Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

The Great Gatsby (Oper)

The Great Gatsby ist eine Oper in zwei Akten des amerikanischen Komponisten John Harbison. Das Libretto wurde vom Komponisten nach dem Roman The Great …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung und Figurenkonflikt
  3. 3. Ablauf des ersten Akts
  4. 4. Ablauf des zweiten Akts
  5. 5. Musikalische Gestaltung
  6. 6. Aufführungen und Fassungen

Überblick

The Great Gatsby ist eine Oper in zwei Akten des amerikanischen Komponisten John Harbison. Harbison schrieb auch das Libretto nach dem Roman The Great Gatsby von F. Scott Fitzgerald. Einige populäre Liedtexte stammen von Murray Horwitz. Die Oper ist auf Englisch, dauert ungefähr 2 Stunden und 20 Minuten und spielt im New York der 1920er Jahre. Sie war ein Auftragswerk der Metropolitan Opera in New York zu Ehren des 25-jährigen Jubiläums ihres Musikdirektors James Levine.

Wichtige Figuren sind Jay Gatsby, ein wohlhabender und geheimnisvoller junger Mann, Daisy Buchanan, ihre Ehemann Tom Buchanan, Daisys Cousin Nick Carraway, Jordan Baker, George und Myrtle Wilson sowie Meyer Wolfshiem. Die Oper übernimmt die Grundsituation des Romans: Gatsby versucht, eine frühere Liebe zurückzugewinnen, und scheitert an der Wirklichkeit seiner Umgebung.

Handlung und Figurenkonflikt

Die Handlung spielt im Milieu der wohlhabenden weißen Bevölkerung der USA, im New York der 1920er Jahre während der Prohibition. Prohibition bedeutet hier die Zeit, in der Alkohol in den USA gesetzlich verboten war. Jay Gatsby ist Millionär und lebt mit großem Reichtum, aber auch mit Weltschmerz. Er gibt ausschweifende Partys, um sich abzulenken und um Daisy wieder näherzukommen, seine frühere Freundin.

Gatsbys Ziel ist es, die Vergangenheit wiederherzustellen. Genau darin liegt der zentrale Konflikt: Er will eine frühere Liebe neu beginnen lassen, obwohl sich die Verhältnisse verändert haben. Die Liebesgeschichte wird vor dem Hintergrund einer dekadenten Welt erzählt, also einer Gesellschaft, die äußerlich glänzend, aber moralisch brüchig wirkt. In dieser Welt gibt es Gewinner und Verlierer.

Ablauf des ersten Akts

Der erste Akt beginnt bei den Buchanans auf Long Island in New York. Nick Carraway besucht seine Cousine Daisy Buchanan und ihren Ehemann Tom. Ebenfalls anwesend ist Jordan Baker, eine Freundin von Daisy.

Danach führt die Handlung in Wilsons Autowerkstatt im Valley of Ashes. Dort wird deutlich, dass Myrtle Wilson, die Frau des Automechanikers George Wilson, eine Affäre mit Tom Buchanan hat.

Auf einer Party bei Jay Gatsby auf Long Island bittet Gatsby Nick darum, ein Treffen mit Daisy zu arrangieren. Dieses Treffen findet schließlich bei Nick Carraway statt. Dabei wirkt es so, als würde die frühere Liebe zwischen Gatsby und Daisy neu entfacht.

Ablauf des zweiten Akts

Der zweite Akt beginnt bei Jay Gatsby mit einer weiteren Party. Dort kursieren Gerüchte über Gatsbys Vergangenheit, und der zwielichtige Geschäftsmann Meyer Wolfshiem erscheint. Bei den Buchanans prägen Sommerhitze und Langeweile die Stimmung.

In einer Suite im Plaza Hotel in Manhattan spitzt sich der Konflikt zwischen Gatsby und Tom zu. Daisy entscheidet sich schließlich für ihren Ehemann Tom. Danach kommt es in Wilsons Autowerkstatt zur Katastrophe: Myrtle wird von Gatsbys Auto überfahren, das Daisy gesteuert hat.

Bei Gatsby erzählt Nick ihm von Myrtles Tod. Gatsby gibt sich als Fahrer aus und übernimmt damit die Schuld. George Wilson, Myrtles Ehemann, erscheint und erschießt Gatsby. Bei Gatsbys Beerdigung kommt nur sein Vater; keiner seiner Partyfreunde erscheint.

Musikalische Gestaltung

Die Musik der Oper ist leicht eingängig komponiert. Sie enthält Blues- und Jazzelemente sowie Elemente aus der Unterhaltungsmusik der 1920er Jahre. Dadurch wird die Welt der Handlung musikalisch mit ihrer Zeit verbunden.

Manchmal erinnert die Musik auch an Porgy and Bess von George Gershwin und an West Side Story von Leonard Bernstein. Diese Vergleiche zeigen, dass Harbisons Oper musikalisch an amerikanische Musiktheatertraditionen anschließt.

Aufführungen und Fassungen

Die Uraufführung von The Great Gatsby fand am 20. Dezember 1999 an der Metropolitan Opera in New York statt. Dirigent war James Levine, die Inszenierung stammte von Mark Lamos. An der Met wurde die Oper in zwei Spielzeiten insgesamt zwölf Mal aufgeführt. Im Jahr 2000 wurde sie an der Lyric Opera of Chicago inszeniert.

2012 wurde eine reduzierte Orchesterfassung von Jacques Desjardins gespielt. Diese Fassung benötigt nur 30 statt 120 Musiker. Sie wurde an der San Francisco Opera Parallèle unter der Dirigentin Nicole Paiement aufgeführt und im Sommer 2012 auch beim Aspen Music Festival.

Die europäische Erstaufführung fand am 6. Dezember 2015 in der revidierten Fassung von 2012 in der Semperoper Dresden statt, in Anwesenheit des Komponisten. Gesungen wurde auf Englisch mit deutschen Übertiteln. Es spielten die Sächsische Staatskapelle Dresden und der Staatsopernchor unter Wayne Marshall; die Inszenierung übernahm Keith Warner, das Bühnenbild beruhte auf Entwürfen von Johan Engels.

Weiterlesen

Englische Sprache Die englische Sprache (Eigenbezeichnung: [ˈɪŋɡlɪʃ]) ist eine ursprünglich in England beheimatete germanische Sprache, die zum westgermanischen Zweig gehört. F. Scott Fitzgerald Als seine zwei wichtigsten Romane gelten The Great Gatsby (Der große Gatsby, 1925) und Tender is the Night (Zärtlich ist die Nacht, 1934). Der große Gatsby … Tenor Die Notation der Tenorstimme erfolgt normalerweise im nach unten oktavierenden Violinschlüssel. Teilt sich die Tenorstimme ein Notensystem mit der Bassstimme, … Sopran Eine Sängerin oder ein Sänger dieser Stimmlage wird Sopranistin oder Sopranist oder einfach Sopran genannt. Der Tonumfang der Sopranstimme reicht normalerweise … Bariton folgende Stimmfächer: Lyrischer Bariton. Bariton-Sänger ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt. Er verbindet tenorale … Mezzosopran Im Allgemeinen ist der Umfang der Mezzosopranstimme vergleichsweise klein, wobei die Fülle der Töne in der Mittellage besonders charakteristisch ist. Bass (Stimmlage) Als Bass (von lateinisch bassus ‚stark', ‚reichlich'; Pl. die Bässe) wird die tiefste Gesangsstimmlage bezeichnet. Ein Sänger dieser Stimmlage wird einfach … Blues Blues ist eine vokale und instrumentale Musikform, die sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der afroamerikanischen Gesellschaft der USA … Jazz Der Jazz wird im Hinblick auf seine künstlerische Bedeutung häufig als amerikanisches Pendant zur klassischen europäischen Musik verstanden. Darüber hinaus hat … West Side Story Charakterisierung der Jets · treibender hektischer Rhythmus · ostinate Begleitfiguren · viele tonleiterfremde „dissonante“ Töne · zahlreiche große Tonsprünge …