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Mathematik · Klasse 12 · aktualisiert

Kumulierte Binomialverteilung berechnen

Die kumulierte Binomialverteilung fasst Wahrscheinlichkeiten bis zu einer Grenze zusammen. Du lernst, Textangaben sicher in F-Werte zu übersetzen.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Kumulierte Binomialverteilung berechnen

Kurz gesagt

Die kumulierte Binomialverteilung F(k) = P(X \le k) ist die Wahrscheinlichkeit für höchstens k Treffer, also die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten von 0 bis k. Andere Bereiche führst du darauf zurück: „mindestens k“ ist 1 - F(k-1), „genau k“ ist F(k) - F(k-1).

Mit der kumulierten Binomialverteilung bestimmst du die Wahrscheinlichkeit, dass eine Trefferzahl bis zu einer Grenze reicht. Der wichtigste Schritt ist meist nicht das Rechnen, sondern das genaue Übersetzen von Wörtern wie „höchstens“, „weniger als“ oder „mindestens“ in ein Ereignis mit X.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Stell dir vor, ein Bauteil besteht eine Kontrolle mit der Wahrscheinlichkeit p. Du prüfst n Bauteile und zählst, wie viele bestehen. Die Zufallsvariable X ist dann die Trefferzahl. Für genau k Treffer gilt P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}. Der Binomialkoeffizient zählt, an welchen k Stellen die Treffer liegen können. Beim Ziehen ohne Zurücklegen ändert sich die Trefferwahrscheinlichkeit, das Modell ist dann höchstens eine Näherung. Auch Wind, Ermüdung oder Lernen können ein konstantes p unplausibel machen.

Definition

Binomialverteilte Trefferzahl

X ist binomialverteilt mit den Parametern n und p, kurz X\sim B(n,p), wenn n gleichartige Versuche betrachtet werden, jeweils nur Treffer oder Nichttreffer wichtig ist, die Trefferwahrscheinlichkeit p konstant bleibt und die Versuche unabhängig sind. Dann kann X nur die ganzzahligen Werte 0,1,\ldots,n annehmen.

Teste dich

LeichtDu prüfst 20 Bauteile unabhängig, jedes besteht die Kontrolle mit p = 0{,}9. X zählt die bestandenen Teile. Welche Werte kann X annehmen?

Alles auf einen Blick

Kumulierte Binomialverteilung

  • Voraussetzung

    X\sim B(n,p) mit Werten 0 bis n

  • Kern

    F(k)=P(X\le k)

  • Untere Bereiche

    direkt mit F

  • Obere Bereiche

    Gegenwahrscheinlichkeit

  • Intervalle und Einzelwerte

    Differenz zweier F-Werte

  • Sicher rechnen

    Ereignis übersetzen, Werkzeug nutzen, Ergebnis prüfen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Raten beim Multiple-Choice-Test

  1. 120 Fragen mit je 4 Antworten, alles geraten: X \sim B(20; 0{,}25)
  2. 2Gesucht: mindestens 8 richtige, also X \ge 8
  3. 3Gegenereignis X \le 7: P(X \ge 8) = 1 - F(7)
  4. 4F(7) \approx 0{,}8982, also P(X \ge 8) \approx 1 - 0{,}8982 = 0{,}1018
  5. 5Mit reinem Raten schafft man nur in etwa 10 % der Fälle 8 oder mehr richtige Antworten.

Fehler finden

Mindestens 5 Treffer bei X \sim B(10; 0{,}3) In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

„Höchstens drei Treffer“ bedeutet . Für „mindestens vier Treffer“ rechnest du . Mit wachsendem k kann F(k) nicht .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Kumulierte Binomialverteilung

LeichtWelche Formel beschreibt „mehr als sechs Treffer“?
MittelFür X\sim B(n,p) sind F(2)=0{,}18 und F(7)=0{,}83 gegeben. Wie groß ist P(3\le X\le7)?
SchwerEine Maschine produziert mit konstanter Fehlerwahrscheinlichkeit p. Von n unabhängig geprüften Teilen sollen mindestens zwei und höchstens fünf fehlerhaft sein. Welcher Arbeitsweg ist vollständig richtig?

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