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Salzburg AG

Salzburg AG ; Mitarbeiterzahl, 2.593 (2023) ; Umsatz, 2.710,3 Mio. Euro (2023) ; Branche · Infrastruktur-Dienstleister (Energie, Wasser, Telekommunikation, Verkehr).

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Unternehmen und Entstehung
  2. 2. Eigentum und Tochtergesellschaften
  3. 3. Energie, Wasser und Telekommunikation
  4. 4. Wasserkraft
  5. 5. Öffentlicher Verkehr und Güterverkehr

Unternehmen und Entstehung

Die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Salzburg, Bayerhamerstraße 16. Sie ist ein Energie- und Infrastruktur-Dienstleister für Energie, Wasser, Telekommunikation und Verkehr. Im Jahr 2023 beschäftigte sie 2.593 Mitarbeitende und erzielte 2.710,3 Mio. Euro Umsatz. Im gesamten Bundesland Salzburg und angrenzenden Oberösterreich versorgt sie etwa 433.000 Strom-Kundenanlagen.

Das Unternehmen entstand am 15. September 2000 durch die Fusion der Salzburger Stadtwerke und der Salzburger AG für Energiewirtschaft (SAFE). Die Städtischen Elektrizitätswerke waren 1887 gegründet worden und wurden 1950 mit den 1940 gegründeten Städtischen Verkehrsbetrieben Salzburg zu den Salzburger Stadtwerken vereinigt. Die SAFE bestand seit 1920 als Landes-Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Beide Vorgänger bauten ihre Angebote schrittweise um Gas, Wasser, Fernwärme, Telekommunikation und Internet aus. In den ersten 15 Jahren nach der Fusion investierte die Salzburg AG mehr als 2 Milliarden Euro; für 2016 waren Investitionen von 150 Mio. Euro geplant.

Eigentum und Tochtergesellschaften

Die Eigentumsanteile verteilen sich auf das Land Salzburg mit 42,56 %, die Stadt Salzburg mit 31,31 % und die Energie AG Oberösterreich Service- und Beteiligungsverwaltungs-GmbH mit 26,13 %.

Zu den Tochterunternehmen mit 100-%-Beteiligung gehören Erdgas Import Salzburg GmbH, Future Energy Photovoltaics Italy Srl., MyElectric Energievertriebs und –dienstleistungs GmbH, one2zero GmbH, Salzburg AG Kundenservice GmbH, Salzburg AG Tourismus GmbH, Salzburg Linien Verkehrsbetriebe GmbH, Salzburg Netz GmbH und Salzburg Ökoenergie GmbH.

Energie, Wasser und Telekommunikation

Die Salzburg AG versorgt das Bundesland Salzburg jährlich mit etwa 13.700 GWh Strom, 11.110 GWh Erdgas und 930 GWh Fernwärme (Stand: Dezember 2016). GWh bedeutet Gigawattstunden und bezeichnet eine Energiemenge. In der Stadt Salzburg liefert sie außerdem 11,6 Millionen m³ Trink- und Nutzwasser.

Für die Fernwärme betreibt das Unternehmen fossil befeuerte Fernheizkraftwerke in Salzburg, darunter FHW Mitte Salzburg, FHW Nord Salzburg, HW Elsbethen in der Rainerkaserne und das Heizkraftwerk des Landeskrankenhauses Salzburg. Dabei entstehen mehr als 200.000 t CO₂ pro Jahr. Der im Dezember 2011 beim Heizkraftwerk Nord eröffnete Fernwärmespeicher ist 45 m hoch und fasst nutzbar 30.000 m³ Heißwasser. Weitere Heizwerke befinden sich unter anderem in Hallein, Wals-Siezenheim sowie Bruck, Bramberg, Radstadt, Saalfelden, Abtenau, Altenmarkt, Wald und Fusch; teilweise sind es Biomassekraftwerke.

Als Netzbetreiber und Provider ist die Salzburg AG auch in Telekommunikation, Kabel-TV und Internet tätig. Die Marke dafür lautet CableLink.

Wasserkraft

Die Salzburg AG betrieb 2017 im gesamten Bundesland Salzburg 28 Wasserkraftanlagen. Wasserkraftwerke nutzen die Energie von fließendem oder gespeichertem Wasser zur Stromerzeugung. Zu den größeren Anlagen zählt das Pumpspeicherkraftwerk Hintermuhr in der Gemeinde Muhr mit 108 MW; es ging 1991 in Betrieb, eine Erweiterung begann ab 2008. Ein Pumpspeicher kann Wasser speichern und für die Stromerzeugung nutzen.

Weitere Beispiele sind das Kraftwerk Böckstein in Bad Gastein als Tagesspeicher mit 44,5 MW und Inbetriebnahme 1981, das Kraftwerk Nassfeld als Pumpspeicher mit 31,5 MW und Inbetriebnahme 1982 sowie das Kraftwerk Wiestal mit 28 MW. Das Kraftwerk Sohlstufe Lehen in der Stadt Salzburg hat 13,7 MW und ging 2013 in Betrieb.

Bei den Gemeinschaftskraftwerken Mittlere Salzach plante und baute die Verbund AG; die Salzburg AG führt den Betrieb. Dazu gehören St. Johann mit 16,5 MW, Urreiting mit 16,5 MW, Bischofshofen mit 16 MW, Kreuzbergmaut mit 17,7 MW und Werfen-Pfarrwerfen mit 16 MW.

Öffentlicher Verkehr und Güterverkehr

Die Salzburg AG ist der größte Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in der Landeshauptstadt. Zu ihren Verkehrsmitteln gehören die Bahnstrecken Salzburg–Lamprechtshausen und Bürmoos–Ostermiething, die Standseilbahn zur Festung Hohensalzburg, zwölf Oberleitungsbuslinien, der 1890 eröffnete Mönchsbergaufzug und kommunaler Omnibusverkehr. Alle Verkehrsmittel sind in den Salzburger Verkehrsverbund (SVV) eingebunden. Mit S1 nach Lamprechtshausen und S11 nach Bürmoos betreibt das Unternehmen zwei von fünf Linien der S-Bahn Salzburg. Der Schienenverkehr wird seit 2000 als Salzburger Lokalbahn vermarktet, der Bus- und Oberleitungsbusverkehr als Obus Salzburg.

2006 übernahm die Salzburg AG den Betrieb von Schafbergbahn und Wolfgangseeschifffahrt von den ÖBB und brachte ihn in die Salzkammergutbahn GmbH ein. 2008 kam der Betrieb der Pinzgauer Lokalbahn hinzu. 2016 beförderten alle Verkehrsmittel zusammen 50,5 Millionen Fahrgäste. Die 2,8 km lange Verlängerung von Trimmelkam nach Ostermiething wurde am 12. Dezember 2014 eröffnet und erschließt ein Gebiet mit 15.000 Einwohnern. Die Fahrt von Ostermiething nach Salzburg Lokalbahnhof dauert mit Umstieg in Bürmoos 49 Minuten, mit umsteigefreien Expresszügen 48 Minuten.

Im Güterverkehr bediente die Salzburg AG Stammstrecken nach Lamprechtshausen und Trimmelkam, die Verbindung Salzburg Hauptbahnhof–Salzburg Itzling sowie bis 2020/2021 die Stieglbahn. Seit dem 2. Mai 2002 betreibt sie die Halleiner Schleppbahn. Güterzüge fahren außerdem auf Netzen der ÖBB und der deutschen DB Netz AG sowie bis Buchs in der Schweiz, Tarvis in Italien und Jesenice in Slowenien.

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