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Religions for Peace

Religions for Peace (RfP), auch bekannt als World Conference of Religions for Peace (WCRP), ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit Sitz in …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Arbeitsweise
  2. 2. Entstehung und Entwicklung
  3. 3. Friedensziele und Arbeit in Konflikten
  4. 4. Nationale Gruppen und Weltkonferenzen

Aufgabe und Arbeitsweise

Religions for Peace (RfP), auch World Conference of Religions for Peace (WCRP), ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit Sitz in New York City. Sie will durch interreligiösen Dialog Friedensarbeit leisten. Interreligiöser Dialog bedeutet hier die Zusammenarbeit von Menschen und Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionen.

RfP ist heute in über 70 Ländern vernetzt. Die Organisation bringt möglichst viele Religionsgemeinschaften zusammen, damit ihre Angehörigen gemeinsame Aktionen für den Frieden entwickeln können. Ihr Schwerpunkt liegt nicht vor allem auf der theologisch-dogmatischen Wahrheitsfindung, also auf der Klärung von Glaubenslehren, sondern auf praktisch-ethischem Handeln: Religionen sollen gemeinsam zu Frieden, gegenseitigem Verstehen, Gerechtigkeit und Ökologie beitragen.

Entstehung und Entwicklung

Unter dem Eindruck der zerstörerischen Gewalt des Zweiten Weltkriegs und der atomaren Bedrohung im Kalten Krieg begannen Vertreter verschiedener Weltreligionen 1961, ein „Gipfeltreffen“ vorzubereiten. Damit sollten Anhänger möglichst vieler Religionen für gemeinsame Friedensaktionen mobilisiert werden.

Die erste Weltkonferenz fand vom 16. bis zum 21. Oktober 1970 in Kyōto statt. Sie führte zur formalen Gründung von Religions for Peace als eigenständiger Organisation. Danach entstanden zahlreiche Zweigorganisationen auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene.

Die Angaben zur Zahl der Weltkonferenzen sind im Artikel nicht einheitlich: Einleitend ist von neun weltweiten Konferenzen seit 1961 die Rede, während die Geschichtsdarstellung von neun weiteren Konferenzen nach 1970 spricht. Die aufgeführte Tabelle enthält zehn Treffen von 1970 bis 2019. Zudem weist der Artikel darauf hin, dass Angaben zu den Weltkonferenzen teilweise nicht hinreichend belegt sind und Informationen fehlen.

Friedensziele und Arbeit in Konflikten

Nach der Satzung von RfP Deutschland lädt die Organisation Menschen aller Religionen ein, „sich gemeinsam auf der Grundlage der Friedenswerte ihrer Religion für den Frieden einzusetzen“. Sie will die Bedeutung der Religionen besonders für Frieden, gegenseitiges Verstehen, Gerechtigkeit und Ökologie bewusst machen.

Treffen von Religionsvertretern und engagierten Gläubigen sollen eine Vertrauensbasis schaffen. Diese soll helfen, Probleme gemeinsam zu bewältigen und auch in Konfliktfällen gemeinsam reagieren zu können. Weltweit arbeitet RfP mit lokalen Religionsvertretern in Krisenregionen wie Irak, Sri Lanka, Sudan, Israel/Palästina und Korea an Konfliktlösungen und gewaltpräventiven Maßnahmen. Gewaltprävention umfasst Maßnahmen, die Gewalt verhindern sollen.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 entschied sich RfP, den Aggressor nicht beim Namen zu nennen und bei allgemeinen Friedensappellen zu bleiben (Stand: 6. April 2022).

Nationale Gruppen und Weltkonferenzen

In Deutschland entstand 1988 in Mainz die erste deutsche WCRP-Gruppe. Unter RfP Deutschland sind Ortsgruppen in Aachen, Augsburg/Schwaben, Berlin, Hannover, Heilbronn, Kassel, Köln/Bonn, München, Nürnberg, Osnabrück, Regensburg, Rhein-Main, Stuttgart und Witten vernetzt; außerdem gibt es Einzelmitglieder. Der Text nennt dabei sowohl dreizehn Ortsgruppen als auch „12 Ortsgruppen“, sodass diese Zahl widersprüchlich angegeben wird.

Religions for Peace Austria wurde 1985 gegründet und hat seinen Sitz in Wien. Die Gruppe veranstaltet Seminare, Tagungen, Konferenzen mit Nachbarländern, Ausstellungen und Round-Table-Treffen der religious leaders. Präsident ist Petrus Bsteh.

Zu den in der Tabelle genannten Weltkonferenzen gehören Kyōto (1970 und 2006), Löwen (1974), Princeton (29. August bis 7. September 1979), Nairobi (1984), Melbourne (1989), Vatikanstadt und Riva del Garda (3. bis 11. November 1994), Amman (25. bis 29. November 1999), Wien (20. bis 22. November 2013) und Lindau am Bodensee (19. bis 23. August 2019). In Melbourne wurde erstmals die Tradition indigener Religionen berücksichtigt, für Australien die Aborigines. An der Konferenz 2019 nahmen rund 900 Vertreter von 17 Religionen aus mehr als 100 Ländern teil. Ihr Motto lautete: „Für unsere gemeinsame Zukunft sorgen – das Gemeinwohl für alle fördern“; wichtige Impulse sollten dem Schutz heiliger Stätten und dem Vorgehen gegen sexuelle Gewalt an Frauen gelten.

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