Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Navayana

Ideen wie Karma, Wiedergeburt im Jenseits, Samsara, Meditation, Nirwana und die Vier Edlen Wahrheiten. Ambedkars neue Sekte des Buddhismus lehnte diese …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Entstehung und Bezeichnung
  2. 2. Grundsätze und Ausrichtung
  3. 3. Einordnung als viertes Yana

Entstehung und Bezeichnung

Der Navayana-Buddhismus („Buddhismus des neuen Fahrzeugs“), auch Ambedkar-Buddhismus oder Dalit-Buddhismus genannt, entstand am 14. Oktober 1956. An diesem Tag traten unter Anleitung des indischen Politikers Bhimrao Ramji Ambedkar rund 400.000 Dalits, die früher auch als Unberührbare bezeichnet wurden, zum Buddhismus über.

Ambedkar war Gründervater der Republik Indien und Hauptverfasser der indischen Verfassung.

Grundsätze und Ausrichtung

Der von Ambedkar formulierte Navayana gibt traditionelle buddhistische Praktiken und Gebote der Hauptströmung auf. Dazu gehören Vorstellungen von Karma, Wiedergeburt im Jenseits, Samsara, Meditation, Nirwana und den Vier Edlen Wahrheiten.

Stattdessen deutet Navayana die Religion des Buddha im Sinne von Klassenkampf und sozialer Gleichheit neu. Die Bewegung betont soziales Engagement und weist Parallelen zu Bewegungen für Selbstbestimmung und wirtschaftliche Gerechtigkeit in Tibet, Vietnam, Sri Lanka, Myanmar und Thailand auf.

Einordnung als viertes Yana

Ambedkars Navayana wird manchmal als „viertes Yana“ betrachtet. Es wird dabei den drei anderen buddhistischen Wegen gegenübergestellt: dem individuellen Pfad des Hinayana beziehungsweise Theravada-Buddhismus, dem messianischen und missionarischen Geist des Mahayana-Buddhismus sowie dem Ritualismus und der Scholastik des Vajrayana-Buddhismus.

Weiterlesen

Dalit Dalit (die Unterdrückten) ist seit Ambedkar die Bezeichnung der untersten sozialen Schichten Indiens ohne Rücksicht auf ihre Kaste und umfasst Unberührbare … Karma Es gibt im Hinduismus einerseits den allgemein gültigen sadharanadharma, der die Pflichten eines jeden Individuums beinhaltet wie etwa Gewaltlosigkeit (ahimsa) … Wiedergeburt (Buddhismus) Wiederwerden oder erneute Existenz) ist im buddhistischen Kontext ein Begriff aus der indischen Philosophie, der bereits vor dem Erscheinen des Gautama Buddha … Samsara Dieser Kreislauf wird in einigen indischen Religionen als leidvoll (siehe Dukkha/Leiden) gewertet. Der Ausbruch aus diesem unheilvollen Kreislauf geschieht … Meditation Meditation ist ein zentrales Element in verschiedenen Religionen, insbesondere dem Buddhismus, wie auch im Hinduismus, Konfuzianismus und Christentum. Seit dem … Nirwana Das Wort bedeutet „Erlöschen“ (wörtlich „verwehen“), von einigen Buddhisten auch aufgefasst als „erfassen“ im Sinne von verstehen im Sinne des Endes aller mit … Soziale Ungleichheit Soziale Ungleichheit bezeichnet in der Soziologie die ungleiche Verteilung materieller und immaterieller Ressourcen in einer Gesellschaft und die sich daraus … Theravada Der Theravāda (Pali: Schule der Ältesten) ist die älteste noch existierende Schultradition des Buddhismus. Er führt seinen Ursprung auf jene Mönchsgemeinde … Mahayana Die Einteilung des Buddhismus hauptsächlich in Hinayana und Mahayana ist eine Konzeption, die dem Mahayana entstammt. Die Nicht-Mahayana Schulen sehen sich … Vajrayana Zentrale Elemente sind die Guru-Schüler-Beziehung, komplexe Rituale und Einweihungen, mit denen Lehren, Praktiken und Befugnisse übertragen werden. ... In …