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Stimme (Lied)
Stimme ist ein Lied und die Debütsingle des deutschen Musikprojektes Eff, bestehend aus dem rheinland-pfälzischen Popsänger Mark Forster und dem Hamburger …
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Überblick und musikalischer Inhalt
„Stimme“ ist ein Lied und die Debütsingle des deutschen Musikprojekts Eff. Das Projekt besteht aus dem Popsänger Mark Forster aus Rheinland-Pfalz und dem Hamburger DJ Felix Jaehn. Der Titel gehört zu Jaehns Debütalbum „I“ und wurde daraus als fünfte Single ausgekoppelt. Die Radioversion dauert 3:08 Minuten, die Extended Version 5:08 Minuten.
Musikalisch verbindet das Stück House und Pop; im Hintergrund wird es auch als Deep-House-Projekt eingeordnet. Mark Forster singt allein, während Felix Jaehn als DJ beteiligt ist. Christophe Vitorino De Almeida und Philipp Steinke spielen Keyboards.
Der Liedtext ist bis auf das englische Wort „lost“ vollständig deutschsprachig. Im Refrain wird dazu aufgefordert, auf die eigene innere Stimme zu hören: Sie sei immer da, gebe Rat, mache stark und wolle, dass man sein Ziel erreicht. Forster deutete diese Stimme als etwas zwischen Bauch und Kopf, das ihm Hinweise gebe, was er tun oder vermeiden solle, und es gut mit ihm meine.
Entstehung und Beteiligte
Mark Forster, Felix Jaehn und Philipp Steinke komponierten das Lied gemeinsam. Den Text schrieben Forster und Jaehn; beide produzierten das Stück außerdem. Nikodem Milewski übernahm bei MbNM in Wien die Abmischung und das Mastering. Gemeinsam mit Christophe Vitorino De Almeida programmierte er die Single.
Eff entstand nach einem zufälligen Treffen von Forster und Jaehn am 6. Juni 2015 in Wien. Der Projektname entspricht der Aussprache des Buchstabens F. Dieser ist zugleich der Anfangsbuchstabe von Forsters Nachnamen und von Jaehns Vornamen. Erste Gerüchte über die Zusammenarbeit entstanden durch ein gemeinsames Foto auf Twitter. Eine ausdrückliche offizielle Bestätigung oder ein gemeinsamer Auftritt des Projekts war laut Artikel nicht erfolgt. In einem Interview mit MDR Jump wich Forster Fragen zu Eff zunächst scherzhaft aus, bezeichnete „Stimme“ schließlich aber als ein „ziemlich gutes Lied“.
Für Jaehn war „Stimme“ nach seiner Debütsingle „Sommer am Meer“ von 2013 und einer Reihe englischsprachiger Singles und Remixe nach knapp drei Jahren die zweite deutschsprachige Single. Für Forster, der zuvor zwei Popalben veröffentlicht hatte, war es der erste Versuch im Bereich Deep House.
Die Veröffentlichung erfolgte bei Island Records und Polydor, der Vertrieb durch Sony/ATV Music Publishing. Das Cover der Download-Single zeigt lediglich den Künstlernamen und den Liedtitel in oranger Schrift vor blauem Hintergrund; bei der physischen Single ist der Hintergrund schwarz.
Veröffentlichung, Werbung und Video
Die Airplay-Premiere im Radio fand eine Woche vor der Erstveröffentlichung statt. Am 27. November 2015 erschien „Stimme“ als Download-Single. Die physische Single folgte am 25. Januar 2016 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Maxi-Single enthält als 2-Track-Ausgabe die Radio- und die Extended-Version.
Das Musikvideo wurde in Los Angeles gedreht und am 19. Februar 2016 veröffentlicht. Darin läuft der Tänzer Fik-Shun durch die Stadt und zeigt zunächst kurze Bewegungen aus dem Tanzstil Popping. Diese werden immer stärker, bis er sich fast nur noch tanzend durch die Straßen bewegt. Gegen Ende entdeckt er die Tänzerin Dytto auf einer Parkbank, setzt sich zu ihr und tanzt anschließend mit ihr durch Los Angeles. Marc Helfers führte Regie. Das Video dauert 3:08 Minuten und hatte bis August 2025 auf YouTube mehr als 19,5 Millionen Aufrufe.
Das Online-Magazin laut.de hob die tanzbaren, entspannten Elektro-Beats, die einprägsamen Texte und Forsters markante Stimme hervor. Es sah das Lied sowohl für Radiostationen als auch für Nachtklubs produziert und schätzte seine Erfolgsaussichten positiv ein.
Chart- und Verkaufserfolg
„Stimme“ erreichte Platz 1 der deutschen Singlecharts. Das Lied stand dort drei Wochen an der Spitze, blieb 14 Wochen in den Top 10 und laut Fließtext 30 Wochen in den Charts; die Tabelle nennt dagegen 31 Chartwochen. Für fünf Wochen war es das erfolgreichste deutschsprachige Lied der deutschen Singlecharts. Auch in den deutschen Airplaycharts belegte die Single zwei Wochen lang Platz 1.
In Österreich erreichte der Titel Platz 10, war eine Woche in den Top 10 und insgesamt 24 Wochen platziert. In der Schweiz kam er in 16 Chartwochen bis auf Platz 26. In den Jahrescharts 2016 erreichte „Stimme“ Platz 39 in Deutschland und Platz 62 in Österreich.
Für Mark Forster war es als Interpret der achte Charterfolg in Deutschland, der fünfte in Österreich und der dritte in der Schweiz. Zugleich war es sein dritter deutscher Top-10-Erfolg und sein erster Nummer-eins-Hit. Auch als Autor erzielte er damit erstmals Platz 1 in Deutschland. Als Produzent war es sein vierter Charterfolg in Deutschland und Österreich sowie sein zweiter in der Schweiz. Keine seiner Singles hatte sich bis dahin höher platziert.
Felix Jaehn erreichte als Interpret zum vierten Mal die Charts aller drei Länder. In Deutschland war dies sein vierter Top-10- und dritter Nummer-eins-Erfolg. Als Autor war es sein zweiter Charterfolg in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie sein erster Nummer-eins-Erfolg in Deutschland. Als Produzent erzielte er seinen dritten Charterfolg in allen drei Ländern und seinen zweiten deutschen Nummer-eins-Hit.
Für Philipp Steinke war „Stimme“ als Autor der sechste Charterfolg in Deutschland, der vierte in Österreich und der dritte in der Schweiz. Der Titel war sein erster und laut Artikel bislang einziger Nummer-eins-Erfolg.
Im Oktober 2016 erhielt „Stimme“ in Deutschland eine Platin-Schallplatte für mehr als 400.000 verkaufte Einheiten.
Coverversionen und Parodien
2016 veröffentlichten Die Lochis auf ihrem YouTube-Kanal eine Parodie zu „Stimme“. Das am 23. Januar veröffentlichte Video erreichte innerhalb von zwei Wochen eine Million Aufrufe. Ebenfalls 2016 brachte Radio PSR im Rahmen seiner „Sachsensongs“ die Parodie „Hör auf die Mutti“ heraus.
2018 sang der irische Rocksänger Rea Garvey eine Coverversion in der VOX-Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“. Seine Aufnahme erschien auch auf dem zugehörigen Sampler.