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Varanasi (Distrikt)
Religionen (2011): · 84,5 % Hindus 14,9 % Muslime 0,6 % übrige und k. A. ; Soziale Daten (Zensus 2011) ; Alphabetisierungsrate: 75,6 % (M: 83,8 %, F: 66,7 %).
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Überblick
Der Distrikt Varanasi (Hindi: वाराणसी जिला; früher Benares) liegt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Er gehört zur Division Varanasi; Verwaltungssitz ist die Stadt Varanasi. Der Distrikt hat eine Fläche von 1.535 km². 2011 lebten dort 3.676.841 Menschen, entsprechend einer Bevölkerungsdichte von 2.395 Einwohnern je km².
Lage und Verwaltung
Varanasi liegt in der Gangesebene im Osten Uttar Pradeshs bei 25° 20′ N und 83° 0′ O. Nachbardistrikte sind Ghazipur im Nordosten, Chandauli im Osten, Mirzapur im Süden, Bhadohi im Westen und Jaunpur im Nordwesten.
Der Ganges fließt an Varanasi vorbei und bildet die südöstliche Distriktgrenze. Er ist der größte Strom Indiens und für Hindus ein heiliger Fluss. Der Nebenfluss Gomti bildet bis zu seiner Mündung in den Ganges abschnittsweise die Nordostgrenze. Der Distrikt ist in die zwei Tehsils, also Verwaltungsuntereinheiten, Pindra und Varanasi gegliedert.
Entwicklung des Distrikts
Die Briten richteten den Distrikt Benares (Varanasi) ein, nachdem sie das Gebiet von Varanasi 1794 unter ihre Herrschaft gebracht und Britisch-Indien eingegliedert hatten. Bis 1830 gehörte auch der heutige Distrikt Mirzapur dazu.
Während der britischen Herrschaft war der Distrikt zunächst Teil der Ceded and Conquered Provinces, die ab 1836 Northwestern Provinces hießen. 1902 wurden diese Teil der United Provinces of Agra and Oudh. Nach der indischen Unabhängigkeit 1947 entstand aus den United Provinces der Bundesstaat Uttar Pradesh.
1948 wurde der Fürstenstaat Benares mit zwei Exklaven westlich und südöstlich der Stadt Varanasi in den Distrikt eingegliedert. Das Distriktgebiet wurde später kleiner: 1996 wurde der westliche Teil als Distrikt Bhadohi ausgegliedert, 1997 der östliche Teil als Distrikt Chandauli.
Bevölkerung und soziale Daten
Die Einwohnerzahl stieg zwischen 2001 und 2011 um 17 Prozent. Wegen der Millionenstadt Varanasi sind Bevölkerungsdichte und Urbanisierung besonders hoch: Mit 2.395 Einwohnern pro km² hatte der Distrikt nach Ghaziabad die zweithöchste Bevölkerungsdichte Uttar Pradeshs. Sie lag fast beim Dreifachen des Landesdurchschnitts von 829 Einwohnern pro km².
2011 lebten 43,4 % der Bevölkerung in Städten; der Mittelwert in Uttar Pradesh betrug 22 %. Die Alphabetisierungsrate lag bei 75,6 % beziehungsweise rund 76 % und damit über dem Durchschnitt Uttar Pradeshs von 68 %. Sie betrug bei Männern 83,8 % und bei Frauen 66,7 %. Das Geschlechterverhältnis lag bei 1,095 Männern je Frau. Scheduled Castes, staatlich besonders berücksichtigte benachteiligte Kastengruppen, stellten 13,2 % der Bevölkerung; Scheduled Tribes 0,8 %.
Nach den Angaben von 2011 waren 84,5 % Hindus, 14,9 % Muslime und 0,6 % Angehörige übriger Religionen oder ohne Angabe. Für 2001 nennt der Artikel 84 % Hindus und 16 % Muslime. Die meisten Muslime lebten in Varanasi-Stadt; unter der städtischen Bevölkerung lag ihr Anteil bei fast einem Drittel.
Pilgerorte und Städte
Varanasi gilt als eine der ältesten Städte Indiens und als heiligste Stadt des Hinduismus. Zahlreiche Tempel sowie die Ghats, Treppenanlagen am Gangesufer, ziehen Hindu-Pilger und ausländische Touristen an. Zum Distrikt gehören außerdem Sarnath, ein buddhistischer Pilgerort, an dem Buddha seine erste Predigt gehalten haben soll, sowie Ramnagar gegenüber von Varanasi mit der Residenz der Maharajas von Benares.
Die größte Stadt war nach der Volkszählung 2001 Varanasi mit 1.100.748 Einwohnern. Weitere Städte waren Ramnagar mit 39.941, Lohta mit 19.695, Maruadih Rly. Settlement mit 18.733 und Varanasi Cantonment mit 17.246 Einwohnern.