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Vesakh
Das Vesakhfest (Visakha Puja) erinnert an die Geburt, die Erleuchtung (Nirwana) und das vollkommene Verlöschen (Parinirvana) des Buddha Siddhartha Gautama und …
Bedeutung und Anlass
Vesakh, auch Visak, Vesak oder Wesak genannt, ist der höchste buddhistische Feiertag. Er wird als Puja, also als buddhistische Andachts- und Verehrungszeremonie, oder mit Prozessionen begangen.
Das Vesakhfest, auch Visakha Puja, erinnert an drei zentrale Ereignisse im Leben des Buddha Siddhartha Gautama: seine Geburt, seine Erleuchtung beziehungsweise das Nirwana und sein vollkommenes Verlöschen, das Parinirvana. Mit dem Parinirvana ist sein endgültiger Austritt aus dem Samsara gemeint, dem Kreislauf der Wiedergeburten.
Feier und religiöse Bedeutung
Vesakh stammt ursprünglich aus der Tradition des Theravada-Buddhismus. Heute begehen Buddhisten verschiedener Richtungen in aller Welt das Fest als wichtigsten gemeinsamen Feiertag. Es soll auch dabei helfen, die Gemeinsamkeiten und gemeinsamen Wurzeln der unterschiedlichen buddhistischen Traditionen bewusst zu machen. In den Theravada-Ländern Südostasiens gilt Vesakh häufig als größtes Fest des Jahres.
Zu den Bräuchen gehören das übliche Vollmondfasten und Puja-Zeremonien. Teilweise werden Tiere freigelassen, besonders zuvor zu diesem Zweck gefangene Vögel. Damit bringen Gläubige ihr Bemühen zum Ausdruck, zum Wohl aller Wesen zu wirken. Häufig wird außerdem die Internationale Buddhistische Flagge als Zeichen der weltweiten buddhistischen Einheit gehisst.
In Deutschland organisiert die Deutsche Buddhistische Union öffentliche Feiern, beispielsweise im Münchner Westpark. In Österreich übernimmt die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft entsprechende Aufgaben. Feiern finden unter anderem beim Friedensstupa am Wiener Handelskai an der Donau und beim Stupa im Grazer Volksgarten statt. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erkannte Vesakh 1999 in Würdigung des buddhistischen Beitrags zur Weltkultur als „internationalen Feiertag“ an.
Termin und Kalender
Der Termin richtet sich nach einem Lunisolarkalender, der Mond- und Sonnenjahr miteinander verbindet. Traditionell wird Vesakh am Vollmondtag des vierten Monats gefeiert; im Sonnenkalender liegt dieser Tag gewöhnlich zwischen Ende April und Anfang Juni.
Als von den Vereinten Nationen anerkannter internationaler Feiertag fällt Vesakh auf den ersten Vollmond des Monats Mai. Einzelne buddhistische Gemeinschaften folgen jedoch ihrem jeweiligen Kalender und ihrer eigenen Tradition. Deshalb können ihre Termine um einige Wochen von diesem Datum abweichen. Das betrifft beispielsweise Gemeinschaften, die sich am thailändischen oder chinesischen Lunisolarkalender orientieren.