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Sascha Müller-Kraenner
Sascha Müller-Kraenner (* 22. August 1963 in Mannheim) ist ein deutscher Experte für Naturschutz, Klimapolitik, Energiepolitik sowie europäische und …
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Profil und Tätigkeit
Sascha Müller-Kraenner (* 22. August 1963 in Mannheim) ist ein deutscher Experte für Naturschutz, Klimapolitik, Energiepolitik sowie europäische und internationale Beziehungen. Seit 2015 ist er gemeinsam mit Jürgen Resch Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.
Ausbildung und beruflicher Weg
Nach dem Abitur 1982 studierte Müller-Kraenner bis 1990 zunächst Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend studierte er Biologie und Öffentliches Recht an der Technischen Universität München sowie an der Universität Bayreuth und schloss als Diplom-Biologe ab. Seinen Zivildienst leistete er beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. in Oberfranken.
1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Naturschutz der Grünen-Abgeordneten Kornelia Müller im Sächsischen Landtag. Von 1991 bis 1998 baute er beim Deutschen Naturschutzring die EU-Koordination und das Berlin-Büro auf. 1995 war er Sprecher des Klimaforum ´95 deutscher Nichtregierungsorganisationen auf dem ersten Weltklimagipfel in Berlin.
Für die Heinrich-Böll-Stiftung gründete und leitete er von 1998 bis 2002 die erste Niederlassung in Washington, D.C. Danach leitete er in Berlin die Referatsgruppe Europa/Nordamerika sowie das Programm für Außen- und Sicherheitspolitik. Dazu gehörten der Aufbau eines Stiftungsprogramms in der Ukraine und die Veranstaltung „20 Jahre nach Tschernobyl“ in Kiew.
Seit 2007 arbeitete er in verschiedenen Funktionen für The Nature Conservancy. 2008 gründete er deren Europaprogramm mit Büros in Berlin und London und war bis Ende 2014 dessen geschäftsführender Direktor. Er war außerdem 1995 Mitbegründer des Ecologic Institute, einer transdisziplinären Umweltforschungsorganisation, und 2008 Mitbegründer des Ecologic Institute US in Washington, D.C.
Lehre, Gremien und Förderung
Von 2007 bis 2008 lehrte Müller-Kraenner an der Hertie School of Governance, unter anderem zur internationalen Energie- und Klimapolitik. Er war Stipendiat des „The Prince of Wales’s Business & the Environment Programme“ und des German Marshall Fund sowie 2005 „World Fellow“ an der Yale University.
Er gehört verschiedenen Vorständen und Beiräten an, darunter bei der Internationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung, dem Institut für Ökonik und Ökosystemmanagement der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Stiftung Global Nature Fund. Ab Sommer 2017 kam die Tropenwaldstiftung OroVerde hinzu.
Ausgewählte Veröffentlichungen
Zu seinen Veröffentlichungen zählen „Klimapolitik: Handlungsstrategien zum Schutz der Erdatmosphäre“ (mit Christiane Knospe, 1996), „Energiesicherheit – Die neue Vermessung der Welt“ (2007) und „Eine Europäische Union für Erneuerbare Energien – Politische Weichenstellungen für bessere Stromnetze und Fördersysteme“ (mit Susanne Langsdorf, 2012).