Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Exponentialfunktion - Einfach Erklärt!

Studyflix5:32 15.477 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 29 Zeilen
Herunterladen
  1. Mit Exponentialfunktionen kannst du vieles beschreiben – vom Wachstum von Bakterien bis zum radioaktiven Zerfall. Hier findest du alles, was es dazu zu wissen gibt. Los geht’s!
  2. Eine Exponentialfunktion beschreibt Veränderungen, die nicht linear, sondern exponentiell wachsen oder zerfallen. Wenn du die Funktion in ein Koordinatensystem einzeichnest, siehst du gut,
  3. dass das Wachstum deutlich schneller und steiler ist als bei linearen Funktionen. Ein Beispiel für so ein schnelles Wachstum ist ein Bakterium, das sich jede Stunde verdoppelt.
  4. Wenn also am Anfang 500 Bakterien vorhanden waren, hast du nach einer Stunde schon 1000. Nach zwei Stunden haben sie sich nochmals verdoppelt und sind bei 2000. Die Anzahl
  5. steigt also rasend schnell an. Das siehst du auch im Koordinatensystem. Die allgemeine Gleichung für Exponentialfunktionen lautet:
  6. f(x)=a⋅b^x Hierbei gibt a den Startwert an. Bei unserem Beispiel mit den Bakterien
  7. sind das die Bakterien, die zu Beginn vorhanden waren, also 500. Der Wert b beschreibt, um welchen Faktor sich deine Funktion in jedem Schritt verändert. Weil
  8. sich die Menge der Bakterien jede Stunde verdoppelt, gilt in unserem Beispiel b=2. Wenn du in die Gleichung für x die vergangene Zeit in Stunden einsetzt,
  9. erhältst du die Anzahl der Bakterien. Falls du also wissen willst, wie viele Bakterien nach drei Stunden vorhanden sind, setzt du für
  10. Prima. Schauen wir uns jetzt die allgemeine Funktionsgleichung noch genauer an. Je nach Wahl von a und b kann sich der Funktionsverlauf nämlich stark verändern.
  11. Fangen wir mit dem Fall a=1 an. Das bedeutet, wir betrachten nur noch b^x. Wenn b größer als 1 ist, wächst die Funktion streng monoton. Je höher b, desto steiler
  12. steigt sie an. Das erkennst du daran, dass der Graph immer näher an die y-Achse rückt. Liegt b zwischen 0 und 1, fällt die Funktion. Auch hier gilt:
  13. Je kleiner b, desto schneller fällt die Funktion. Ganz wichtig ist, dass b niemals gleich 1 sein darf. Dann würde die Funktion nämlich nur noch
  14. eine waagerechte Gerade im Koordinatensystem darstellen. 1^x ist nämlich immer 1, egal, was du für x einsetzt. Damit ist es keine Exponentialfunktion mehr.
  15. Super. Schauen wir uns als Nächstes die Rolle des Anfangswertes a genauer an. Er gibt immer den Schnittpunkt mit der y-Achse an.
  16. Setzt du für a eine Zahl größer als 0 ein, verändert sich die Funktion entsprechend. Wenn dein a größer als 1 ist, wird der Graph
  17. gestreckt. Falls dein a jedoch zwischen 0 und 1 liegt, stauchst du deine Funktion. Ist a kleiner als 0, wird der Funktionsgraph zusätzlich an der x-Achse gespiegelt.
  18. Zusammenfassend können wir festhalten, dass es vier verschiedene Fälle gibt. Bei den beiden blauen Graphen im Bild ist a jeweils 1. Bei
  19. den beiden lila Funktionsgraphen ist a=−1. Hier im Bild siehst du außerdem, dass die Funktionsgraphen entweder streng monoton
  20. steigend oder streng monoton fallend sind und als Definitionsbereich jeweils ganz R haben. Die x-Achse ist immer eine waagerechte Asymptote. Das
  21. bedeutet, der Wertebereich ist immer entweder R+ oder R−. Der Graph berührt also nie die x-Achse. Du kannst deine Exponentialfunktion aber auch noch auf andere Art verändern,
  22. indem du sie beispielsweise im Koordinatensystem verschiebst. So kannst du deine Funktion entlang der y-Achse verschieben, indem du zur Gleichung die Konstante
  23. d hinzufügst. Dadurch verschiebst du den gesamten Graphen um d Einheiten nach oben oder unten. Aber auch eine Verschiebung nach links oder rechts
  24. ist möglich. Dafür verwendest du zusätzlich den Wert c im Exponenten. Ist c positiv, wird die Funktion nach links verschoben. Ist c negativ,
  25. verschiebst du die Funktion nach rechts. Zuletzt wollen wir noch kurz auf die bekannteste Exponentialfunktion eingehen:
  26. die sogenannte e-Funktion. Sie ist auch als natürliche Exponentialfunktion bekannt. Sie hat als Basis immer die Zahl e. Das bedeutet, ihre Funktionsgleichung lautet:
  27. e^x Die e-Funktion ist deshalb so besonders, weil bei ihrer Ableitung erneut die e-Funktion herauskommt.
  28. Deshalb spielt sie oft eine wichtige Rolle bei echten Wachstums- oder Zerfallsprozessen. Wenn du noch mehr über die e-Funktion und ihre besonderen Eigenschaften herausfinden möchtest,
  29. schau dir doch hier unser eigenes Video dazu an.

Zum Nachlesen