Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Varanasi (Distrikt)

Religionen (2011): · 84,5 % Hindus 14,9 % Muslime 0,6 % übrige und k. A. ; Soziale Daten (Zensus 2011) ; Alphabetisierungsrate: 75,6 % (M: 83,8 %, F: 66,7 %).

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Lage und Verwaltung
  3. 3. Entwicklung des Distrikts
  4. 4. Bevölkerung und soziale Daten
  5. 5. Pilgerorte und Städte

Überblick

Der Distrikt Varanasi (Hindi: वाराणसी जिला; früher Benares) liegt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Er gehört zur Division Varanasi; Verwaltungssitz ist die Stadt Varanasi. Der Distrikt hat eine Fläche von 1.535 km². 2011 lebten dort 3.676.841 Menschen, entsprechend einer Bevölkerungsdichte von 2.395 Einwohnern je km².

Lage und Verwaltung

Varanasi liegt in der Gangesebene im Osten Uttar Pradeshs bei 25° 20′ N und 83° 0′ O. Nachbardistrikte sind Ghazipur im Nordosten, Chandauli im Osten, Mirzapur im Süden, Bhadohi im Westen und Jaunpur im Nordwesten.

Der Ganges fließt an Varanasi vorbei und bildet die südöstliche Distriktgrenze. Er ist der größte Strom Indiens und für Hindus ein heiliger Fluss. Der Nebenfluss Gomti bildet bis zu seiner Mündung in den Ganges abschnittsweise die Nordostgrenze. Der Distrikt ist in die zwei Tehsils, also Verwaltungsuntereinheiten, Pindra und Varanasi gegliedert.

Entwicklung des Distrikts

Die Briten richteten den Distrikt Benares (Varanasi) ein, nachdem sie das Gebiet von Varanasi 1794 unter ihre Herrschaft gebracht und Britisch-Indien eingegliedert hatten. Bis 1830 gehörte auch der heutige Distrikt Mirzapur dazu.

Während der britischen Herrschaft war der Distrikt zunächst Teil der Ceded and Conquered Provinces, die ab 1836 Northwestern Provinces hießen. 1902 wurden diese Teil der United Provinces of Agra and Oudh. Nach der indischen Unabhängigkeit 1947 entstand aus den United Provinces der Bundesstaat Uttar Pradesh.

1948 wurde der Fürstenstaat Benares mit zwei Exklaven westlich und südöstlich der Stadt Varanasi in den Distrikt eingegliedert. Das Distriktgebiet wurde später kleiner: 1996 wurde der westliche Teil als Distrikt Bhadohi ausgegliedert, 1997 der östliche Teil als Distrikt Chandauli.

Bevölkerung und soziale Daten

Die Einwohnerzahl stieg zwischen 2001 und 2011 um 17 Prozent. Wegen der Millionenstadt Varanasi sind Bevölkerungsdichte und Urbanisierung besonders hoch: Mit 2.395 Einwohnern pro km² hatte der Distrikt nach Ghaziabad die zweithöchste Bevölkerungsdichte Uttar Pradeshs. Sie lag fast beim Dreifachen des Landesdurchschnitts von 829 Einwohnern pro km².

2011 lebten 43,4 % der Bevölkerung in Städten; der Mittelwert in Uttar Pradesh betrug 22 %. Die Alphabetisierungsrate lag bei 75,6 % beziehungsweise rund 76 % und damit über dem Durchschnitt Uttar Pradeshs von 68 %. Sie betrug bei Männern 83,8 % und bei Frauen 66,7 %. Das Geschlechterverhältnis lag bei 1,095 Männern je Frau. Scheduled Castes, staatlich besonders berücksichtigte benachteiligte Kastengruppen, stellten 13,2 % der Bevölkerung; Scheduled Tribes 0,8 %.

Nach den Angaben von 2011 waren 84,5 % Hindus, 14,9 % Muslime und 0,6 % Angehörige übriger Religionen oder ohne Angabe. Für 2001 nennt der Artikel 84 % Hindus und 16 % Muslime. Die meisten Muslime lebten in Varanasi-Stadt; unter der städtischen Bevölkerung lag ihr Anteil bei fast einem Drittel.

Pilgerorte und Städte

Varanasi gilt als eine der ältesten Städte Indiens und als heiligste Stadt des Hinduismus. Zahlreiche Tempel sowie die Ghats, Treppenanlagen am Gangesufer, ziehen Hindu-Pilger und ausländische Touristen an. Zum Distrikt gehören außerdem Sarnath, ein buddhistischer Pilgerort, an dem Buddha seine erste Predigt gehalten haben soll, sowie Ramnagar gegenüber von Varanasi mit der Residenz der Maharajas von Benares.

Die größte Stadt war nach der Volkszählung 2001 Varanasi mit 1.100.748 Einwohnern. Weitere Städte waren Ramnagar mit 39.941, Lohta mit 19.695, Maruadih Rly. Settlement mit 18.733 und Varanasi Cantonment mit 17.246 Einwohnern.

Lernvideos zu Varanasi (Distrikt)

Weiterlesen

Varanasi 1,8 Millionen Einwohnern im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Sie gilt als heiligste Stadt des Hinduismus. Varanasi … Indien Indien ; Amtssprache · Hindi und Englisch (Amtssprachen der Union) 21 weitere, offiziell anerkannte Sprachen dienen auf regionaler Ebene teils als Amtssprachen. Ganges Religiös betrachtet ist der Ganges der heiligste Fluss der Hindus. Ganges Ganga, Padma. Der Ganges und seine Nebenflüsse. Der Ganges und seine Nebenflüsse. Vereinigtes Königreich Das Vereinigte Königreich ist eine Union aus vier Landesteilen, die auf Englisch meist als countries (Länder) oder nations (Nationen) bezeichnet werden: England … Britisch-Indien Britisch-Indien (englisch British India oder British Raj, aus Hindi [राज] rāj [rɑːdʒ]) war im engeren Sinne das zwischen 1858 und 1947 bestehende, … Hinduismus Im Gegensatz zu anderen Religionen gibt es im Hinduismus keinen Religionsstifter, vielmehr entwickelten sich die religiösen Systeme Indiens über einen Zeitraum … Islam in Indien Von den 1,2 Milliarden Einwohnern Indiens bei der letzten Volkszählung 2011 waren 79,8 % Hindus und 14,2 % Muslime. Nach Indonesien und vor Pakistan ist Indien … Buddhismus → Hauptartikel: Vier Edle Wahrheiten und Edler Achtfacher Pfad. Dharma (Sanskrit) bzw. Dhamma (Pali) bezeichnet im Buddhismus im Wesentlichen zweierlei: Die … Buddha Ein Buddha hat, auch wenn er zugleich eine menschliche Existenz führt, Nirvana verwirklicht und ist damit nach buddhistischer Überzeugung nicht mehr an den …