bewusstsein, versteht persönliche Kontexte über mehrere Apple-Apps und kann mehrstufige Aufträge erledigen, beispielsweise Angaben aus einer E-Mail suchen, das Wetter am Zielort prüfen und einen Kalendereintrag erstellen. Tonfall, Geschwindigkeit und Pitch der Stimme sind einstellbar. Für komplexe Logik nutzt sie AFM-3-Servermodelle; aktuelle Internetinformationen liefert Apples World Knowledge Service. Über Extensions können Nutzende optional Google Gemini oder ChatGPT für bestimmte externe Chatbot-Anfragen auswählen.

Die systemweite ChatGPT-Integration beruht auf GPT-4o. Sie ist optional; vor dem Senden von Daten oder Fotos an OpenAI ist eine Bestätigung nötig, und IP-Adressen werden verschleiert. Die Nutzung ist ohne Anmeldung kostenlos, während Abonnenten sich für kostenpflichtige Funktionen anmelden können. Weitere Integrationen ab 2026 betreffen per Sprache erzeugte Safari-Erweiterungen und Kurzbefehle, das automatische Korrigieren schwacher Passwörter sowie durchsuchbare Zusammenfassungen und Beschreibungen von HomeKit-Secure-Video-Aufnahmen.

Verfügbarkeit und unterstützte Geräte

Unterstützt werden Macs und iPads mit Apple-Silicon-Chips der M-Serie sowie iPhones und iPads mit A17 Pro oder neuer. Für Siri AI gelten grundsätzlich dieselben Voraussetzungen. Ausdrucksstarke Stimmen und Echtzeit-Diktat bleiben jedoch Geräten mit mindestens 12 GB RAM vorbehalten.

Dazu zählen MacBook Air und MacBook Pro mit Apple Silicon ab M1 (2020), Mac mini ab M1 (2020), Mac Pro mit M2 Ultra (2023), Mac Studio ab M1 Max/Ultra (2022), iMac ab M1 (2021) und MacBook Neo oder neuer. Bei iPads werden iPad Pro ab 5. Generation (2021), iPad Air ab 5. Generation (2022) und iPad mini ab 7. Generation (2024) genannt. Bei iPhones gelten iPhone 15 Pro und Pro Max oder neuer sowie die iPhone-16- und iPhone-17-Serie und iPhone Air oder neuer. Unterstützt werden außerdem Apple Watch Series 9 oder neuer, Apple Watch Ultra 2 oder neuer, Apple Watch SE 3 oder neuer sowie Apple Vision Pro oder neuer. Watch-Funktionen benötigen ein gekoppeltes, unterstütztes iPhone in der Nähe.

Regionale Grenzen und Kritik

In der Europäischen Union ist Siri AI auf iPhone und iPad wegen Konflikten mit dem Gesetz über digitale Märkte (DMA) auf unbestimmte Zeit verschoben. Die EU verlangt gleichen tiefen Systemzugriff für konkurrierende Assistenten wie Gemini oder Copilot. Apple verweist auf Sicherheitsrisiken; ein Vorschlag für ein isoliertes „Trusted System Agent“-Interface über 18 Monate wurde laut Artikel von der Europäischen Kommission abgelehnt. In der EU ist Siri AI daher vorerst nur auf Mac ab macOS 27 Golden Gate und Apple Vision Pro ab visionOS 27 verfügbar, jeweils bei unterstützter Sprache. In der Volksrepublik China fehlt ein Termin, weil staatliche Prüfungen, Lizenzen, Inhaltsfilter und lokale Datenverarbeitung nötig sind. Apple vereinbarte dafür eine Partnerschaft mit Alibaba für Qwen-Modelle und bereitete eine Zusammenarbeit mit Baidu für visuelle Suche vor.

Kritisiert werden verschobene oder unvollständige Siri-Funktionen, unpräzise Ergebnisse von „Bereinigen“, fehlerhafte Benachrichtigungszusammenfassungen und Bildfehler oder ignorierte Vorgaben in Image Playground. Die Vermarktung der iPhone-16-Serie führte in den USA laut Artikel zu Sammelklagen wegen irreführender Werbung. Umfragen in Tech-Communities ergaben teils bis zu 96 % geringe oder keine Alltagsnutzung. Weitere Kritik richtet sich gegen Hardware-Ausschlüsse: Zum Start 2024 waren nur iPhone 15 Pro und Pro Max unterstützt; 2026 schließt die 12-GB-Grenze unter anderem iPhone 16 Pro und das Basismodell des iPhone 17 von einzelnen lokalen Funktionen aus. HomePod und Apple TV erhalten keine Funktionen; genannt werden nur 1 GB RAM bei HomePods und 4 GB bei neueren Apple-TV-4K-Modellen. Die Google-Kooperation wird zudem als strategische Abhängigkeit und als Hinweis auf einen Rückstand bei generativer KI bewertet.

Weiterlesen

Britisches Englisch Britisches Englisch (British English; kurz BE oder BrE) ist die Bezeichnung für die Varietät der englischen Sprache, wie sie auf den britischen Inseln … Australisches Englisch Ferner gibt es im australischen Englisch die Tendenz, eher irreguläre Partizipien zu verwenden, wo im amerikanischen Englisch und zum Teil im britischen … Neuseeländisches Englisch Neuseeländisches Englisch ist die Variante der englischen Sprache, die in Neuseeland gesprochen wird. Neuseeländisches Englisch zeichnet sich vor allem … Kanadisches Englisch Das kanadische Englisch (Canadian English) ist die in Kanada gesprochene und geschriebene Variante der englischen Sprache. Südafrikanisches Englisch Südafrikanisches Englisch (kurz SAfEng) ist eine Varietät der englischen Sprache, die in Südafrika gesprochen wird. Südafrikanisches Englisch zeichnet sich … Künstliche Intelligenz Künstliche Intelligenz (kurz KI, englisch artificial intelligence, kurz AI) ist ein Forschungs- und Anwendungsgebiet der Informatik. Englische Sprache Die englische Sprache (Eigenbezeichnung: [ˈɪŋɡlɪʃ]) ist eine ursprünglich in England beheimatete germanische Sprache, die zum westgermanischen Zweig gehört. Amerikanisches Englisch Amerikanisches Englisch (englisch American English [əˈmɛɹɪkən ˈɪŋɡlɪʃ], kurz AE oder AmE) ist die Standardvarietät der englischen Sprache, die in den … Deutsche Sprache Die heutige deutsche Standardsprache entwickelte sich überwiegend aus den hochdeutschen Dialekten und fungiert als überregionale Dachsprache für sowohl hoch- … Französische Sprache Vokale · ​/⁠ɑ⁠/​: pâte – / pɑt/ – Teig · ​/⁠ɔ⁠/​: sort – / sɔʁ/ – Schicksal · ​/⁠o⁠/​: sot – / so/ – dumm · ​/⁠u⁠/​: sous – / su/ – unter. Portugiesische Sprache Die portugiesische Sprache (portugiesisch a língua portuguesa) ist eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und bildet mit … Indien Indien ; Amtssprache · Hindi und Englisch (Amtssprachen der Union) 21 weitere, offiziell anerkannte Sprachen dienen auf regionaler Ebene teils als Amtssprachen.