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Renaissance (Band)
Renaissance (englische Aussprache [rɪˈneɪ̯səns]) ist eine britische Progressive-Rock-Band. Renaissance. Renaissance 2012, im Uhrzeigersinn von links oben: …
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Profil und Entstehung
Renaissance ist eine britische Progressive-Rock-Band, die 1969 gegründet wurde. Progressive Rock verbindet Rockmusik mit erweiterten musikalischen Formen; bei Renaissance gehören dazu vor allem Einflüsse aus klassischer Musik und Folkmusik. Die Band entstand, nachdem sich die Yardbirds 1968 aufgelöst hatten. Die ehemaligen Yardbirds-Mitglieder Keith Relf und Jim McCarty gründeten eine experimentelle Rockband. Zur ersten Besetzung gehörten außerdem Louis Cennamo am Bass, John Hawken am Piano und Jane Relf, die Schwester von Keith Relf, als Sängerin.
In dieser Besetzung nahm Renaissance die Alben Renaissance und Illusion auf. Danach trennte sich die Gruppe. Jim McCarty stellte zunächst eine neue Band zusammen, verließ sie jedoch bald wieder. Ab 1971 schlossen sich Gründungsmitglieder vorübergehend zur Formation Illusion zusammen.
Entwicklung und Geschichte
Eine neue Renaissance-Besetzung bestand aus Annie Haslam (Gesang), Michael Dunford (akustische Gitarre), John Tout (Piano), Jon Camp (Bass) und Terry Sullivan (Schlagzeug). Michael Dunford hatte zum Album Illusion das Stück Mr Pine beigesteuert. Zusammen mit dem elektrischen Gitarristen Rob Hendry veröffentlichte diese Besetzung 1972 das Album Prologue. Die Musik stammte hauptsächlich von Michael Dunford und Jim McCarty, die Texte schrieb Betty Thatcher.
In den 1970er Jahren erlebte Renaissance ihre erfolgreichste Phase. 1978 erreichte die Band mit Northern Lights aus dem Album A Song for All Seasons einen Erfolg in den UK Top 10s; die Single kam bis auf Platz 10 der britischen Charts und blieb 11 Wochen platziert. In den 1980er Jahren ging der Erfolg zurück. Gleichzeitig veränderte sich der musikalische Stil deutlich, bevor sich die Band auflöste.
In den 1990er Jahren erschienen mehrere Kompilationen. Ende des Jahrzehnts gab es sowohl bei Annie Haslam als auch bei Michael Dunford neue Bands unter dem Namen Renaissance. Anschließend reformierten Haslam und Dunford Renaissance wieder mit einer gemeinsamen Band. Michael Dunford, Gitarrist und Hauptkomponist, starb am 20. November 2012 an den Folgen einer Hirnblutung. Weitere ehemalige Mitglieder starben später: Danny McCulloch am 29. Januar 2015 an einem Herzinfarkt, John Tout am 1. Mai 2015 in London an einem Lungenleiden, Jon Camp am 13. Dezember 2024 und Terry Sullivan am 9. Januar 2026. Damit ist Annie Haslam die einzige Überlebende der klassischen Besetzung.
Musikalischer Stil und Besetzungen
Der charakteristische Stil von Renaissance in den 1970er Jahren beruht auf der Verbindung mehrerer Elemente: klassischer Musik, ausgiebigem Klavier- und Orchestereinsatz sowie Folkmusik. Trotz dieser Einflüsse verwendete die Band keine übermäßig komplexen Songstrukturen. Eine Besonderheit im Progressive Rock war Annie Haslam als Frontfrau und Leadsängerin. In den 1980er Jahren wandte sich Renaissance eingängigeren Popklängen zu, insbesondere Synthiepop und New Wave.
Die Gründungsmitglieder waren Jane Relf (Gesang), Keith Relf (Gesang und Gitarre), John Hawken (Keyboard), Louis Cennamo (Bass) sowie Jim McCarty (Schlagzeug und Percussion). Als aktuelle Besetzung nennt der Artikel Annie Haslam (Gesang), Rave Tesar (Keyboard), Mark Lambert (Gitarre und Begleitgesang), Frank Pagano (Schlagzeug, Percussion und Begleitgesang), Leo Traversa (Bass und Begleitgesang) und Geoffrey Langley (Keyboard und Begleitgesang).
Veröffentlichungen und Erfolge
Die Studioalben erschienen in folgenden Jahren: Renaissance (1969), Illusion (1971), Prologue (1972), Ashes Are Burning (1973), Turn of the Cards (1974), Scheherazade and Other Stories (1975), Novella (1977), A Song for All Seasons (1978), Azure D’or (1979), Camera Camera (1981), Time-Line (1983), The Other Woman (1994), Day of the Dreamer (2000), Tuscany (2001; Annie Haslam und Michael Dunford) und Grandine il Vento (2013; Eigenverlag).
Zu den Livealben gehören Live at Carnegie Hall (1976, Doppelalbum), Dream & Omens (1978), In the Land of the Rising Sun (Live in Japan) (2002), British Tour ’76 (2006), Live at the Union Chapel (2016) und A Symphonic Journey (Live at the Keswick Theatre) (2018).
Weitere Veröffentlichungen umfassen unter anderem die Kompilationen Tales of 1001 Nights Volume I und Volume II (beide 1990), Da Capo (1995, Doppel-CD-Sampler), Songs from Renaissance Days (1997, mit B-Seiten, Outtakes und Demos) sowie Symphony of Light (2014). Hinzu kommen die beiden Teile von At the Royal Albert Hall with the Royal Philharmonic Orchestra (1997), Unplugged – Live at the Academy of Music, Philadelphia USA (2000), die EP The Mystic and the Muse mit drei neuen Songs (2010), Live at BBC-Sight & Sound (2016, CD/DVD-Box-Set mit Konzertmitschnitten und einer BBC-Radio-Session aus den Jahren 1975–1978) und Can You Hear Me? Broadcasts 1974-1978 (2024, 2 CDs und 1 Blu-ray). The Other Woman (1994) wird außerdem als Veröffentlichung von Michael Dunfords Band und Blessing in Disguise (1994) als Veröffentlichung von Annie Haslams Band geführt.
In den Albumcharts erreichte A Song for All Seasons Platz 35 im Vereinigten Königreich, wurde mit Silber ausgezeichnet und war ab dem 19. August 1978 acht Wochen platziert. Azure d’or kam im Vereinigten Königreich auf Platz 73 und war ab dem 2. Juni 1979 eine Woche platziert. Northern Lights erreichte Platz 10, erhielt ebenfalls Silber und war ab dem 15. Juli 1978 elf Wochen in den britischen Charts.